Übersicht der Künstler alphabetisch

David Allsopp

David Allsopp, Countertenor, durchlief die typische englische Sängerausbildung. Er begann als Chorknabe in Rochester und war »Choral Scholar« des King’s College Cambridge. Nach Abschluss seines Studiums wechselte er an die Westminster Kathedrale in London, ehe er den Sprung in die Selbständigkeit wagte.
Sein Repertoire umfasst die großen Bachpartien und Händels Oratorien. So singt er diese regelmäßig mit Orchestern wie dem Bournemouth Symphony Orchestra, dem Nord Nederlands Orkest, und dem Orchester des 18. Jahrhunderts. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit Gruppen wie Tenebrae, Polyphony, dem Gabrieli Consort oder Gallicantus.

Durch seinen Werdegang ist ihm die Musik des Mittelalters und der Renaissance ebenso vertraut wie die Musik moderner Komponisten. Im Juli 2010 war er mit Arvo Pärts Passio zum ersten Mal Solist bei den Londoner Proms der BBC. Wichtige Konzerte waren u.a. der Messiah in der Frauenkirche Dresden unter Ludwig Güttler, und das Eröffnungskonzert der Londoner Händelfestspiele mit Handels Belshazzar. Eine erste Zusammenarbeit mit Wayne Marshall ergab sich in Straßburg mit Bernsteins Chichester Psalms.

Es sang das Opernfragment Genserico bei den Händelfestspielen in Halle, Händels Israel in Egypt unter Leitung von Hans-Christoph Rademann zur Eröffnung des Musikfest Stuttgart und er ist regelmäßiger Gast der Klosterfestspiele Maulbronn. 2014 gab er sein Debüt mit der NDR-Radiophilharmonie. Er sang unter der Leitung von Frieder Bernius bei den Schwetzinger Festspielen und war zum ersten Mal zu Gast in der Philharmonie Köln.

Armida Quartett

Martin Funda Violine
Teresa Schwamm Viola
Johanna Steammler Violine
Peter-Philipp Staemmler Violoncello

Kein Zweifel: Das Armida Quartett gehört zu jenen jungen Nachwuchsensembles, die uns Musik (…) auf neue Art erleben lassen. (…) Um die Zukunft der Kammermusik müssen wir uns keine Sorgen mehr machen. Sie hat längst begonnen.
RONDO Magazin, 02.01.2016

Seit dem spektakulärem Erfolg beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD 2012, bei dem das Armida Quartett mit dem ersten Preis, dem Publikumspreis sowie sechs weiteren Sonderpreisen ausgezeichnet wurde, hat sich die Karriere des jungen Berliner Streichquartetts rasant weiter entwickelt. Von Herbst 2014 bis Ende 2016 ist das Quartett in der BBC Reihe »New Generation Artists« mit zahlreichen Konzerten und Rundfunkaufnahmen unterwegs. Diese Saison ist das Quartett in der renommierten Konzertreihe »Rising Stars« der großen Konzerthäuser Europas vertreten – ein weiterer Meilenstein im Werdegang des Ensembles. Die Konzerte im Rahmen der »Rising Stars« führen das Armida Quartett in alle wichtigen Musikmetropolen Europas – in Deutschland sind es Baden-Baden, Dortmund, Hamburg, Köln, hinzu kommen Konzerte in Amsterdam, Barcelona, Birmingham, Budapest, Brüssel, Lissabon, London, Luxemburg, Paris, Stockholm sowie Wien. Neben den Konzerten engagiert sich das Quartett auch im Education Bereich sowie mit Meisterkursen vor Ort.
Namensgeber des 2006 in Berlin gegründeten Quartettes ist eine Oper von Haydn, dem »Vater des Streichquartettes«. Das Studium erfolgte bei Mitgliedern des Artemis Quartetts, derzeit arbeitet das Quartett mit Rainer Schmidt (Hagen Quartett) sowie Reinhard Goebel.
Bereits 2011 gewann das Armida Quartett beim Concours de Genève den ersten Preis sowie den Publikumspreis. Zuvor erhielt das junge Ensemble verschiedene Stipendien, unter anderem von der Irene Steels-Wilsing Stiftung sowie der Schierse Stiftung Berlin. 2013 erschien die Debüt-CD des Quartetts mit Werken von Béla Bartók, György Ligeti und György Kurtág und wurde kurz darauf in die Bestenliste des Deutschen Schallplattenpreises aufgenommen. Die zweite CD mit Streichquartetten von Mozart erschien 2015.
Neben dem Schwerpunkt der »Rising Stars« Konzerte ist das Armida Quartett außerdem im Sommer 2016 erneut in der Londoner Wigmore Hall zu Gast sowie erstmals bei den berühmten BBC Proms. Es folgen Konzerte beim Cheltenham Festival, erstmals bei dem dänischen Festival für Kammermusik in Hindsgavl sowie beim Augsburger Mozartfest.
Die regelmäßige Zusammenarbeit mit anderen Künstlern ist dem Armida Quartett ein großes Anliegen – die Musiker haben bereits mit Anna Prohaska, Thomas Hampson, Ewa Kupiec, Max Hornung, Tabea Zimmermann, Jörg Widmann und Daniel Müller-Schott zusammen gearbeitet.
Seit Oktober 2012 unterrichten die vier jungen Musiker des Armida Quartetts Kammermusik an der Universität der Künste Berlin; mit Meisterkursen sind sie im In- und Ausland aktiv.

Lizzy Aumeier

Während ihres Studiums bei Nikola Filipov erhielt Lizzy Aumeier ein Stipendium des Bayerischen Rundfunks, später examinierte sie als erste Frau am Meistersinger-Konservatorium Nürnberg im Fach Kontrabass, und zwar mit »sehr gut«.

Nach dem Jazzstudium wurde sie freischaffende Kontrabassistin, Gründerin und Mitglied verschiedenster Ensembles: Lilienweiss, Bayerns einziges Damen-Salonorchester, jetzt Lizzy und die weißen Lilien, Ensemble Klangkonzerte und Ensemble variable.
Sie trat in Duo-Produktionen auf, wie »Bubble Bass«, mittlerweile in Erweiterung mit Michael Well von der Biermösl Blosn, und mit Heinrich J. Hartl.
In zahlreichen Konzerten und Rundfunkaufnahmen arbeitete sie mit bekannten Künstlern und Orchestern zusammen: u.a. mit Lilo Kraus (Harfe), Gerhard Polt, Peter Thalheimer (Cello) und dem Komponisten Heinrich J. Hartl, mit den Nürnberger Symphonikern, den Hofer- und Regensburger Symphonikern und der Jungen Erlanger Philharmonie.
Sie wurde bekannt durch ihre Fernsehauftritte bei BR, ARD, ZDF, 3SAT:
Markus Lanz, Ladies night, »The Best of Geld oder Liebe«, »Dingsda«, »Kurzportrait« im Bayerischen Fernsehen, »Kein schöner Land«, »Bayerntour« und »Bayernchampion«, »ZDF Sonntagskonzert«, »Ottis Schlachthof«, »Kabarett aus Franken«, »Grünwalds Freitags-Comedy« und »Beckmann«.
Aufgrund ihres vielseitigen musikalischen Wirkens wurde sie mehrfach vom Bayerischen Rundfunk und von Nürnberger Zeitungen porträtiert und ausgezeichnet: 1993 AZ Stern des Jahres der Abendzeitung, 1994 Kulturförderpreis der Stadt Nürnberg, 2001 Münchner Kabarettpreis »Kaktus«, 2002 »Thurn und Taxis« Kabarettpreis Regensburg, Kabarettpreis der Stadt Hof »Theresienstein «, 2. Preis Passauer »Scharfrichterbeil«, 2. Preis Paulaner Solo München, 2003 Kulturpreis der Stadt Neumarkt/Opf., 2007 AZ Stern des Jahres der Abendzeitung, 2011 Deutscher Kabarettpreis 2010 und 2012 Bayerischer Kabarettpreis 2012

Jürgen Banholzer

Jürgen Banholzer studierte Orgel in Boston bei James David Christie, dann als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes bei Ludger Lohmann in Stuttgart (Kirchenmusik A) und bei Jean Boyer am Conservatoire Supérieur de Musique in Lyon. Es folgte ein Gesangsstudium an der Schola Cantorum Basiliensis. Im Fach Musikwissenschaft promovierte er an der Universität Mainz.

Als Organist konzertiert er in Deutschland, Österreich, Frankreich und der Schweiz. Sein besonderes Interesse gilt der Orgelmusik und den Orgeln des 17. und 18. Jahrhunderts. Als Continuospieler auf Cembalo und Orgel ist er Gast bei Ensembles wie dem Johann Rosenmüller Ensemble, dem Freiburger Barockorchester, dem Balthasar-Neumann-Ensemble, L'Arpa festante, La Dolcezza oder Stefan Temmingh & Ensemble.
Zusammen mit der österreichischen Hackbrettspielerin Margit Übellacker gründete er das Ensemble La Gioia Armonica, das bei verschiedenen Festspielen zu Gast, u.a. bei den Händelfestspielen in Halle, dem Bachfestival Dordrecht, oder den Mitteldeutschen Heinrich-Schütz-Tagen.
Solistische Auftritte als Countertenor führten Jürgen Banholzer bis 2010 in Konzerten, Rundfunk und CD-Aufnahmen mit Dirigenten wie Thomas Hengelbrock, Ivor Bolton, Harry Christophers oder Jean-Claude Malgoire und mit Orchestern und Ensembles wie Concerto Köln, Il Seminario Musicale, Das Kleine Konzert, Concerto poetico Zürich, L’arpa festante, L’Orfeo, La Gamba zusammen.
Szenische Aufgaben übernahm er u.a. bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen, den Wiener Festwochen, an der Bayerischen Staatsoper (Prinzregententheater), im Festspielhaus Baden-Baden.
Den Ensemblegesang pflegte er u.a. mit dem Huelgas Ensemble, dem Johann Rosenmüller Ensemble, mit Capella Ducale & Musica Fiata, Clemencic Consort, La Fenice, Weser-Renaissance, La Chapelle Rhenane, Balthasar-Neumann-Chor, Amsterdam Baroque Choir bei Festivals in zahlreichen europäischen Ländern, sowie in USA und China.

Barockorchester Stuttgart

Das 1985 von Frieder Bernius gegründete Barockorchester Stuttgart ist auf die Musik des 18. Jahrhunderts spezialisiert. Die Musiker sind freiberuflich tätig und arbeiten vielfach seit mehreren Jahrzehnten regelmäßig mit Frieder Bernius zusammen.

Sie gehören zu den führenden Vertretern der Historischen Aufführungspraxis und musizieren in dieser Formation ausschließlich auf Originalinstrumenten. In Zusammenarbeit mit dem von Frieder Bernius 1987 ins Leben gerufenen Festival Stuttgart Barock war das Orchester als Pionier für historisch informierte Aufführungen tätig. Ein Schwerpunkt im Repertoire bildet die Wiederaufführung von Opern des 18. Jahrhunderts (Rameau, Jommelli, Naumann, Gluck) sowie die Ausgrabung musikhistorischer Schätze aus dem südwestdeutschen Raum (Kalliwoda, Knecht, Holzbauer). Von den CD-Produktionen des Barockorchesters Stuttgart bei Carus und Sony wurden viele mit Schallplattenpreisen ausgezeichnet, darunter Bachs h-Moll Messe, Mozarts Requiem sowie die Einspielung der Messen Jan Dismas Zelenkas und 2016 auch die Einspielung von Bachs Matthäus-Passion.

Julian Behr

Julian Behr absolvierte zunächst ein Studium in klassischer Gitarre und Laute bei Mario Sicca und Robert Barto an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart.

Nach einem Aufbaustudium in Laute bei Joachim Held am Hamburger Konservatorium studierte Julian Behr Alte Musik und Lauteninstrumente an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel bei Hopkinson Smith.
Von 2007 bis 2011 unterrichtete der Lautenist an der Musikhochschule Nürnberg. Es erfolgten Auftritte bei Festivals in den meisten Ländern Europas und in Südamerika mit u. a. dem belgischen Ensemble Ausonia, mit der Akademie für Alte Musik Berlin, mit Al Ayre Espagnol, Peter Kooj und Sette Voci sowie mit den Altisten Franz Vitzthum und Andreas Scholl.
Neben solistischen- und kammermusikalischen Projekten ist die Mitwirkung an Barockopern-Produktionen ein Bestandteil seiner Arbeit, u.a. an den Opernhäusern in Hamburg, Berlin, Amsterdam und Brüssel oder beim Festival Winter in Schwetzingen. Seine Tätigkeit ist dokumentiert auf CDs bei Alpha, Harmonia Mundi, ORF Alte Musik und Capriccio.

Frieder Bernius

Die 2009 an Frieder Bernius verliehene Bach-Medaille der Stadt Leipzig ist Ausdruck der Anerkennung für eine jahrzehntelange Beschäftigung mit dem Werk Johann Sebastian Bachs. Begonnen hat diese im Elternhaus einem Pfarrhaus, das ihm schon früh einen Zugang zu Bachs Orgelmusik, seinen Violin- und Chorwerken ermöglichte. Als Student an der Stuttgarter Musikhochschule geriet er zunächst in den Sog der »romantischen« Bachpflege der Stadt, doch durch Impulse von Hans Grischkat sowie durch Begegnungen mit Interpreten außerhalb Deutschlands begann eine bis heute andauernde Auseinandersetzung mit dem historischen Interpretationsansatz.

Die Gründung eines eigenen Barockorchesters im Jahres 1985 und die Etablierung der »Internationalen Festtage Alter Musik« (1987, seit 2004 »Festival Stuttgart Barock«) weisen ihn als Pionier historischer Aufführungspraxis für den Stuttgarter Raum aus. Seither war er auch bei vielen renommierten europäischen Festivals zu Gast und hat neben etwa 80 Kantaten vor allem Bachs Motetten, die h-Moll-Messe und die Matthäus-Passion aufgeführt (Salzburg, Wien, Brügge, Madrid, Paris, Barcelona oder München). Für seine Einspielungen der Werke Bachs bei SonyClassical und Carus erhielt er zahlreiche internationale Schallplattenpreise u.a. den Edison für die weltlichen Kantaten, den Gramophone Editor´s choice für die h-Moll-Messe und den Deutschen Schallplattenpreis für das Osteroratorium. Im März 2016 erschien eine Einspielung von Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion, welche mit dem supersonic pizzicato ausgezeichnet wurde.

