Auf Initiative von Regierungspräsident Heinrich von Mosch wurde 1978 der fränkische sommer als Zusammenschluss kommunaler Gebietskörperschaften gegründet, der sich zum Ziel gesetzt hatte, kulturelle Veranstaltungen aller Art in Westmittelfranken zusammenzuführen. Von Anfang an war der Bezirk Mittelfranken dabei und hat neben großzügiger finanzieller Unterstützung vor allem Veranstaltungen seiner Einrichtungen eingebracht. Organisation und Durchführung lagen abwechselnd bei den beteiligten Städten und Landkreisen.

Bereits 1985, und dann noch mal 10 Jahre später wurde der Bezirk Mittelfranken gebeten, den fränkischen sommer zu übernehmen, zum einen wegen finanzieller Probleme, zum andern, um die formal und qualitativ sehr unterschiedlichen Veranstaltungen besser zusammenbinden zu können und dadurch bessere Öffentlichkeitswirkung zu erzielen.

Aufgrund der finanziellen und organisatorischen Gesamtproblematik beschloss der Bezirk Mittelfranken, dem Drängen nachzugeben und das Festival nun federführend durchzuführen. Dafür berief der Bezirk ein Beratergremium ins Leben, das für Qualitätsverbesserung und Neuausrichtung sorgen sollte. Gleichzeitig sollte der Etat erhöht, Sponsoren akquiriert sowie ein Intendant und ein Geschäftsführer gesucht werden. Dem Beratergremium gehörten auch die vier Musikexperten Karl-Friedrich Beringer (Windsbacher Knabenchor), Rainer Goede (Kirchenmusikdirektor Ansbach), Prof. Ulf Klausnitzer (Kammerorchester Schloß Werneck) und Wolfgang Riedelbauch (Dehnberger Hoftheater) an, die gemeinsam oder im Wechsel die künstlerische Leitung der Veranstaltungsreihe übernehmen sollten. Man einigte sich darauf, dass der fränkische sommer künftig als Musikfestival konzipiert werde, das in ganz Mittelfranken an kunsthistorisch bedeutenden Orten veranstaltet würde und die fränkische Musikgeschichte als Grundlage haben sollte.

1999 berief der Bezirk Mittelfranken Wolfgang Riedelbauch zum alleinigen Intendanten, der im Auftrag des Bezirks ein Konzept zu »Alter Musik« entwickelte, weshalb der fränkische sommer 2001 mit der gleich ausgerichteten Nürnberger Reihe »Musica Franconia« verschmolzen wurde.

Seit dem Jahr 2000 hat der Bezirk auch die Trägerschaft sowie die Gesamtorganisation des Musikfestivals übernommen.

Im Jahr 2012 berief der Bezirk Mittelfranken Dr. Julian Christoph Tölle zum neuen Intendanten des fränkischen sommers und beauftragte ihn mit der Erstellung eines neuen Konzepts für das Musikfestival.