Das 1985 von Frieder Bernius gegründete Barockorchester Stuttgart ist auf die Musik des 18. Jahrhunderts spezialisiert. Die Musiker sind freiberuflich tätig und arbeiten vielfach seit mehreren Jahrzehnten regelmäßig mit Frieder Bernius zusammen. Sie gehören zu den führenden Vertretern der Historischen Aufführungspraxis und musizieren in dieser Formation ausschließlich auf Originalinstrumenten. In Zusammenarbeit mit dem von Frieder Bernius 1987 ins Leben gerufenen Festival Stuttgart Barock war das Orchester als Pionier für historisch informierte Aufführungen tätig. Ein Schwerpunkt im Repertoire bildet die Wiederaufführung von Opern des 18. Jahrhunderts (Rameau, Jommelli, Naumann, Gluck) sowie die Ausgrabung musikhistorischer Schätze aus dem südwestdeutschen Raum (Kalliwoda, Knecht, Holzbauer). Von den CD-Produktionen des Barockorchesters Stuttgart bei Carus und Sony wurden viele mit Schallplattenpreisen ausgezeichnet, darunter Bachs h-Moll Messe, Mozarts Requiem sowie die Einspielung der Messen Jan Dismas Zelenkas und 2016 auch die Einspielung von Bachs Matthäus-Passion.

In den über 45 Jahren seines Bestehens hat Frieder Bernius den Kammerchor Stuttgart zu einer von Publikum und Presse gefeierten Ausnahmeerscheinung geformt. Das Repertoire des Chores reicht vom 17. bis zum 21. Jahrhundert. »Kein Superlativ ist verschwendet, um diesen Chor zu rühmen«, schrieb die ZEIT.

Der Chor errang 1982 den ersten Preis beim 1. Deutschen Chorwettbewerb und wird seitdem zu allen wichtigen europäischen Festivals eingeladen. Seine weltweite Reputation dokumentieren wiederholte Einladungen zum Weltsymposium für Chormusik ebenso wie Tourneen nach Asien, Nord- und Südamerika.

Im Rahmen der internationalen Kulturbeziehungen der Bundesrepublik sowie Baden-Württembergs gilt der Chor als Aushängeschild seines Landes. Als solches führt er regelmäßig Kooperations- und Austauschprojekte mit Orchestern in Kanada, Polen, Israel und Ungarn durch.

I buffoni dispettosi – die boshaften Narren

I buffoni dispettosi – die boshaften Narren –, so nennt sich das Ensemble für Alte Musik, historischen Tanz und Commedia dell'arte, im fränkischen Sommer mit dem Musiktheaterprojekt Die Erben der Narrentreppe vertreten.

Die Sopranistin Felicia Berg erhielt schon als Kind neben dem Klavierspiel auch Gesangsunterricht. Im Rahmen ihres Lehramtsstudium für die Fächer Musik und Sport an der Universität Regensburg konnte sie ihre künstlerische Ausbildung in den Schwerpunktfächern Gesang und Klavier profilieren sowie Expertise im Bereich Akrobatik, Tanz und Improvisationstheater (Commedia dell’arte) erwerben. Diese Kombination von vokaler, darstellerischer und körperlicher Begabung macht sie zu einer idealen Protagonistin für das Genre der Commedia dell’arte, die sie seit 2014 aktiv betreibt.
Seit 2013 ist sie zudem Mitglied der semiprofessionell strukturierten Audi-Jugendchorakademie unter der Leitung von Prof. Martin Steidler. Dabei war sie unter der Leitung von Kent Nagano u.a. bei Aufführungen von Mozarts Idomeneo, Dvořáks Requiem oder Mahlers 3. Sinfonie beteiligt.

Bernhard Girardi hat als Musiker, Tänzer und Instrumentenbauer ein breites künstlerisches Profil.
Er studierte Blockflöte am Mozarteum Salzburg und unterrichtet eine Blockflötenklasse am Musikum Salzburg. Seine intensive Beschäftigung mit dem Instrument führte schließlich auch zu einer instrumentenbaulichen Qualifikation, sodass er inzwischen eine Werkstatt für Blockflötenbau führt.
Neben seiner instrumentalen Tätigkeit tritt er als Sänger sowie als Chorleiter auf. Er konzertiert in verschiedenen Ensembles für alte Musik (z.B. Capella Monacensis oder Paul-Hofhaimer-Consort) und wirkte dabei bei CD-, Film- und Theaterproduktionen mit.
Darüber hinaus ist er als Tänzer aktiv: nach reger Turniertätigkeit im lateinamerikanischen Tanzsport beschäftigt er sich inzwischen seit längerem intensiv mit historischen Tänzen, u.a. im Salzburger Tanzensemble Musica et Saltatoria. An der Passauer Schauspielschule Athanor Akademie war er als Tanzlehrer engagiert.

Der Tenor Andreas Kaiser hat sich während seines Studiums auf zahlreichen nationalen und internationalen Kursen und Festivals (u.a. Basel, Urbino, Orte) vor allem auf die Musik des 13. bis 17. Jahrhunderts spezialisiert. Neben dem Spiel von Blas- und Perkussionsinstrumenten richtet sich dabei sein Fokus vor allem auf die vokale Arbeit als Ensemblesänger oder Solist, die durch regelmäßige Auftritte mit verschiedenen Spezialensembles v.a. im süddeutschen Raum und CD-Produktionen dokumentiert ist.
Zudem ist er Leiter der Landshuter Hofkapelle, konzipiert und organisiert deren Auftritte im Rahmen der Landshuter Hofmusiktage, der Landshuter Hochzeit oder auf Konzertreisen im In- und Ausland. www.landshuter-hofkapelle.de

Susanne Kaiser studierte an der Musikhochschule Nürnberg klassische Konzertharfe und intensivierte ihre Ausbildung durch internationale Meisterkurse sowie private Studien, unter anderem bei Hannelore Devaere, Park Sickney und Johanna Seitz. Sehr früh erfolgte dabei die Spezialisierung auf historische Harfentypen, gotische Instrumente oder barocke Tripelharfen, was die Mitwirkung in entsprechenden Spezialensembles für Alte Musik nach sich zog (u.a. Landshuter Hofkapelle, Trio Alondra, I Zefiretti). Konzertreisen führten sie dabei nach Rumänien, Slowenien, Italien und England. Im Bereich der Commedia dell’arte konnte sie schon in mehreren Produktionen Erfahrung sammeln.
Neben ihrer künstlerischen Arbeit ist sie im instrumentalpädagogischen Bereich sehr engagiert: Seit 2010 unterrichtet sie an der Musikhochschule Nürnberg im Fach Methodik und Didaktik der Harfe, seit 2011 organisiert sie regelmäßig die Landshuter Harfentreffen mit Workshops und Konzerten, getragen von den Harfenfreunden Landshut e.V, deren erste Vorsitzende sie ist. 2015 publizierte sie eine Harfenschule für Kinder. www.harfe-susanne-kaiser.de

Christoph Eglhuber absolvierte verschiedene Musikstudien an der Musikhochschule sowie an der Ludwig–Maximilian-Universität München; während dieser Zeit erfolgte die Spezialisierung auf das Spiel historischer Zupfinstrumente.
Er ist Gründer und Leiter verschiedener Ensembles für Alte Musik (u.a. I Buffoni dispettosi, BarockBand München) und wirkt regelmäßig bei entsprechenden Spezialensembles im süddeutschen Raum (La Banda, Arsatius-Consort, Neue Hofkapelle München, Die Gruppe für Alte Musik München, Parthenia Baroque, Lyra-Ensemble, Sans-Souci, Singer Pur, Stimmwerck, L'Academia giocosa, Ensemble Phoenix Munich, Neue Freisinger Hofmusik, cosi facciamo).

Darüber hinaus wurde er häufig zu Projekten namhafter Münchener (Philharmoniker, Kammerorchester BR, Rundfunkorchester, Symphoniker, Bach-Collegium, Bach-Orchester, Residenzorchester, Klangverwaltung, Staatsoper, Staatstheater am Gärtnerplatz und Münchner Kammerorchester) und süddeutscher Orchester (Philharmonisches Orchester der Stadt Augsburg, Stadttheater Ulm, Georgisches Kammerorchester Ingolstadt, Staatsphilharmonie Nürnberg, Niederbayrische Philharmonie, Hofer Symphoniker) eingeladen. Als Continuospieler hatte er Gelegenheit, renommierte Solisten wie Sol Gabetta, Hélène Grimaud, Frank Peter Zimmermann, Dorothee Oberlinger, Christian Gerhaher, Juliane Banse, Simone Kermes, Christph Pregardien, Peter Schreier oder Michael Volle zu begleiten. Konzertreisen führten ihn nach Österreich, Liechtenstein, Luxemburg, Slowenien, Kroatien, Italien, Frankreich, Spanien, Israel sowie in die Slowakei und Türkei.
Dabei entstanden zahlreiche Rundfunk-, Platten-, Fernseh- und Filmproduktionen unter seiner Mitwirkung. Von 1991–2006 war er Lehrbeauftragter an der Musikhochschule München, seit 2001 unterrichtet er am Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Universität Regensburg.
Mit dem Genre der Commedia dell’arte setzt er sich künstlerisch, wissenschaftlich sowie in der Lehre seit mehreren Jahrzehnten auseinander. Dabei ist ihm die Pflege der historischen Tradition mit universellen Protagonisten hinsichtlich Schauspiel, Musik oder Tanz sowie improvisatorischer Anlage ein zentrales Anliegen. www.christoph-eglhuber.de

Les Cornets Noirs

Gebhard David Zink
Patrick Sepec Violoncello
Bork-Frithjof Smith Zink
Matthias Spaeter Theorbe
Johannes Strobl Truhenorgel

Das Ensemble Les Cornets Noirs wurde 1997 von Gebhard David und Bork-Frithjof Smith gegründet. Das Hauptinteresse der Gruppe gilt der Solo- und Ensembleliteratur des namengebenden Instrumentes: Der Zink (ital. cornetto, frz. cornet), wegen seiner Lederumwicklung auch »schwarzer Zink« genannt, erlebte seine Blütezeit von der Mitte des 16. bis zum späten 17. Jahrhundert, besonders in Italien und Deutschland. In diesem zeitlichen und geographischen Rahmen findet das Ensemble ein spannendes, vielfach unbekanntes Repertoire vor.

Les Cornets Noirs sind Preisträger des concours musica antiqua beim Festival van Vlaanderen Brugge 2000. Das Ensemble konzertierte seither in der Schweiz, in Österreich, Deutschland, Tschechien, Polen, Luxemburg, den Niederlanden, Frankreich, Italien und Portugal sowohl mit eigenen Programmen als auch in Zusammenarbeit mit Vokalensembles in Aufführungen groß besetzter Musik des Frühbarock wie der Marienvesper von Claudio Monteverdi oder der Psalmen Davids von Heinrich Schütz.

2004 fand die erste CD von Les Cornets Noirs (»O dilectissime Jesu«, Motetten und Sonaten von Giovanni Legrenzi, Monika Mauch & Les Cornets Noirs, Edition Alte Musik ORF) bei Publikum und Presse große Zustimmung, ebenso die 2009 unter dem Titel »Echo & Risposta« bei audite erschienene Aufnahme mit doppelchöriger Instrumentalmusik des 17. Jahrhunderts (eingespielt in der Klosterkirche Muri mit den historischen Bossart-Orgeln von 1743) und die 2012 bei Raumklang veröffentlichte CD »Schätze aus Uppsala« (Musik aus der Düben-Sammlung, Wolf Matthias Friedrich & Les Cornets Noirs). Die gemeinsam mit dem Vokalensemble Cappella Murensis aufgenommene SACD »Polychoral Splendour" (mehrchörige Psalmen von Heinrich Schütz und Canzonen von Giovanni Gabrieli, audite 2012) wurde mit dem International Classical Music Award 2013 ausgezeichnet. 2016 haben die beiden Ensembles bei audite zwei weitere Aufnahmen herausgebracht. »Paradisi gloria« ist geistlicher Musik von Kaiser Leopold I. gewidmet, die andere CD der Missa in labore requies von Georg Muffat: Dieses monumentale Werk zu 24 Stimmen in fünf Chören findet in der Klosterkirche Muri mit ihren Musikemporen einen idealen Aufführungsort.

ensemble KONTRASTE

1990 in Nürnberg gegründet, setzte das eK von Beginn auf konzeptionelle Programme, unabhängig vom jeweils herrschenden Musikdiktat des Mainstream.
Das Rückgrat des Ensembles bildet die Konzertreihe in der Nürnberger Tafelhalle. Auf der steten Suche nach einem intensiven Konzerterlebnis, für Musiker wie Publikum, entwickelte das eK eine lebendige Vielfalt, die ihresgleichen sucht – mit Kammer- oder Ensemblemusik, klassisch oder zeitgenössisch, allein oder in Verbindung mit Schauspiel, Puppentheater, Videokunst, Film, Literatur, Bildender Kunst.

Das Rückgrat des eK-Programms bildet die Konzertreihe KONTRASTE – Klassik in der Tafelhalle. Unkonventionell wie der Spielort sind die Konzerte, mit eigener dramaturgischer Linie, alle Sparten des klassischen Musikangebots umfassend.
Das ensemble KONTRASTE begegnet in seiner künstlerischen Arbeit Altem mit Respekt und Neuem ohne Avantgarde-Attitüde. Zahlreiche Werke – vielfach in direkter Zusammenarbeit mit den Komponisten – beispielsweise von Heinz Winbeck, Martin Smolka, Klaus Ospald, Michael Obst, András Hamary, Leo Dick und Marcus Maria Reißenberger sind so entstanden.
Über die Nürnberger Konzerttätigkeit hinaus spielte das eK in vielen europäischen Metropolen und erhielt Einladungen zu renommierten Festivals: Wiener Festwochen, Schwetzinger Festspiele, Chopin-Festival Warschau, Berlinale, Salzburger Festspiele, Schleswig-Holstein-Musikfestival und Musikfest Nara in Japan.

Zahlreiche Preise würdigen die Arbeit des Ensembles: Wolfram-von-Eschenbach-Förderpreis (1999), Förderpreis der Ernst-von-Siemens-Musikstiftung (2000), Kultur-Förderpreis der Stadt Nürnberg (2004), Friedrich-Baur-Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste (2007), Kulturpreis der E.ON Bayern AG (2010) und Wolfram-von-Eschenbach-Preis (2015).

Daniel Gaede

Daniel Gaede studierte bei Thomas Brandis in Berlin, Max Rostal in der Schweiz und Josef Gingold in den USA und war Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes, des Deutschen Musikrates und des Abbado-Young-Musicians-Trust. Von 1994–2000 war er Konzertmeister bei den Wiener Philharmonikern. Seit Oktober 2000 ist er Professor an der Staatlichen Musikhochschule Nürnberg.

Er wurde mehrfach ausgezeichnet, national u.a. zweimal mit dem »Eduard Söring Preis«, Hamburg, und dem »Joseph Joachim Preis« der Akademie der Künste Berlin, international bei Wettbewerben, wie u.a. dem »Carl Flesch Wettbewerb« in London und »Artist International Competition« in New York.
Er konzertierte als Solist mit renommierten Orchestern wie Philharmonia Orchestra London, City of London Sinfonia, Polish Chamber Orchestra und Wiener Philharmoniker, und arbeitete hierbei mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Riccardo Muti und Michael Tilson Thomas zusammen. Seine solistische Konzerttätigkeit führte Gaede in viele bekannte Konzertsäle der Welt, wie beispielsweise: Royal Albert Hall in London, Barbican Hall London, Carnegie Hall in New York, Seoul Arts Center, Suntory Hall und Muza Kawasaki Symphony Hall in Tokyo, NCPA Beijing, Musikverein Wien und Berliner Philharmonie.
Daniel Gaede war Gast bei zahlreichen Festivals wie dem Mozartfest Würzburg, Schleswig Holstein Musikfestival, Rheingau Musik Festival, St. Moritz Musiktreffen, Kissinger Sommer, Klangbogen Wien, Lockenhaus, und dem Pacific Music Festival.
Eine rege kammermusikalische Tätigkeit brachte ihn u.a. mit Pascal Tortelier, Maria João Pires und Natalia Gutman zusammen. Bis 2003 war er Mitglied des Gaede-Trios, gründete mit der Pianistin Xuesu Liu und dem Cellisten Julius Berger das Klaviertrios »Cécile« und spielte zusammen mit Oliver Triendl, Volker Jakobsen und Gustav Rivinius im »Tammuz-Quartett«.

Zahlreiche CD-Einspielungen bei der Deutschen Grammophon, Octavia Records, CPO, Tacet, Largo und Sony begleiten seine Konzerttätigkeit. 2002 erhielt er den französischen »diapason d´or«.

Michael Gees

Mit drei Jahren ist das Klavier sein Lieblingsspielzeug, ab fünf bekommt er Unterricht, mit acht gewinnt er den Steinway-Wettbewerb und erhält ein Stipendium am Mozarteum Salzburg. Gefeiert als »Westfälischer Mozart«, studiert er an den Hochschulen in Wien und Detmold und es scheint, als stünde einer Pianistenkarriere nichts mehr im Wege.
Doch die Sehnsucht des begabten Kindes, die Welt der Klänge auf seine Art zu erforschen, sie immer wieder von Note zu Note gleichsam neu zu erfinden, statt Technik zu üben, ist stärker.

Das »Wunderkind« entflieht mit 15 Jahren dem Druck der vorgezeichneten Wettbewerbskarriere, läuft fort von Schule, Hochschule und Elternhaus, sorgt durch Gelegenheitsarbeiten für seinen Lebensunterhalt, jobbt als archäologischer Helfer und fährt zwei Jahre zur See.

1974 ergibt sich die Möglichkeit eines Studiums an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Er entwickelt auf individuellem Weg pianistische Fähigkeiten, komponiert, wird international als hervorragender Liedbegleiter bekannt und konzertiert weltweit.

Mit seinem Spiel lässt er eine lang vergessene Tradition wiederaufleben: das Werk mit extemporierten Anteilen auszuschmücken.

2001 eröffnet er das von ihm ins Leben gerufene Consol Theater. Hier werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeregt und ermutigt, eigene künstlerische Impulse zu entdecken und zu verwirklichen.

Beim eigenen Label kunstvereint, bei CPO und EMI sind etliche CDs mit Michael Gees erschienen. Seit 2007 ist er mit Challenge Classics verbunden. Die dort erschienene Schöne Müllerin (mit Christoph Prégardien) wurde 2009 mit dem MIDEM Classical Award ausgezeichnet und wurde zugleich Recording of the Year.

Michael Gees arbeitet an Solo-Recitals zwischen Tradition und Neuland, an Liederabenden und Melodramen sowie an Bühnenmusiken.

Daniel Gloger

Prägend für die künstlerische Arbeit des Countertenors Daniel Gloger ist die Suche nach neuen Klängen in der historischen Musik von der Renaissance bis zur Klassik sowie in der Musik der Gegenwart. Bereits während seines Gesangsstudiums bei Donald Litaker an der Musikhochschule Karlsruhe trat Daniel Gloger regelmäßig bei renommierten Festivals im In- und Ausland auf.

Nach dem Konzertexamen intensivierte er seine Beschäftigung mit zeitgenössischer Musik und insbesondere dem zeitgenössischen Musiktheater. Zu den herausragenden Arbeiten zählen hier die Titelrolle in Adriana Hölszkys Der gute Gott von Manhattan (Schwetzinger Festspiele, 2004 und Semperoper Dresden, 2005) und die Titelrolle in der Uraufführung von Bernhard Langs Montezuma - Fallender Adler (Nationaltheater Mannheim, 2010).
Vor dem Hintergrund seiner zahlreichen Erfahrungen als Solist im Musiktheater entwickelte Daniel Gloger 2013 schließlich das szenische Solo-Projekt NACKT.
In der Saison 2014/15 war der Countertenor bei den Wiener Festwochen und an der Elbphilharmonie Hamburg mit Bluthaus von Georg F. Haas zu Gast und sang an der Staatsoper in Berlin in den Lezioni di tenebra von Lucia Ronchetti sowie in Geschichte von Oscar Strasnoy.

Im Jahr 2016 tritt er bei den Schwetzinger Festspielen sowie am Staatstheater Darmstadt in der Uraufführung von Koma von Georg F. Haas auf und gastiert mit Strasnoys Hochzeitsvorbereitungen am Teatro Colón in Buenos Aires. 2017 wird ihn die Titelrolle in einer neuen Oper von Bernhard Lang erneut zu den Wiener Festwochen führen.

CD-Aufnahmen unter anderem mit dem Ensemble 2e2m Paris sowie zahlreiche Rundfunk-und CD-Aufnahmen mit den Neuen Vocalsolisten, deren Mitglied er seit 1993 ist, dokumentieren das vielfältige Repertoire von Daniel Gloger.

Peter Harvey

Nach Studien in Französisch und Deutsch am Magdalen College in Oxford studierte Peter Harvey Gesang an der Guildhall School of Music in London. Er ist erster Preisträger des Internationalen Liedwettbewerbs »Walther Gruner«, London, und gewann darüber hinaus den English Song Award und der Peter Pears Award.

Peter Harvey wirkte an der Gesamtaufnahme der Bach-Kantaten durch die English Baroque Soloists und den Monteverdi Choir unter der Leitung von Sir John Eliot Gardiner mit. In der gleichen Konstellation sang er anschließend auch den Christus in Bachs Johannes-Passion bei den BBC Proms. Als Solist arbeitete er eng mit dem Gabrieli Consort und Paul McCreesh zusammen, u. a. bei der mit einem Grammy Award ausgezeichneten Aufnahme von Haydns Schöpfung.

Peter Harvey ist Gründer und Leiter des Magdalena Consort, das sich auf die Musik Johann Sebastian Bachs spezialisiert hat und mit Konzerten in Großbritannien, Spanien, Deutschland sowie beim Festival in Cheltenham zu hören war. Peter Harveys Arbeit ist in einer umfangreichen Diskographie dokumentiert, darunter Aufnahmen der Requien von Mozart und Fauré, Bachs Weihnachtsoratorium und der h-Moll Messe, Schuberts Winterreise und Beethovens Schottische Lieder.

Mit Frieder Bernius verbindet Peter Harvey eine langjährige Zusammenarbeit, zuletzt bei der Einspielung von Bachs Matthäus-Passion, die im März 2016 erschien und mit dem pizzicato supersonic ausgezeichnet wurde.

Marie Heeschen

Marie Heeschen studierte an der Musikhochschule Lübeck bei Martin Hundelt, an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Prof. Christoph Prégardien und Prof. Lioba Braun und ist dort heute bei Prof. David Smeyers im Masterstudiengang für Interpretation Neue Musik eingeschrieben. Als Solistin hörte man sie in Konzerten des fränkischen Musiksommers, auf dem Oude Muziek Fest Utrecht und Bruge, Zeiträume Basel, als auch auf dem Acht-Brücken-Festival in Köln und im Rundfunk, wie dem WDR, SWR und DLF.

Sie ist Preisträgerin des Paula Salomon-Lindberg Lied-Wettbewerbs 2015 (2.Preis). Mit Ihrem Alte Musik Ensemble Paper Kite singt sie selten gehörte Werke des deutschen und italienischen Barock auf Grundlage der historischen Aufführungspraxis. Das Ensemble gewann den Biagio Marini Wettbewerb 2013 und den 2. Preis des Premio Selifa 2015. Auch in der Neuen Musik ist sie zu hören und arbeitete mit Komponisten wie Helmut Lachenmann und auch jungen Kollegen, wie Ricardo Eizirik, Julien Jamet oder Matthias Krüger.

Gemeinsam mit ihrem Ensemble BruCH spielte sie zeitgenössische Werke für den WDR ein und ist nächstes Jahr Stipendiatin des Deutschen Musikrats. Sie gastierte an der Oper Bonn als Berta in Rossini's Il Barbiere di Silviglia und am Musiktheater im Revier als Adele in Die Fledermaus. Seit dieser Spielzeit ist sie Ensemblemitglied der Oper Bonn.

Christoph Heidemann

Christoph Heidemann, geboren in Osnabrück, erhielt dort bei Hedwig Thierfelder seinen ersten Violinunterricht und studierte in Hannover bei Werner Heutling und Oscar C. Yatco. Er war unter anderem Konzertmeister der Jungen Deutschen Philharmonie, bevor er sich verstärkt dem Spiel auf der historischen Violine zuwandte. Meisterkurse bei Sigiswald Kuijken und Ingrid Seifert sowie die Zusammenarbeit mit dem Cembalisten Lajos Rovatkay prägten sein Streben nach einem klanglich intensiven und differenzierten Violinspiel.

Im Jahr 1992 gründete er das Barockorchester L’Arco Hannover, das er vom Konzertmeisterpult leitet und das im gesamten norddeutschen Raum einen hervorragenden Ruf genießt. Kammermusikalisch ist er auf dem Gebiet der Barockmusik im Ensemble La Ricordanza und für Musik der Klassik und frühen Romantik im Hoffmeisterquartett sowie im Trio Margaux (Klaviertrio) aktiv. Ebenfalls ist er ein gefragter Mitspieler bei Orchestern wie der Hannoverschen Hofkapelle oder dem Kleinen Konzert sowie bei der Hamburger Ratsmusik. Von all diesen Ensembles liegen zahlreiche CD-Einspielungen und Rundfunkmitschnitte vor.

Christoph Heidemann unterrichtet an der Musikhochschule Hannover das Fach Ensembleleitung und leitete bis zum Sommer 2008 an der dortigen Universität das studentische Collegium Musicum.

Er spielt – je nach Epoche – eine Violine nach Nicola Amati (barock) oder nach Giuseppe Antonio Guarneri (klassisch), die beide vom Geigenbauer Konrad Kohlert aus Poxdorf/Franken gefertigt wurden.

Gabriele Hierdeis

Mit ihrem breit gefächerten Repertoire ist Gabriele Hierdeis eine international gefragte Soprani­stin, deren Verpflichtungen sie nicht nur ins westeuropäische Ausland, sondern auch nach Russland, Ägypten, China sowie nach Nord- und Südamerika geführt haben. Durch zahlreiche Konzerte, Rundfunk- und CD-Aufnahmen mit renommierten Ensembles wie Musikpodium Stuttgart, Cantus Cölln, La Stagione Frankfurt (Ltg. M. Schneider), La Risonanza, Mailand (Ltg. F. Bonizzoni) und The New Bach Ensemble (Ltg. J. Rifkin) etablierte sich Gabriele Hierdeis bei vielen deutschen und internationalen Festivals als versierte Barockinter­pretin.

Ebenso engagiert setzt sich Gabriele Hierdeis für zeitgenössische Musik ein und hat z.B. mit dem Ensemble Modern sowie dem Klangforum Wien unter Leitung von Sylvain Cambreling, Beat Furrer, Bernhard Kontarsky, Frieder Bernius und Franck Ollu Werke von Stockhausen, Ligeti, Penderecki, Berio, Lachenmann und Furrer unter anderem ur- bzw. erstaufgeführt.
Für ihre ersten Opernengagements wurde sie an die Oper Frankfurt verpflichtet; danach folgten Theaterproduktionen am Schlosstheater Potsdam, im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth, im Rahmen der Schwetzinger Fest­spiele, des Festival d’Automne Paris, des Steirischen Herbsts und des New Yorker Lincoln Festivals.

Erfolgreiche CD–Einspielungen mit Gabriele Hierdeis liegen bei internationalen Labels wie harmonia mundi, Brilliant Classics, CPO u.a. vor.

Thomas Hobbs

In seiner noch jungen Karriere hat sich der englische Tenor Thomas Hobbs schon einen beachtlichen Namen gemacht. Er studierte vor seinem Wechsel an das Royal College of Music zunächst Geschichte. Neben dem Aufbau einer solistischen Karriere sang Thomas Hobbs in führenden englischen Vokalensembles wie The Cardinall's Musick, The Tallis Scholars, I Fagiolini oder The Sixteen.

Thomas Hobbs sang u.a. Bachs Passionen (Philippe Herreweghe) und h-Moll Messe (Helmuth Rilling), Monteverdis Marienvesper, Händel und Mozart mit dem Kammerchor Stuttgart (Frieder Bernius), Mozarts c-Moll Messe (Marcus Creed) oder Brittens Nocturne (Paul McCreesh) und Händels Joshua mit der Akademie für Alte Musik. Im Sommer 2009 war er Teilnehmer der Akademie beim Festival Aix-en-Provence und sang im Konzert mit der Camerata Salzburg unter Louis Langrée.
Nach seiner ersten Zusammenarbeit mit dem Collegium Vocale Gent wurde er sofort für weitere Projekte mit Philippe Herreweghe engagiert.
Hobbs‘ Diskographie erweitert sich ständig, beinhaltet bisher Bachs h-Moll Messe mit dem Collegium Vocale Gent und Dunedin Consort, Bachs Motteten, Leipziger Kantaten und das Weihnachtsoratorium mit dem CVG, Händel Acis et Galatea und Esther mit Dunedin Consort und Beethoven Messe in C mit dem Stuttgarter Kammerchor. Seine neuesten Aufnahmen, Händels Chandos Anthems mit Stephen Layton und dem Orchestra of the Age of Enlightenment und Mozarts Requiem mit John Butt und dem Dunedin Consort erfuhren weltweite Anerkennung: Letztere wurde 2014 mit dem Gramophone Award für die beste Choraufnahme ausgezeichnet.

Stefan Hussong

Stefan Hussong war Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes, des DAAD, der Akademie Schloss Solitude und der Kunststiftung Baden-Württemberg. 1987 erhielt er den ersten Preis beim International Gaudeamus Interpreters Competition für zeitgenössische Musik.

In der Kategorie »Bester Instrumentalist des Jahres« wurde Hussong 1999 der Echo Klassik Preis der Deutschen Phonoakademie verliehen. Seine bei DENON erschienene Solo-CD mit Werken von John Cage wurde im selben Jahr als »Best record of the year« ausgezeichnet. Mehr als 150 ihm gewidmete Werke wurden durch Stefan Hussong uraufgeführt, bislang über 40, – teilweise mehrfach prämierte – CD`s von ihm eingespielt.
Hussong konzertierte u.a. zusammen mit dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Ensemble Intercontemporain, den Berliner Philhamonikern, dem Seoul Symphonyorchestra, den Wiener Philharmonikern, dem National Taiwan Symphonyorchestra, Ensemble Modern, dem Rundfunk Symphonieorchester Saarbrücken und der Tokyo Shin Nippon Philharmonie.

Er ist Professor für Akkordeon und Kammermusik an der Musikhochschule Würzburg.

Christian Immler

Christian Immler begann seine musikalische Laufbahn im Tölzer Knabenchor, studierte später Gesang in München und Frankfurt und schloss seine Ausbildung mit dem Opernkurs an der Londoner Guildhall School of Music & Drama bei Prof. Rudolf Piernay ab. 2001 wurde Christian Immler mit dem ersten Preis des Concours Nadia et Lili Boulanger in Paris ausgezeichnet.

Kooperationen mit den größten Musikerpersönlichkeiten der Gegenwart belegen Christian Immlers internationales Renommee: mit Harnoncourt sang er die Matthäus-Passion im Musikverein Wien, im Boston Early Music Festival war er als Seneca in Poppea und Antinoo in Ulisse zu erleben und sang in Niobe (Steffani) an der Seite von Jaroussky und Gauvin. Mit Rameaus Castor et Pollux gastierte er an der Opéra Comique und musizierte mit Suzuki Bergen Beethovens 9. Sinfonie.
Wegbereiter für Christian Immlers internationale Karriere waren seine klangschöne Stimme und sein stilsicherer musikalischer Instinkt. Die Stimme ist beweglich, aber voluminös und spannt mühelos auch lange Legatobögen. Bach, Händel, Mozart und Haydn sind eine große Konstante in seinem Repertoire. Seine Stimme hat in den letzten Jahren viel an Klangtiefe gewonnen, so dass jetzt auch die Orchesterlieder von Mahler, das Brahms-Requiem oder verschiedene Werke von Mendelssohn, Schostakowitsch und Krenek feste Größen in seinem Konzertkalender geworden sind. Zahlreiche Konzerte mit Dirigenten wie Minkowski, Herreweghe, Bolton, Parrott, Harding, Corboz, Suzuki, Dantone, Antonini, van Veldhoven, Schönwandt, Montgomery, Rilling, Christophers, Christie, Savall, Pichon, Alarcón, Zagrosek, Reuss und Bernius bestimmen seinen Kalender, wie auch Einladungen zu wichtigen Festivals wie Salzburg, Luzern, BBC Proms, Vancouver, Bergen, Davos und Boston.
Die Freude an der szenischen Arbeit führt Christian Immler regelmäßig auf die Bühne großer Opernhäuser. So war er Gast an der Opéra Comique Paris, am Grand Théâtre Genf, beim Early Music Festival Boston, an der New Israeli Opera in Tel Aviv, der Wiener Kammeroper und am Teatro Colón in Buenos Aires. Als leidenschaftlicher Liedsänger war Christian Immler Gast der Wigmore Hall, der Royal Festival Hall, der Tonhalle Zürich, des Salzburger Mozarteums und der Frick Collection New York. Am Klavier wurde er begleitet von Pianisten wie Helmut Deutsch, Gérard Wyss, Georges Starobinski und Danny Driver.

Mehr als 40 vielfach preisgekrönte CD- und DVD-Produktionen mit Repertoire von Monteverdi bis Zemlinsky dokumentieren sein künstlerisches Schaffen. Bereits die erste Solo-CD mit Helmut Deutsch wurde u.a. mit dem »Diapason Decouverte« und dem »Diamant d'Opéra« gewürdigt. Von Immlers Liebe zum Lied zeugen sieben neue CD-Aufnahmen. Beachtenswert sind auch aktuelle Aufnahmen der Johannes-Passion mit Minkowski und des Weihnachtsoratorium mit dem Kammerorchester Basel auf DVD.

In naher Zukunft wird Immler Beethovens Missa solemnis mit Kent Nagano und dem Montréal Symphony Orchester aufführen. Christian Immler ist Professor für Gesang an der Musikhochschule Lausanne/Fribourg.

Kammerchor der Universität Erlangen-Nürnberg

Der Kammerchor der Universität Erlangen-Nürnberg wurde 2003 von Julian Christoph Tölle bewusst als kleines Vokalensemble gegründet mit der klaren Perspektive, Hochleistung anzustreben.

Unter seiner Leitung entwickelte sich das Ensemble rasch zu einem äußerst leistungsfähigen Klangkörper, der sowohl geistliche als auch weltliche Literatur aller Epochen und Stilrichtungen auf höchstem künstlerischem Niveau interpretiert und durch seine jugendliche Ausstrahlung und seine außergewöhnlich klaren Stimmen besticht. Die Chormusik des 20. Jahrhunderts bildet inzwischen einen der Schwerpunkte.
Die 18 Sängerinnen und Sänger wurden seit 2005 immer wieder vom Staatstheater Nürnberg für besondere Choraufgaben engagiert. Neben viel beachteten Konzerten innerhalb der Universität und der Metropolregion kooperierte das junge Ensemble häufig mit dem Hans-Sachs-Chor . Mit ihm zusammen wurden beispielsweise sämtliche Elgar-Oratorien aufgeführt und 2012 eine viel beachtete Messiaen-Produktion innerhalb der Internationalen Orgelwoche Nürnberg (ION) realisiert. Der Kammerchor gestaltet seit 2013 außergewöhnliche Konzertprojekte im Rahmen des Fränkischen Sommers.

Kammerchor Stuttgart

In den über 45 Jahren seines Bestehens hat Frieder Bernius den Kammerchor Stuttgart zu einer von Publikum und Presse gefeierten Ausnahmeerscheinung geformt. Das Repertoire des Chores reicht vom 17. bis zum 21. Jahrhundert. »Kein Superlativ ist verschwendet, um diesen Chor zu rühmen«, schrieb die ZEIT.

Der Chor errang 1982 den ersten Preis beim 1. Deutschen Chorwettbewerb und wird seitdem zu allen wichtigen europäischen Festivals eingeladen. Seine weltweite Reputation dokumentieren wiederholte Einladungen zum Weltsymposium für Chormusik ebenso wie Tourneen nach Asien, Nord- und Südamerika.

Im Rahmen der internationalen Kulturbeziehungen der Bundesrepublik sowie Baden-Württembergs gilt der Chor als Aushängeschild seines Landes. Als solches führt er regelmäßig Kooperations- und Austauschprojekte mit Orchestern in Kanada, Polen, Israel und Ungarn durch.

Rita Kaufmann

Rita Kaufmann studierte nach dem Abitur Klavier an der Universität Mozarteum Salzburg und Liedbegleitung und Kammermusik an der Royal Academy of Music in London. Beide Studien schloss sie mit Auszeichnung ab. Ein erstes Festengagement führte sie ans Theater Regensburg. Seit 2004 ist sie am Staatstheater Nürnberg engagiert, zunächst als Solorepetitorin, seit 2008 als Studienleiterin. Hier konnte sie sich neben der Erarbeitung eines großen Opernrepertoires auch immer wieder ihrer Passion für das Lied und die Kammermusik widmen.

Als Liedbegleiterin und Kammermusikpartnerin war sie in den letzten Jahren regelmäßig beim Internationalen Kammermusikfestival Nürnberg und beim Festival Fränkischer Sommer zu Gast. Musikalische Assistenzen für Opernproduktionen führten sie nach Lissabon (Das Rheingold) und San Diego (Der Rosenkavalier). Solistisch war Rita Kaufmann 2011 in den Produktionen des Balletts des Staatstheater Nürnberg Vasos Communicantes mit Solostücken von Johann Sebastian Bach sowie 2013 in Faust mit Musik von Lera Auerbach auf der Bühne zu erleben.
Seit 2003 wird sie wiederholt zu Meisterkursen für Lied- und Operngestaltung am China Conservatory of Music, Peking, eingeladen.

Im Jahr 2016 wurde sie von der Royal Academy of Music zur ARAM (Associate of the Royal Academy of Music) ernannt hat.

Svetlana Klimova

Jan Kobow

Der in Berlin geborene Tenor Jan Kobow ist der Musikwelt seit seinem ersten Preis beim Leipziger Bachwettbewerb 1998 ein Begriff und hat sich seitdem insbesondere als Interpret von Barockmusik international einen Namen gemacht. Einladungen in viele Länder zeugen davon, u.a. von Masaaki Suzuki, John  Eliot Gardiner, Sigiswald Kuijken, Philippe Herreweghe, Nicolaus Harnoncourt, Lars Ulrik Mortensen, Frans Brüggen, Jos van Immerseel, Philippe Pierlot etc..

Jan Kobow hat als Solist bei ca. 100 CD-Aufnahmen mitgewirkt und schon neun Soloalben aufgenommen, u.a. die drei Liederzyklen Schuberts (mit Kristian Bezuidenhout und Christoph Hammer), aber auch Lieder von Mendelssohn, Seckendorff, Johann Krieger, Carl Loewe, John Dowland sowie weitere Schubertlieder u.a. mit Pianisten wie Cord Garben oder Ludger Rémy.
Zuletzt erschien u.a. die Einspielung mit der Evangelistenpartie der Markuspassion von Reinhard Keiser und die von der Presse sehr positiv aufgenommene Schubert-Wintereise in Originalversion. Viele Standardwerke wie Haydns Schöpfung und Jahreszeiten, Bachs Weihnachtsoratorium, Johannespassion und h-Moll-Messe liegen teilweise in unterschiedlichen Versionen auf CD vor.

Jan Kobow ist schon bei diversen Barockopernproduktionen aufgetreten, u.a. im Theatre de la Monnaie in Brüssel oder im New Yorker Lincoln Center, und verkörperte zuletzt mit großem Erfolg die Titelpartie der Oper von Boxberg im Wilhelma-Theater in Stuttgart, die bereits auf CD erschienen ist.
Besonders beliebt beim Publikum ist er in Buffo-Partien, was  seine Einspielung der Operette Die Blaue Mazur von Léhar dokumentiert oder auch Ariadne von Conradi.

Als Liedsänger unternimmt er Tournéen durch deutsche Städte wie Münster, Oldenburg, Bremen mit Schuberts Winterreise zusammen mit Christoph Hammer.

Auch als Ensemblesänger hat er einen hervorragenden Ruf und ist Gründungsmitglied des Vokalensembles Die Himlische Cantorey mit der bereits zahlreiche CDs erschienen sind. Weitere Mitwirkungen mit Gli Angeli Geneve, Weser-Renaissance, Collegium Vocale Gent etc. sind ebenfalls auf Aufnahmen dokumentiert. In Kürze erscheint in diesem Bereich Johann Hermann Scheins Israelsbrünnlein auf CD.

In der Saison 2015/2016 nahm er zusammen mit Dorothée Mields in einem Duettprogramm an der Ansbacher Bachwoche und den Thüringer Bachwochen teil, trat auf dem Oude Muziek Festival in Utrecht auf und sang Haydns Sieben letzte Worte mit Janine Jansen & Friends beim Musikfest Bremen. Weitere Höhepunkte waren Konzerte bei den Telemann-Tagen Magdeburg, der Beethovenwoche Bonn und der Bachakademie Stuttgart.
Konzerte und Liederabende bei den Festivals Fränkischer Sommer (Wandelkonzerte auf Schloss Seehaus) und Musica Franconia unterstreichen seine vielfältige sängerische Tätigkeit in Bayern.

In seinem Wohnort Schloss Seehaus ist er Gastgeber einer kleinen Konzertreihe und gibt sein sängerisches Wissen bei Meisterkursen weiter.

Nora Koch

Nora Koch erhielt mit sechs Jahren den ersten Klavierunterricht. Mit 14 Jahren begann sie ihre Ausbildung in den Fächern Harfe und Klavier an der Hochschule für Musik »Felix Mendelssohn Bartholdy« in Leipzig und studierte dort in den Harfenklassen von Margarethe Kügler-Kluvetasch und Prof. Max Koch, Soloharfenist des Gewandhauses zu Leipzig. 1991 legte sie ihr Konzertexamen mit Auszeichnung ab. Sie ergänzte ihr Studium mit Meisterklassen bei Alice Giles (Australien) und Susann McDonald (USA).
Mit 17 Jahren debütierte sie als Solistin im Gewandhaus zu Leipzig und begann parallel zu ihrem Studium eine vierjährige Substitutentätigkeit in der Soloposition am Gewandhausorchester. 1991 wurde sie mit 21 Jahren Soloharfenistin der Dresdner Philharmonie.

Auf Einladung Claudio Abbados gastierte Nora Koch seit 1993 bei den Berliner Philharmonikern. Sie wirkte bei Konzerten in Berlin u.a. in der Waldbühne, zu den Salzburger Festspielen, bei CD-Produktionen und Tourneen durch Europäische Musikzentren mit. Sie arbeitete mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Sir Georg Solti, Pierre Boulez, Kurt Masur und Juri Temirkanow. Konzertreisen als Solistin führten sie u.a. durch Europa, Israel und Südamerika.

Seit 1999 unterrichtet sie im Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig, seit 2011 auch an der Hochschule für Musik, dem Landesgymnasium »Carl Maria von Weber« und der »Hochschule für Kirchenmusik« in Dresden.

Neben zahlreichen Produktionen für Rundfunk und Fernsehen erschienen folgende CD-Einspielungen bei »Berlin Classics«: »Clair de Lune« Virtuose Musik für Harfe, »Arabesque« Musik für Harfe und Violine (mit Wolfgang Hentrich – Violine), »An die ferne Geliebte« Lieder für Countertenor und Harfe (mit Axel Köhler – Altus).

Xuesu Liu

Xuesu Liu wurde in einer Musikerfamilie in Xi´an in der Volksrepublik China geboren und erhielt ihren ersten Klavierunterricht im Alter von sechs Jahren.
Von 1978–1984 besuchte sie die Spezialschule der Zentralen Musikhochschule Beijing und erhielt Unterricht von Frau Prof. Chen Huisu. Nach ihrem Abschluss mit Auszeichnung begann sie ihr Vollstudium bei Frau Prof. Bao Huiqiao, das sie bis 1987 fortführte. 1987 kam sie nach Berlin und schloss ihr Studium bei Prof. Klaus Hellwig an der Hochschule der Künste Berlin ab.

Mit ihrer Konzerttätigkeit begann Xuesu Liu schon in jungen Jahren in China. Nach ihrer Übersiedlung nach Deutschland debütierte sie als Solistin im großen Saal der Berliner Philharmonie. Mittlerweile ist sie als Solistin und Kammermusikerin in vielen Ländern Europas, in den USA und in Asien aufgetreten, Rundfunk- und CD-Produktionen, sowie Fernsehauftritte beim NDR und ARD kamen hinzu. Ihr Spiel wurde von der Fachpresse sehr positiv aufgenommen. So schrieb z.B. »Image Hifi«: »...ein Klavierklang, wie man ihn offener und farbiger selten gehört hat.«
Xuesu Liu war Gast bei zahlreichen Festivals, wie u.a.: Beijing International Music Festival (BIMFA), Allegro Vivo, Asiago Music Festival, Eckelshausener Musiktage.
Zu Ihren Kammermusikpartnern zählen Ib Hausmann, das Gaede-Trio, Patrick Demenga, Yibing Chu und Mitglieder der Berliner und der Wiener Philharmoniker.

Stanko Madic

Stanko Madic, geboren 1984 in Belgrad, begann im Alter von sieben Jahren mit dem Violinespiel. Seine Lehrer waren Prof. Robert Toskov, Prof. Dejan Mihailovic und Prof. Igor Malinovsky. Mit nur 14 Jahren wurde er an der Musikakademie in Belgrad aufgenommen, wo er im Juni 2002 als Jahrgangsbester seinen Abschluss machte. Dem folgte ein Master-Studiengang an der Musikakademie in Novi Sad bei Prof. Dejan Mihalovic. 2012 absolvierte er die Meisterklasse bei Prof. Igor Malinovsky an der Hochschule für Musik Karl Maria von Weber in Dresden. Meisterkurse belegte er u.a. bei Midori, Leonid Peisahov und Dejan Mihailovic. Von 2004 bis 2008 war er Lehrbeauftragter an der Musikakademie in N. Sad, Serbien. Von 2008 bis 2011 war er bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden engagiert.

Stanko Madic nahm an zahlreichen internationalen Wettbewerben teil und wurde mehrfach mit ersten Preisen und Sonderpreisen ausgezeichnet.

Stanko Madic konzertierte solistisch u.a. mit Symphonieorchestern wie dem Belgrade Philharmonic Orchestra, St. George Royal Strings, Bremer Philharmoniker, Kapellsolisten Dresden, Johannesburg Philharmonic Orchestra und dem Saint-Malo Orchestra.

Neben seiner Tätigkeit als Solist liegt ihm die Kammermusik sehr am Herzen. Er ist Primus des Violintrios Sonore und des Klaviertrios Energico, welches den dritten Preis des Internationalen Klaviertrio-Wettbewerbs in Paris und den zweiten Preis des Peter-Konjovic-Wettbewerbs in Belgrad gewann. Er arbeitet u.a. mit den Pianisten Pieter Jacobs, Mirjana Rajic. Seit September 2011 ist er Erster Konzertmeister der Staatsphilharmonie Nürnberg.

Domen Marincic

Domen Marinčič studierte bei Hartwig Groth in Nürnberg und bei Philippe Pierlot an der Hochschule für Musik Trossingen. Er erhielt auch ein Diplom im Hauptfach Cembalo bei Carsten Lohff und absolvierte ein Aufbaustudium für Generalbass bei Alberto Rinaldi. 1997 und 2000 gewann er Preise beim Internationalen Bach-Abel Wettbewerb in Köthen.

Einige Jahre war er Mitglied des Ricercar Consort Belgien und gründete 2005 das slowenische Ensemble für Alte Musik musica cubicularis. Seit der Gründung wirkt er mit bei Joel Frederiksens Ensemble Phoenix Munich und spielt seit vielen Jahren regelmäßig mit dem Blockflötisten Stefan Temmingh.
Darüber hinaus arbeitet er mit Musikern wie Manfredo Kraemer, Emma Kirkby, Pino De Vittorio, William Dongois, Edoardo Torbianelli und Dan Laurin. Er ist an etwa dreißig CD-Produktionen beteiligt für Labels wie Accent, Aeolus, BIS, Harmonia Mundi France, Oehms Classics und Sony. Von 2005 bis 2010 unterrichtete er an der Abteilung für Musikwissenschaft der Universität Ljubljana. Für Aufführungen und Notenausgaben rekonstruierte er fehlende Stimmen zahlreicher unvollständig erhaltener Werke des 16. bis 18. Jahrhunderts.

Heidi Elisabeth Meier

Heidi Elisabeth Meier studierte Konzert- und Operngesang an der Hochschule für Musik und Theater in München und schloss ihr Studium mit dem Meisterklassendiplom ab. Noch im letzten Jahr des Studiums debütierte sie am Münchner Gärtnerplatztheater. Sie war Solistin in den Ensembles des Theater Freiburg und am Staatstheater Nürnberg, seit der Spielzeit 2012/13 ist sie an der Deutschen Oper am Rhein, Düsseldorf/Duisburg engagiert.

Als lyrischer Koloratursopran sang sie u. a. Donizettis Lucia di Lammermoor, die Olympia in Hoffmanns Erzählungen, die Musetta in Puccinis La Bohème, in Verdis Rigoletto die Gilda und die Gretel in Humperdincks Märchenoper. Ihr großes Mozartrepertoire erstreckt sich von Susanna und Sandrina über Pamina hin zu Konstanze und der Königin der Nacht, die sie außer an den eigenen Häusern auch als Gast am Aalto-Theater Essen, an der Oper Frankfurt/Main, beim Mozartfest am MainfrankenTheaterWürzburg, am Badischen Staatstheater Karlsruhe, an der Komischen Oper Berlin, den Theatern Bremen, Chemnitz, Brandenburg und Bonn und am Staatstheater am Gärtnerplatz in München sang. Darüber hinaus glänzte sie mit Partien in Opern von Richard Strauss. So gastierte sie u.a. in Hongkong beim dortigen Symphony Orchestra mit der Sophie aus Der Rosenkavalier und begeisterte in Nürnberg mit der Paraderolle der Zerbinetta in Ariadne auf Naxos. Ebenso stilsicher bewegt sie sich auf dem Gebiet der Barockmusik, z. B. als Romilda in Händels Xerxes in Düsseldorf unter der Leitung von Konrad Junghänel und bei mehreren Opern-Uraufführungen wie Das Holzschiff von Detlef Glanert am Staatstheater Nürnberg und Vom Mädchen, das nicht schlafen wollte von Marius Felix Lange an der Deutschen Oper am Rhein.

Heidi Meiers Konzerttätigkeit umfasst das ganze „klassische” Repertoire von Bach – u. a. mit dem Dresdner Kreuzchor – bis hin zu zeitgenössischer Musik, was zu einer CD-Produktion von Schönbergs Jakobsleiter mit dem Deutschen Symphonie Orchester unter Kent Nagano und zur Teilnahme am Lucerne Festival in der Schweiz führte, sowie zu wiederholten Einladungen bei nationalen und internationalen Orchestern wie z. B. dem Royal Scottish National Orchestra, den Tschechischen Philharmonien Prag und Brünn, dem NDR Hannover, den Bochumer und Düsseldorfer Symphonikern, zum Charlotte Symphony Orchestra in die USA und zum Osaka Festival nach Japan mit Dirigenten wie Edo de Vaardt, Adam Fischer, Zdenĕk Mácal, Eiji Oue und Sir Neville Marriner. Im Bereich Lied/Kammermusik ist sie Partnerin des Linos Ensemble und des ensemble KONTRASTE, wo sie u.a. bei Liederabenden in der Nürnberger Tafelhalle Korngolds Lieder op. 22 in einer Bearbeitung von Andreas Tarkmann uraufführte.

Die Sängerin gewann 2003 den Anneliese-Rothenberger-Wettbewerb und wurde 2009 mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet. Der Deutschlandfunk ernannte sie zur Sängerin des Jahres 2010.

Dorothee Mields

Dorothee Mields ist eine der führenden Interpretinnen für die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts und wird von Publikum und Presse besonders für ihr einzigartiges Timbre und ihre berührenden Interpretationen geliebt.
Ihre makellose Technik und die schwerelose Klarheit ihrer Stimme prädestinieren sie ebenso für die Werke zeitgenössischer Komponisten wie Beat Furrer, Gérard Grisey, Hans Werner Henze und Pierre Boulez.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet Dorothee Mields mit dem Collegium Vocale Gent, der Nederlandse Bachvereiniging, dem L’Orfeo Barockorchester, dem Freiburger Barockorchester, dem RIAS Kammerchor, dem Bach Collegium Japan, dem Orchestra of the 18th Century, der Lautten Compagney, der Tafelmusik Baroque Orchestra Toronto und dem Klangforum Wien, sowie mit Dirigenten wie Stefan Asbury, Beat Furrer, Paul Goodwin, Philippe Herreweghe, Gustav Leonhardt, Emilio Pomàrico, Hans-Christoph Rademann, Masaaki Suzuki und Jos van Veldhoven.
Dorothee Mields ist gern gesehener Gast internationaler Festspiele wie Bachfest Leipzig, Wartburgkonzerte Eisenach, Suntory Music Foundation Festival in Japan, Boston Early Music Festival, Festival van Vlaanderen, Wiener Festwochen, Händel-Festspiele Halle, Musikfestspiele Potsdam, Styriarte Graz, Les Académies Musicales de Saintes, Niedersächsische Musiktage und Musikfest Bremen.
Ein wichtiger Bereich ihres künstlerischen Schaffens sind Solo- und Kammermusikprojekte wie z.B. »Lord Nelson am Nil« worin die Seeschlachten von Lord Nelson musikalisch rezipiert werden, »White as Lillies was her Face« mit Liedern von John Dowland und Texten von Heinrich Heine, »Mort exquise, mort parfumée« mit Werken französischer Impressionisten, oder ihr Programm »Duft und Wahnsinn« mit Hille Perl und Lee Santana.
Eine stetig wachsende Diskographie mit etlichen preisgekrönten Aufnahmen dokumentiert ihr künstlerisches Schaffen. Wichtige aktuelle Konzertprojekte umfassen Auftritte mit Stefan Temmingh beim Festival Rheinvokal und den Ittinger Pfingstkonzerten, mit der Lautten Compagney u.a. bei den Brandenburgischen Sommerkonzerten und mit Collegium Vocale Gent u.a. bei der Ruhrtriennale, sowie Konzerte mit dem Freiburger Barockorchester und der Akademie für Alte Musik Berlin. Eine Tournee mit der Wiener Akademie führte sie im Frühjahr 2016 in die USA und nach Kanada, wo sie weitere Konzerte mit Early Music Vancouver und mit Tafelmusik Toronto sang.

Nils Mönkemeyer

Künstlerische Brillanz und innovative Programmgestaltung sind das Markenzeichen, mit dem Nils Mönkemeyer sich in kurzer Zeit als einer der »international erfolgreichsten Bratschisten« (Harald Eggebrecht, Süddeutsche Zeitung) profiliert und der Bratsche zu enormer Aufmerksamkeit verholfen hat.

Als Exklusiv-Künstler bei Sony Classical brachte er in den letzten Jahren zahlreiche CDs heraus, die alle von der Presse hoch gelobt und mit Preisen ausgezeichnet wurden. In seinen Programmen spannt Mönkemeyer den Bogen von Entdeckungen und Ersteinspielungen originärer Bratschenliteratur des 18. Jahrhunderts bis hin zur Moderne und zu Eigenbearbeitungen.
Seit 2011 ist Mönkemeyer Professor an der Hochschule für Musik und Theater München, an der er selbst einmal bei Hariolf Schlichtig studiert hatte. Vorherige Stationen waren eine zweijährige Professur an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden und eine Assistenzprofessur an der Escuela Superior Musica Reina Sofia Madrid.

Nils Mönkemeyer arbeitet mit Dirigenten wie Mario Venzago, Markus Stenz, Sylvain Cambreling, Mark Minkowski, Michail Jurowski, Christopher Hogwood, Michael Sanderling, Karl-Heinz Steffens oder Simone Young zusammen und konzertiert auf internationalen Podien wie der Londoner Wigmore Hall, dem Wiener Musikverein, dem Bozar in Brüssel, der Berliner Philharmonie, der Kölner Philharmonie, dem Gewandhaus Leipzig, der Laeiszhalle Hamburg, der Alten Oper Frankfurt, an den Konzerthäusern in München, Dresden, Baden- Baden, Düsseldorf, Stuttgart und Bremen sowie bei zahlreichen Festivals. Aktuell ist er 360°-Künstler bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, Artist-in-Residence des Festival International Echternach sowie des Philharmonischen Orchesters Heidelberg.
In der Saison 15/16 ist Nils Mönkemeyer u.a. beim Tonhalle- Orchester Zürich, beim Helsinki Philharmonic Orchestra, bei Les Musiciens du Louvre, beim MDR Sinfonieorchester, bei der NDR Radiophilharmonie, der Staatskapelle Weimar, den Philharmonikern Hamburg, den Düsseldorfer Symphonikern und den Berliner Barocksolisten zu Gast.
Seine kammermusikalischen Projekte – das Trio mit Sabine Meyer und William Youn, das Julia Fischer Quartett, sein Duo mit William Youn, sein Projekt Barroco Espanol, u.a. – führten ihn u.a. zu zahlreichen Festivals: Menuhin Festival Gstaad, Mozartwoche Salzburg, Schubertiade Hohenems, Heidelberger Frühling, Kissinger Sommer, Musikfest Stuttgart, Audi Sommerkonzerte, Schleswig Holstein Musikfestival, Festspiele Mecklenburg Vorpommern, zudem nach Taiwan, Korea, in die BeNeLux-Staaten und in Konzerthäuser wie die Glocke Bremen, die Tonhalle Düsseldorf, das Konserthuset Göteborg, das Concertgebouw Amsterdam, die Tonhalle Zürich oder die Philharmonie Berlin.

Nils Mönkemeyer spielt eine Bratsche aus der Werkstatt des Münchner Geigenbauers Peter Erben.

Daniel Müller-Schott

»The magnetic young German cellist Daniel Müller-Schott administered a dose of adrenaline ... a fearless player with technique to burn ... But even more impressive were his gorgeous, plush tone and his meticulous attention to expression.« The New York Times

Daniel Müller-Schott zählt heute zu den weltbesten Cellisten und ist auf allen wichtigen internationalen Konzertpodien zu hören. Seit zwei Jahrzehnten begeistert er sein Publikum mit kraftvollen Interpretationen und vereint technische Brillanz mit großem intellektuellem und emotionalem Verständnis.

Daniel Müller-Schott gastiert bei international bedeutenden Orchestern; u.a. bei den Berliner Philharmonikern unter Alan Gilbert, beim New York Philharmonic und dem Boston Symphony Orchestra unter Charles Dutoit oder den Münchner Philharmonikern unter Lorin Maazel.
Darüber hinaus ist er regelmäßig Gast bei Klangkörpern wie dem City of Birmingham Symphony Orchestra, Philharmonia Orchestra, London Philharmonic Orchestra, Gewandhausorchester Leipzig, den Radio-Orchestern von Berlin, München, Frankfurt, Stuttgart und Hamburg, oder in den USA mit den Orchestern in Cleveland, Chicago und Philadelphia. In Asien arbeitete er mit dem NHK Symphony Orchestra, dem National Symphony Orchestra Taiwan und dem Seoul Philharmonic. Er konzertierte unter Dirigenten wie Christoph Eschenbach, Iván Fischer, Bernard Haitink, Jakub Hrůša, Pietari Inkinen, Neeme Järvi, Jun Märkl, Andris Nelsons, Gianandrea Noseda und Kurt Masur sowie Sakari Oramo, Vasily Petrenko, André Previn, Michael Sanderling, Jukka-Pekka Saraste und Krzysztof Urbański.

Darüber hinaus ist Daniel Müller-Schott bei vielen großen Musikfestivals regelmäßig zu Gast, u.a. bei den Londoner Proms, der Schubertiade, Schleswig-Holstein, Rheingau, Schwetzingen, Mecklenburg-Vorpommern, beim Heidelberger Frühling, sowie in den USA bei Festivals in Tanglewood, Ravinia und Hollywood Bowl in Los Angeles.
Neben der Aufführung der großen Cellokonzerte ist Daniel Müller-Schott die Entdeckung unbekannter Werke und die Erweiterung des Cello-Repertoires ein besonderes Anliegen – Sir André Previn und Peter Ruzicka haben ihm Cellokonzerte gewidmet. Höhepunkte der Saison 2015/16: Konzerte mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter Dmitrij Kitajenko, dem Tonhalle Orchester Zürich unter Lionel Bringuier, Sydney Symphony Orchestra unter Charles Dutoit, Rotterdam Philharmonic Orchestra unter Sir Marc Elder und eine Tournee nach Deutschland, Polen und Spanien mit dem National Symphony Orchestra Washington unter Christoph Eschenbach, außerdem Kammerkonzerte unter anderem mit dem Quatuor Ebene, Igor Levit, Francesco Piemontesi, Lauma Skride, Baiba Skride und Alina Pogostkina auf der Agenda.

Daniel Müller-Schott, Träger des ihm 2013 von der Anne-Sophie Mutter Stiftung verliehenen Aida Stucki Preises, studierte bei Walter Nothas, Heinrich Schiff und Steven Isserlis und erhielt schon früh persönliche Unterstützung von Anne-Sophie Mutter innerhalb ihrer Stiftung. Durch diese Förderung erhielt Daniel Müller-Schott ein Jahr bei Mstislaw Rostropowitsch privaten Unterricht. Mit fünfzehn Jahren machte Müller-Schott international Furore durch den Gewinn des Ersten Preises beim Internationalen Tschaikowsky Wettbewerb für junge Musiker 1992 in Moskau.
Die vielseitige Diskographie Müller-Schotts wurde 2015 mit einer Einspielung der Cellosonaten von Prokofieff, Britten und Schostakowitsch mit Francesco Piemontesi für ORFEO erweitert. Zuvor spielte er gemeinsam mit dem NDR Sinfonieorchester unter Michael Sanderling das in der Celloliteratur herausragende Konzert von Antonίn Dvořák ein.

Daniel Müller-Schott spielt das 'Ex Shapiro' Matteo Goffriller Cello, gefertigt in Venedig 1727.

NeoBarock

Volker Möller Violine
Maren Ries Viola
Ariane Spiegel Violoncello

»Wir können und wollen längst vergangene Epochen nicht kopieren. Unsere Forschungen, das Quellenstudium und auch unsere Barockinstrumente sind kein Selbstzweck, sie sind unsere Werkzeuge.«

So transportiert NeoBarock mit Sachverstand und wissenschaftlicher Akribie, vor allem aber »mit expressiver Leidenschaft, mit Herzblut getränkter Lebenslust und Sinnlichkeit« (Südkurier, Deutschland) die Alte Musik unmittelbar ins Hier und Jetzt und lässt dabei die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart verschwinden. NeoBarock – das ist Barockmusik am Puls unserer Zeit, neu erlebt und erfühlt für Menschen von heute. Der Erfolg gibt der Gruppe recht: In wenigen Jahren hat sich NeoBarock mit fesselnden Interpretationen, die Leidenschaft, Perfektion und Virtuosität vereinen, den Ruf als exzellenter Interpret außergewöhnlicher Programme erspielt und zählt zu den Spitzenformationen seiner Art. Atemberaubende Spielfreude, faszinierendes Zusammenspiel sowie klangliche Homogenität und Intensität machen das Erlebnis NeoBarock einzigartig. Mit exklusiven und dramaturgisch stringenten Konzertprogrammen ist NeoBarock gefeierter Gast auf den europäischen Bühnen und zahlreicher renommierter Festivals. Rundfunkproduktionen und Konzertmitschnitte werden regelmäßig von nationalen und internationalen Rundfunkanstalten übertragen.
In den vielbeachteten und u. a. mit dem ECHO Klassik ausgezeichneten CD-Einspielungen für das Label ambitus hat sich NeoBarock wiederholt mit Johann Sebastian Bach und seinem Umfeld beschäftigt. »Die stilistisch brillanten, dynamischen und leidenschaftlichen Auftritte von NeoBarock nehmen in der Bach-Interpretation des 21. Jahrhunderts eine wegweisende Spitzenposition ein.« (The Huffington Post, USA)

L’Orfeo Barockorchester

Michi Gaigg

Seit zwei Jahrzehnten gehört das L’Orfeo Barockorchester zu den markantesten Stimmen in der Alten Musik. Für die Neue Zürcher Zeitung besitzt das international besetzte Ensemble rund um die Orchestergründerin und Dirigentin Michi Gaigg jenen »individuellen Charakter abseits globalisierter Einheitsklanglichkeit«, der auf ein fruchtbares Zusammenwirken unterschiedlicher musikalischer Wurzeln zurückzuführen ist. Lebendigkeit des Musizierens, Kontinuität und ein Ensemblegeist, der auch große Lust auf Neues in sich trägt, sind die Basis, auf der Michi Gaigg ihre als farbenreich, klangsinnlich wie temperamentvoll beschriebene Handschrift entwickelt.
2016 feiert das international erfolgreiche österreichische Orchester mit Sitz in Linz seinen 20. Geburtstag.

Seine umfangreiche Diskographie, darunter einige Opern- und Ersteinspielungen, wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. von Diapason, Le Monde de la Musique, BBC Music Magazine, Gramophone (»Editor’s Choice«), Fono Forum, Pizzicato (Supersonic Award), ORF Radio Österreich 1 (Pasticcio-Preis) und mit dem Deutschen Musikpreis Echo Klassik.

L’Orfeo begeistert auch als Opernorchester, wie zuletzt mit dem Singspiel Die verstellte Gärtnerin oder der Azione sacra Betulia liberata von W. A. Mozart und Pigmalion & Anacréon , zwei Actes de ballet von Jean-Philippe Rameau. Christoph Willibald Glucks und Georg Philipp Telemanns Vertonungen des Orpheus-Mythos kamen ebenso auf die Bühne wie des letzteren im Persien des 18. Jahrhunderts angesiedelte Miriways, Joseph Haydns Die wüste Insel, das Mozart-Singspiel Zaide, Georg Anton Bendas Romeo und Julie und eine Trilogie früher Operneinakter von Gioachino Rossini (darunter La scala di seta). Weiterhin realisierte L’Orfeo mit Götz-Friedrich-Preisträger Benjamin Schad das spartenübergreifende Bühnenprojekt Die Kunst des Monsieur de Jélyotte – Suiten und Arien für Pierre Jélyotte von Jean-Philippe Rameau, zeitgenössischer Tanz inklusive.

Opernproduktion 2015: Die verstellte Gärtnerin von W. A. Mozart (Singspielfassung des Dramma giocoso La finta giardiniera KV 196)

Stationen in letzter Zeit: Salzburger Festspiele, Lucerne Festival, Beethovenfest Bonn, Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, Schwetzinger SWR Festspiele, Internationale Haydn Festspiele Eisenstadt, Tage Alter Musik Regensburg, Philharmonie Köln, Palau de la Música Catalana Barcelona, Festkonzert Vatikan (Sixtinische Kapelle), Tourneen nach Frankreich, Spanien, Südafrika und Namibia, Brucknerhaus Linz, Theater an der Wien, Musikverein Wien, Wiener Konzerthaus und viele mehr.

Hille Perl

Hille Perl und Lee Santana arbeiten seit 1984 als Duo zusammen. Die gebürtige Bremerin und der Amerikaner aus Florida trafen sich auf dem Bremer Hauptbahnhof und unternahmen von dort ungezählte Konzertreisen in die ganze Welt, u.a. in die USA, nach Japan und Mittelamerika, Australien, Ägypten und Israel. Ihre Mitgliedschaft in namhaften Ensembles ist durch zahlreiche CD-Aufnahmen dokumentiert, u.a. mit dem Harp Consort, dem Freiburger Barockorchester, Musica Fiata und Les Nations.

1997 erschien Hille Perls erste Solo-CD bei dhm unter dem Titel Sieben Saiten & mehr mit Werken des französischen Komponisten Monsieur de Sainte Colombe. 1998 spielte sie die Gambensonaten von Johann Sebastian Bach mit Michael Behringer für Hänssler ein und im Oktober 1999 erschien bei dhm ihr Album per la viola da gamba, eine Einspielung von Bearbeitungen verschiedener Bachwerke. Eine weitere Solo-CD, die sich mit der Welt italienischer Diminutionstechniken des frühen 17. Jahrhunderts beschäftigt, ist unter dem Titel Doulce Memoire ebenfalls bei dhm im Oktober 2000 veröffentlicht worden.

Im Februar 2003 erschien unter dem Titel 'Tinto' eine CD, die die Zusammenarbeit des Duos mit dem Gitarristen und Tänzer Steve Player dokumentiert. Das Trio tritt seit 2002 unter dem Namen 'Los Otros' auf internationalen Festivals mit Programmen auf, deren Hauptthema die Verbindung von Musik und Bewegung durch Improvisation ist. Im Jahre 2004 nahmen Hille Perl und Lee Santana für dhm eine CD unter dem Titel ‚pour la violle et le théorbe’ ihre erste CD mit Werken des französischen Gambenvirtuosen Marin Marais auf. Sie steht auf der Bestenliste des Preises der deutschen Schallplattenkritik (August 2004).

2006 spielte Hille Perl zusammen mit dem Freiburger Barockorchester unter der Leitung von Petra Müllejans Gambenkonzerte von Georg Philipp Telemann ein (dhm). Für die Produktion Love’s Alchemy bekam das Duo in Zusammenarbeit mit der Sopranistin Dorothee Mields einen weiteren Echo-Klassik-Preis. Im Jahr 2012 erschien die CD mit Musik des Gambenvirtuosen Johann Schenk, eine weitere CD mit Gambenkonzerten von Pfeiffer, Graun und Telemann erschien 2012.

Lee Santana begann 1984 eine Reihe von Werken für alte Instrumente zu schreiben, angefangen mit Stücken für verschiedene Soloinstrumente der Lautenfamilie, später Kompositionen für Violen da Gamba, Blockflöten, kleines Barockorchester, verschiedene gemischte Ensembles, zwei Liederzyklen und drei Ballette. Die CD The star & the sea, erschienen im November des Jahres 2002 bei Carpe Diem, enthält Kompositionen für Viola da Gamba und Lauteninstrumente.

Die Beschäftigung des Duos mit der immer weiter zu erforschenden Welt der Alten Musik sowie die daraus resultierende Entdeckung immer neuer Klangmöglichkeiten schlägt sich so auch in der Entwicklung zeitgenössischer Werke nieder. Im April 2002 folgte Hille Perl einem Ruf als Professorin an die Hochschule für Künste in Bremen, wo sie ihren Studenten mit Leidenschaft ihr Wissen über Musik und die Welt der Viola da Gamba vermittelt.
Hille Perl und Lee Santana begreifen sich mit ihrer Arbeit als Gesamtkunstwerk und ihr Beruf ist ein immerwährendes work in progress; sie leben mit einigen Pferden, Schafen, Hühnern, Katzen und dem Hund Passepartout in einem Bauernaus in der Wildeshauser Geest, einem weiteren Projekt mit nahezu endlosem Entwicklungspotential.

Gesine Petersmann

Gesine Petersmann begann ihr Violoncellostudium an der Musikhochschule Trossingen bei Prof. Mario de Secondi. Darauf folgte ein Auslandsjahr am Koninklijk Conservatorium Den Haag bei Lucia Swarts und zuletzt am Conservatoire Neuchâtel bei Prof. Denis Severin. 2008 beendete sie ihr Studium erfolgreich mit dem Diplome de concert. Danach folgte das Barockcello-Studium an den Musikhochschulen Frankfurt am Main und München bei Prof. Rainer Zipperling und bei Prof. Kristin von der Goltz.

Meisterkurse bei Thomas Demengas, Reinhard Latzko, Vladimir Perlin, Jaap ter Linden und Werner Matzke ergänzen ihre Ausbildung. Gesine Petersmann verbindet eine enge Zusammenarbeit mit zahlreichen Ensembles, u. a. mit La Stagione Frankfurt, Capella academica Frankfurt, Harmonie universelle Köln, Le Concert Lorrain, La Folia Barockorchester, Mannheimer Hofkapelle, Handels Company Stuttgart und dem Ensemble In Paradiso Frankfurt.
Sie spielt ein Violoncello von Nicolas Bertrand aus Paris, 1714.

Christoph Prégardien

Es sind seine klare und präzise Stimmführung sowie seine intelligente Deutung und Diktion, gepaart mit der Fähigkeit, sich in den psychologischen Kern einer Rolle zu begeben, die Christoph Prégardien zu einem der bedeutendsten lyrischen Tenöre unserer Zeit machen. Ganz besonders geschätzt ist sein Schaffen als Liedsänger. In der laufenden Saison konzertiert er an der Wigmore Hall London, Casa da Música in Porto, Aula Magna in Rom, Philharmonie Warschau, am Concertgebouw Amsterdam, Konzerthaus Berlin, im neuen Musikforum Ruhr in Bochum und an der Kölner Philharmonie. Außerdem ist er im Rahmen der Schubertiade Schwarzenberg-Hohenems, des Oxford Lieder Festivals, des Wimbledon International Festival sowie der Dresdner Musikfestspiele zu hören.

Auch bei großen Orchestern ist Christoph Prégardien häufig zu erleben. So konzertierte er mit den Berliner und Wiener Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Concertgebouworkest Amsterdam, der Staatskapelle Dresden, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Orquesta y Coro Nacional de España Madrid, dem Philharmonia Orchestra London, dem Orchestre Philharmonique de Radio France sowie dem Boston und San Francisco Symphony Orchestras. Zu seinem Orchesterrepertoire zählen neben den großen Oratorien und Passionen aus Barock, Klassik und Romantik auch Werke des 17. und 20. Jahrhunderts, die er mit Dirigenten wie Barenboim, Chailly, Gardiner, Harnoncourt, Herreweghe, Luisi, Metzmacher, Nagano und Thielemann aufführt. Zu seinen Opernpartien zählen u.a. Tamino, Almaviva, Fenton (Falstaff), Don Ottavio, Titus, Ulisse und Idomeneo.

Anknüpfend an den internationalen Erfolg seines Dirigierdebüts im Jahr 2012 mit Bachs Johannespassion und dem Ensemble Le Concert Lorrain (LCL) & den Nederlands Kamerkoor, leitete er 2015 das LCL & den Balthasar-Neumann Chor mit der Matthäuspassion auf Tournee. 2016 dirigierte er erneut das LCL in Bachs Weihnachtsoratorium. Seit 1988 verbindet Christoph Prégardien außerdem eine besonders enge Zusammenarbeit mit den Duisburger Philharmonikern. In der Saison 2010/11 war er Artist in Residence sowie 2016 anlässlich seines 60. Geburtstages mit mehreren Konzerten und Schubertzyklen zu Gast. 2019 wird er das Orchester erstmals mit Mozarts Requiem u.a. Werke dirigieren.

Einen Großteil seines Repertoires hat der Sänger auf inzwischen über 130 Tonträgern bei den Labels BMG, EMI, DG, Philips, Sony, Erato und Teldec dokumentiert. Seine zahlreichen Aufnahmen des deutschen romantischen Liedes wurden u.a. mit dem Orphée d’Or der Académie du Disque Lyrique, Preis der deutschen Schallplattenkritik, Edison Award, Cannes Classical Award und dem Diapason d’or ausgezeichnet. Eine langfristige Zusammenarbeit verbindet Prégardien mit dem Label Challenge Classics: Als erste CDs wurden Schuberts Die schöne Müllerin (Michael Gees) und Schwanengesang (Andreas Staier) veröffentlicht. Die Müllerin wurde mit hervorragenden Rezensionen und Auszeichnungen überhäuft (u.a. Gramophone, Editor‘s Choice, Record of the Year Award - MIDEM). Weiterhin sind kürzlich erschienen: Hugo Wolfs Italienisches Liederbuch (mit Julia Kleiter), Between Life and Death, Wanderer, die Grammy nominierte Neueinspielung der Winterreise (Michael Gees) sowie Father and Son mit seinem Sohn Julian Prégardien. Die aktuelle Schubert-CD Poetisches Tagebuch wurde mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik 2016 ausgezeichnet.

Ein wichtiger Aspekt im musikalischen Leben Christoph Prégardiens ist die intensive pädagogische Arbeit. Neben seiner Konzerttätigkeit unterrichtet er weltweit in Meisterkursen junge Sänger und Sängerinnen. 2000 bis 2004 war er Dozent an der Hochschule für Musik und Theater Zürich; seit 2004 ist er Professor an der Musikhochschule Köln. In einer neuartigen Kombination aus DVD und Buch in der Reihe Schott Master Class beleuchtet er Aspekte der Gesangstechnik und Interpretation in Wort, Bild und Ton.

Julian Prégardien

In der Saison 2015/2016 erregte Julian Prégardiens Interpretation der Partie des Hylas in Berlioz Les Troyens unter Leitung von Kent Nagano an der Hamburgischen Staatsoper Aufsehen. Außerdem war er in einer Inszenierung von Schuberts Winterreise am Grand Théâtre in Luxembourg zu erleben. 2016/17 ist Julian Prégardien als Tamino in Mozarts Zauberflöte an der Opéra de Dijon unter Leitung von Christophe Rousset zu hören. Als Oberon in Carl Maria von Webers gleichnamiger Oper feiert er im Juli 2017 sein Debut an der Bayerischen Staatsoper München.

Konzertauftritte umfassen Bachs Matthäus-Passion mit dem Orchestre symphonique de Montréal (Kent Nagano) sowie mit dem RIAS Kammerchor (René Jacobs), Bachs h-Moll-Messe mit dem Windsbacher Knabenchor sowie Haydns Nelson-Messe mit dem dänischen SymfoniOrkestret (András Schiff). Daneben ist er mit einem Händel-Arien-Programm gemeinsam mit der Akademie für Alte Musik Berlin zu hören. Erneut eingeladen ist er zu den Salzburger Festspielen (Adam Fischer).

Mit einem besonderen Monteverdi-Projekt gemeinsam mit seinem Vater Christoph Prégardien und Anima Eterna ist Julian Prégardien bei den Dresdner Musikfestspielen zu hören. Mit diesem Programm, das die Vater-Sohn-Konstellationen in den beiden Monteverdi-Opern Ulisse und Orfeo beleuchtet, feierten die Musiker bei den Salzburger Pfingstfestspielen 2015 einen großen Erfolg.

Auf Einladung des Komponisten Thomas Larcher und des Bruckner-Orchesters Linz unter Leitung von Dennis Russell Davies singt er im November 2016 erstmals den Padmore Cycle im Brucknerhaus Linz und im Musikverein Wien.

Julian Prégardien ist an der Gesamtaufführung aller Lieder von Franz Schubert in den Jahren 2015–2017 sowohl bei der Schubertiade in Hohenems/Schwarzenberg als auch in der Wigmore Hall London mit mehreren Liederabenden beteiligt. Im Mai 2016 gab er erstmals Liederabende in der Toppan Hall Tokyo, im Frühjahr 2017 ist er erneut nach Japan eingeladen, um mit Masato Suzuki die Winterreise aufzuführen.

Auf CD sind in den letzten Jahren erschienen: Bachs Matthäus- und Johannes-Passion mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks, Bachs Weihnachtsoratorium mit dem Orchester der Hamburgischen Staatsoper und dem Hamburg Ballett (DVD), Rameaus Zaïs mit Les Talens Lyriques, Mozarts Entführung aus dem Serail mit der Akademie für Alte Musik, sowie die Lied-CDs An die Geliebte mit Christoph Schnackertz und Schubertiade mit einem Instrumental-Trio.

Seine musikalische Ausbildung erhielt der 1984 in Frankfurt geborene Sänger bei der Limburger Dommusik und an der Musikhochschule Freiburg. Seit dem Sommersemester 2013 hat Julian Prégardien einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Theater München. Im Jahr 2016 gibt er außerdem erste Meisterklassen, u.a. bei der Sommerakademie des Mozarteum Salzburg im Rahmen der Innsbrucker Festwochen.

Nuria Rial

Nuria Rial studierte Gesang und Klavier in ihrem Heimatland Katalonien. Sie wechselte nach Basel in die Klasse von Kurt Widmer, machte 2003 ihren Abschluss und gewann den Helvetia Patria Jeunesse in Luzern für ihre herausragenden Fähigkeiten als Sängerin.
Ihre feine, klare Stimme, das weich schwingende Timbre, Musikalität und Ausdrucksstärke öffneten ihr auf internationaler Ebene rasch die Türen. Als Konzertsängerin arbeitet sie mit Dirigenten wie Ivan Fischer, Sir John Eliot Gardiner, Paul Goodwin, Trevor Pinnock, Teodor Currentzis, Gustav Leonhardt, René Jacobs, Thomas Hengelbrock und Laurence Cummings. Dabei wird sie von Spitzenensembles wie Concerto Köln, The English Concert, Kammerorchester Basel, Collegium 1704, Il Giardino armonico, Les Musiciens du Louvre, Elbipolis Barockorchester, La Cetra Basel und L‘Arpeggiata begleitet.

Neben ihrer Konzerttätigkeit ist Nuria Rial auch immer wieder auf der Opernbühne zu erleben, wie in Monteverdis Orfeo unter der Leitung von René Jacobs an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin und in Cavallis Eliogabalo in Brüssel. Wichtige Mozartpartien auf der Bühne waren Pamina in Genua und Ilia auf einer Tournee durch die Schweiz. Nuria Rial hat sich viel mit Barockmusik und historischer Aufführungspraxis beschäftigt und sich so einen Namen gemacht. Parallel dazu interessiert sie sich aber auch für andere Musikrichtungen. 2012 überzeugte sie zum Beispiel in der Rolle der Nuria in der zeitgenössischen Oper Ainadamar von Golijov am Teatro Real Madrid, Regie Peter Sellars.

2015 und 2016 singt sie unter der Leitung von Ivan Fischer die Pamina auf einer weltweiten Tournee mit dem Budapest Festival Orchestra.
Als begeisterte Kammermusikerin pflegt Nuria Rial Partnerschaften mit Ensembles wie »il pomo d’oro«, »Café Zimmermann« oder dem »Nash Ensemble«. In ihren Liederabendprogrammen singt sie französisches und spanisches Repertoire, aber vermehrt auch das deutsche Lied.

Nuria Rial hat zahlreiche CDs für verschiedene Labels aufgenommen. Darunter die bekannte Figaro-Aufnahme mit René Jacobs. Seit Januar 2009 ist sie Exklusivkünstlerin bei Sony Classical/ BMG Masterworks. Unter den letzten Aufnahmen waren Traces to Anna Magdalena Bach und  Opernarien von Telemann, jeweils mit dem Kammerorchester Basel, Duetti amorosi mit dem Countertenor Lawrence Zazzo und Händels Neun Deutsche Arien mit der Austrian Baroque Company. Ihre CD Ave Maria gewann den holländischen Edison Award.

Und preiswürdig ist sie bis heute geblieben. Im Jahr 2009 erhielt sie den beliebten Echo-Klassik-Preis gleich in zwei Kategorien. Zum einen war sie Nachwuchssängerin des Jahres mit dem Album Haydn-Arie per un amante (L’Orfeo Barockorchester), und zum anderen wurde die CD Teatro d’Amore mit Philipp Jaroussky (L'Arpeggiata) gekürt. 2010 folgte der Echo Klassik für die CD Via Crucis mit Christina Pluhars L’Arpeggiata und 2012 wurde Nuria Rial für ihre CD Telemann mit dem Kammerorchester Basel in der Kategorie »Beste Opernarien CD« ein weiterer Echo verliehen.

Lee Santana

Hille Perl und Lee Santana arbeiten seit 1984 als Duo zusammen. Die gebürtige Bremerin und der Amerikaner aus Florida trafen sich auf dem Bremer Hauptbahnhof und unternahmen von dort ungezählte Konzertreisen in die ganze Welt, u.a. in die USA, nach Japan und Mittelamerika, Australien, Ägypten und Israel. Ihre Mitgliedschaft in namhaften Ensembles ist durch zahlreiche CD-Aufnahmen dokumentiert, u.a. mit dem Harp Consort, dem Freiburger Barockorchester, Musica Fiata und Les Nations.

1997 erschien Hille Perls erste Solo-CD bei dhm unter dem Titel Sieben Saiten & mehr mit Werken des französischen Komponisten Monsieur de Sainte Colombe. 1998 spielte sie die Gambensonaten von Johann Sebastian Bach mit Michael Behringer für Hänssler ein und im Oktober 1999 erschien bei dhm ihr Album per la viola da gamba, eine Einspielung von Bearbeitungen verschiedener Bachwerke. Eine weitere Solo-CD, die sich mit der Welt italienischer Diminutionstechniken des frühen 17. Jahrhunderts beschäftigt, ist unter dem Titel Doulce Memoire ebenfalls bei dhm im Oktober 2000 veröffentlicht worden.

Im Februar 2003 erschien unter dem Titel 'Tinto' eine CD, die die Zusammenarbeit des Duos mit dem Gitarristen und Tänzer Steve Player dokumentiert. Das Trio tritt seit 2002 unter dem Namen 'Los Otros' auf internationalen Festivals mit Programmen auf, deren Hauptthema die Verbindung von Musik und Bewegung durch Improvisation ist. Im Jahre 2004 nahmen Hille Perl und Lee Santana für dhm eine CD unter dem Titel ‚pour la violle et le théorbe’ ihre erste CD mit Werken des französischen Gambenvirtuosen Marin Marais auf. Sie steht auf der Bestenliste des Preises der deutschen Schallplattenkritik (August 2004).

2006 spielte Hille Perl zusammen mit dem Freiburger Barockorchester unter der Leitung von Petra Müllejans Gambenkonzerte von Georg Philipp Telemann ein (dhm). Für die Produktion Love’s Alchemy bekam das Duo in Zusammenarbeit mit der Sopranistin Dorothee Mields einen weiteren Echo-Klassik-Preis. Im Jahr 2012 erschien die CD mit Musik des Gambenvirtuosen Johann Schenk, eine weitere CD mit Gambenkonzerten von Pfeiffer, Graun und Telemann erschien 2012.

Lee Santana begann 1984 eine Reihe von Werken für alte Instrumente zu schreiben, angefangen mit Stücken für verschiedene Soloinstrumente der Lautenfamilie, später Kompositionen für Violen da Gamba, Blockflöten, kleines Barockorchester, verschiedene gemischte Ensembles, zwei Liederzyklen und drei Ballette. Die CD The star & the sea, erschienen im November des Jahres 2002 bei Carpe Diem, enthält Kompositionen für Viola da Gamba und Lauteninstrumente.

Die Beschäftigung des Duos mit der immer weiter zu erforschenden Welt der Alten Musik sowie die daraus resultierende Entdeckung immer neuer Klangmöglichkeiten schlägt sich so auch in der Entwicklung zeitgenössischer Werke nieder. Im April 2002 folgte Hille Perl einem Ruf als Professorin an die Hochschule für Künste in Bremen, wo sie ihren Studenten mit Leidenschaft ihr Wissen über Musik und die Welt der Viola da Gamba vermittelt.
Hille Perl und Lee Santana begreifen sich mit ihrer Arbeit als Gesamtkunstwerk und ihr Beruf ist ein immerwährendes work in progress; sie leben mit einigen Pferden, Schafen, Hühnern, Katzen und dem Hund Passepartout in einem Bauernaus in der Wildeshauser Geest, einem weiteren Projekt mit nahezu endlosem Entwicklungspotential.

Roland Satterwhite

Er ist ein Künstler, der in keine Schublade passt. Der in Kanada geborene und in den USA aufgewachsene Roland Satterwhite singt und spielt Violine in der Balkan-Swing-Band Django Lassi. Er spielt auch Violine mit zahlreichen Flamenco-Künstlern wie Raquel Villegas und Antonio Agujetas Chico. Bevor er 2008 nach Berlin kam, spielte er in New York traditionelle kubanische und südamerikanische Musik.

Für seine Solo-Programme lässt er sich vom Sinti-Swing und der traditionellen Geigen-Musik der Roma aus Rumänien und dem Balkan inspirieren, aber auch von Performance-Künstlern wie Andy Kaufman and Matthew Silver. Er improvisiert gerne, mit Worten ebenso wie solistisch auf seinen Instrumenten. Er benützt eine Loop-Station, und manchmal plaudert er mit den Zuhörern.
Kürzlich hat er eine neue Band gegründet, die »acoustic trance«-Musik spielt. Sie verbindet Einflüsse von verschiedenen westafrikanischen Traditionen mit traditionellem amerikanischen Blues. In dieser Gruppe spielt er gezupfte Viola. Im Grunde ist er ein Improvisator, der auf der Bühne nach Freiheit und Gemeinschaft sucht.

Roland Satterwhite produziert auch andere Musiker in seinem Berliner Studio, komponiert Filmmusik und macht selbst Musik-Videos.

Hugo Siegmeth

Hugo Siegmeth, in Arad/Rumänien geboren, erhielt noch während des Studiums Jazz-Saxofon am Richard-Strauß-Konservatorium München und Komposition bei Stefan Zorzor 1998 den Bayerischen Jazzförderpreis sowie 2001 den vom Bayerischen Rundfunk verliehenen New Generation Award.
Als Solist in Bigbands und kammermusikalischen Ensembles im Spannungsfeld von Jazz, Klassischer Musik und Weltmusik profilierte er sich aufgrund seiner persönlichen, charakteristischen Farbgebung zu einem der eigenständigsten Vertreter am Saxofon und wurde 2015 mit dem Förderpreis Musik der Stadt München ausgezeichnet. Seit 2014 leitet er die Lehrer Big Band Bayern mit reger Konzerttätigkeit an Schulen und im interkulturellen Austausch.

Konzertreisen seit dem Jahr 2000 führten auf internationale Festivals und Bühnen nach Montreux (Jazz Festival), New York (Lincoln Center), Singapur (New Arts Festival), Bremen (Phil Intensiv), auf Tourneen durch Amerika, Australien, Europa sowie im Auftrag des Goethe-Instituts durch Zentralasien und in den Sudan.
Zu hören ist er dabei mit seinem Ensemble Passacaglia, dem Duo FLOW mit dem Lautenisten Axel Wolf, dem Hugo-Siegmeth-Jazzquartett sowie als regelmäßiger Gastsolist mit dem Ensemble Sarband, dem Summit-Jazz-Orchestra, dem Zapf´nstreich oder dem Beethoven Jazz Projekt mit den Bremer Philharmonikern unter der Leitung von Markus Poschner.

Fasziniert vom kommunikativen Potential der Musik über jede Sprachbarriere und unterschiedlichste kulturelle Backgrounds hinweg steht für ihn neben den Konzertprogrammen dabei die Tätigkeit bei Workshops / Masterclasses und die musikalische Begegnung mit lokalen Musikern und der landestypischen Musikkultur im Vordergrund.

2005 bis 2007 fand das Jazzfest Guttenburg in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk unter seiner Leitung statt. Einladungen als Dozent bei internationalen Meisterkursen und Workshops führten nach Bayreuth, Tunis, Astana, Ulan Bator und an die Hochschulen Regensburg sowie München.
Seit 2006 arbeitet ier regelmäßig als Komponist und Produzent an Filmmusiken. Im Jahr 2014 wirkte ich bei der Bühnenmusik von Bernd Alois Zimmermanns „Die Soldaten“ unter der Leitung von Kirill Petrenko an der Staatsoper München mit.
Zahlreiche Konzerte, Rundfunk- und CD-Produktionen mit Partnern wie Clark Terry, Bobby Shew, Nguyen Lee, Michael Wollny oder Barry Guy sowie sieben CD-Einspielungen unter eigener Leitung dokumentieren seine solistische Arbeit.
Für die Zentralasien-Tour 2015 mit seinem Ensemble Passacaglia komponierte er die Manas-Suite basierend auf Motiven des traditionellen Epen-Gesangs Kirgisiens. Nach einem gemeinsamen Auftritt mit einem Manasji in Bischkek folgte 2016 ein Konzert in Deutschland mit diesem und mit kirgisischen Gastmusikern.

Singer Pur

Rüdiger Ballhorn Tenor
Manuel Marwitz Tenor
Claudia Reinhard Sopran
Marcus Schmidl Bass
Reiner Schneider-Waterberg Bariton
Markus Zapp Tenor

Neben der künstlerischen Qualität sind vor allem die Lust am Experimentieren und die sich daraus ergebenden außergewöhnlichen Programme die herausragenden Eigenschaften von Singer Pur. Das Repertoire reicht von der Musik des Mittelalters bis zu zeitgenössischen Werken, von geistlicher Musik bis zum Volkslied und Jazz. Viele der neuen Kompositionen und Bearbeitungen sind dem Ensemble gewidmet. Zusätzlich zu den Programmen à 6 gibt es solche, bei denen sich die Sänger mit Kollegen zusammentun: mit dem Klarinettisten David Orlowsky, der MusikFabrik Köln, mit der Singer Pur die Uraufführung der Vigilia von Wolfgang Rihm realisiert hat, oder – bis zu ihrer Auflösung Ende 2014 – dem weltbekannten Hilliard Ensemble.
Heute ist das Ensemble – einige Mitglieder sind ehemalige Regensburger Domspatzen – das wohl bekannteste deutsche Vokalensemble. Schon früh haben die Sopranistin, die drei Tenöre, der Bariton und der Bass Preise und Auszeichnungen ersungen, die dann schnell zu ausgedehnten Konzerttourneen in alle Welt führten.

Neben den Konzerten nimmt die Aufnahmetätigkeit breiten Raum ein: Rund 25 zum Teil preisgekrönte CDs hat Singer Pur bisher vorgelegt, welche die ganze Bandbreite des Repertoires enthalten. 2013 schlossen sie ein groß angelegtes Aufnahme-Projekt zum Werk von Adrian Willaert ab: Auf einer Doppel- sowie Tripel-CD legten die Sänger die Erstaufnahme von Willaerts Petrarca-Madrigalen und Motetten aus der Sammlung Musica Nova vor. Den ersten ECHO erhielten sie 2007 für SOS-Save Our Songs mit neu arrangierten deutschen Volksliedern.
Weitere ECHOs erhielt Singer Pur 2005 und 2011, zuletzt für eine Kooperation mit Klarinettist David Orlowsky. Im Herbst 2015 legten sie ihre zweite Advents-CD vor, die an den großen Erfolg der ersten weihnachtlichen Platte anknüpfte.
Neben Schallplattenpreisen wurden Singer Pur auch andere Auszeichnungen zuteil, darunter 2008 der Kulturpreis der Stadt Regensburg, 2013 der erstmals vergebene Bayerische Staatspreis für Musik sowie 2014 der Friedrich-Baur-Preis. Seit 2015 trägt Singer Pur den Titel »Botschafter der Freunde der Europäischen Chormusik«, verliehen von der »European Choral Association – Europa Cantat«.

Seit 2007 engagiert sich Singer Pur auch in dem Jugendprojekt Rhapsody in School und gibt darüber hinaus immer wieder Workshops für Jugendchöre oder Nachwuchsensembles.

Singphoniker

Johannes Euler Countertenor
Henning Jensen Tenor
Michael Mantaj Bassbariton
Berno Scharpf Klavier, Bariton
Christian Schmidt Bass
Daniel Schreiber Tenor

Die Singphoniker gehören zum kleinen Kreis der wenigen weltweit aktiven Vokalensembles – und das seit über 30 Jahren. Auf beeindruckende Weise verschmelzen Stimme und künstlerische Individualität jedes Einzelnen zu einem unverwechselbaren Klangkörper.

Souverän beherrschen die Singphoniker ein enormes Repertoire: Mit gregorianischen Chorälen beschwören sie die Mystik und Spiritualität des Mittelalters. Madrigale der Renaissance werden zu Miniaturbildern prallen Lebens im 16. Jahrhundert. Die innige Gefühlswelt der Romantik lässt sich in den Gesängen Franz Schuberts, Felix Mendelssohn-Bartholdys und Robert Schumanns erleben. Frech-frivoles Lebensgefühl der „Goldenen Zwanziger“ wird in den Schlagern der Comedian Harmonists greifbar. Ganz ohne Mikro geben sie Jazz- und Popsongs nur mit Körper und Stimme unwiderstehlichen Swing und Groove. Ihre Interpretationen zeitgenössischer Vokalmusik betören durch faszinierende Klanglichkeit und unmittelbare Natürlichkeit. So gelingt es den Singphonikern, in ihren Konzerten verschiedene Musikrichtungen zu einer spannenden neuen Einheit zu verbinden – immer stilsicher gesungen und ohne jemals beliebig zu werden. Die Einbeziehung des Klaviers in allen Musikstilen und Epochen schärft zusätzlich das künstlerische Profil und die Unverwechselbarkeit des Ensembles.
Zahlreiche Preise und Auszeichnungen und die fruchtbare Partnerschaft mit vielen namhaften Künstlern – darunter z. B. Gert Westphal, Ute Lemper oder Angelika Kirchschlager – künden vom Ansehen der Singphoniker. Ebenso arbeiten sie regel-mäßig mit internationalen Orchestern wie z. B. Orquesta Nacional de España, Münchner Rundfunkorchester, NDR Radiophilharmonie Hannover, Gulbenkian Orchester Lissabon, Orchestre de la Suisse Romande oder Orchestre national Montpellier Languedoc-Roussillon, und Dirigenten wie u. a. Sir Lawrence Foster, Paul Daniel, Ulf Schirmer, Howard Griffiths. In den vergangenen Jahren waren die Singphoniker regelmäßig bei bedeutenden Konzertreihen und Festivals in Deutschland, Europa, Asien und Amerika zu Gast. Weit über 30 preisgekrönte CD-Einspielungen dokumentieren die besondere Qualität sowie die stilistische Vielfalt und künstlerische Flexibilität des Ensembles. Einer ganzen Reihe renommierter zeitgenössischer Komponisten verdankt das Ensemble viele spannende Beiträge zum Repertoire. Mit Enjott Schneiders Liederzyklen, zuletzt Chatroom nach Texten aus dem World Wide Web, feiern sie ebenso große Erfolge wie mit Wilfried Hillers 2005 in München uraufgeführter Kirchenoper Augustinus.
Den Singphonikern wird immer wieder attestiert, scheinbar mühelos die Kunst zu beherrschen, Leichtem Gewicht zu verleihen und Schweres mit Leichtigkeit zu präsentieren. Ihr einzigartiger Ensembleklang gilt als warm, fein ausbalanciert bis geschlossen kraftvoll. Vom tiefsten Dunkel bis zum strahlendsten Licht verschmelzen alle Facetten der männlichen Stimme zu einem homogenen Ganzen. Ihre Freude und Hingabe an die Musik übertragen sich unmittelbar auf das Publikum: Ein musikalischer Sog, der berührt und mitreißt.

Johannes Euler, Countertenor
Seine Stimme blüht dort auf, wo für Andere die Luft dünn wird: in der Höhe.

Daniel Schreiber, Tenor
Ob lyrisch oder komisch, ob Schubert oder singphonisch: Tenor mit echtem Schmelz und unverwechselbarem Charakter.

Henning Jensen, Tenor
Behauptet selbst von sich, Bariton zu sein. Alle Anderen geraten bei seine biegsamen und fein timbrierten Tenor sofort ins Schwärmen.

Michael Mantaj, Bassbariton
Bassbariton mit Gold in der Kehle und schier unendlichem Atem, unglaublich flexibel und immer cool.

Christian Schmidt, Bass
Sein facettenreicher Samt-Bass gibt dem singphonischen Sound seit den Gründungstagen Fundament und Kontur.

Berno Scharpf, Klavier, Bariton, Voice-Percussion
Mit sensiblem Klavierspiel verleiht er Schubert den Zauberklang, mit Voice-Percussion gibt er Songs den Drive.

Petra Somlai

Petra Somlai was born in Hungary where she graduated in conducting and piano performance at the Béla Bartók Conservatory (Budapest) and completed her modern piano degree at the Franz Liszt Academy of Music (Budapest) in 2007.

During these years the focus of her interest gradually turned to the authentic interpretation on period instruments. She studied fortepiano and harpsichord at the Birmingham Conservatory and later under the direction of Fabio Bonizzoni, Menno van Delft, and Bart van Oort at the Sweelinck Conservatory at Amsterdam and the Royal Conservatory at The Hague where she graduated summa cum laude in 2011. In 2010 Petra Somlai won first prize and the audience award at the International Fortepiano Competition in Bruges (Belgium). In the same year she received the National Junior Prima Primissima Award of Hungary as outstanding young artist.

She performs at major international early music festivals such as
Musica Antiqua Festival - Brugge
Early Music Festival - Utrecht
Haydn Festival - Eszterháza
Beethoven Festival - Bonn
Beethoven Festival - Budapest
Bach Festival - Dordrecht
Klara Festival - Brussels
AMUZ Festival - Antwerp
Musikfestspiele Potsdam Sanssouci
She has given concerts all over Europe, the USA, and Japan. Since 2012 she has performed often as a conducting soloist with various orchestras. Petra Somlai was a professor of Early Keyboards on the faculty of University of North Texas (USA) from 2013-2015.
Currently she is professor of fortepiano at the Royal Conservatory in The Hague. 

Mike Svoboda

1960 auf der westpazifischen Insel Guam geboren, wuchs Mike Svoboda in Chicago auf und studierte an der University of Illinois Komposition und Dirigieren. Einer seiner frühen Lehrer war Ben Johnston, der gemeinsam mit Harry Partch die Weiterentwicklung der sogenannten reinen Stimmung (just intonation) vorantrieb. 1982 gewann er den BMI Young Composers Award und nutzte das Preisgeld, um nach Europa überzusiedeln. Seine von 1984 bis 1996 währende intensive Zusammenarbeit mit Karlheinz Stockhausen hatte einen prägenden Einfluss auf seinen künstlerischen Werdegang.
Mike Svoboda ist wiederholt für sein Schaffen ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem Schneider-Schott-Musikpreis Mainz (2000), dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik (2005) sowie dem Praetorius Musikpreis Niedersachsen in der Kategorie Musikinnovation (2008). Zahlreiche CDs, die mehrheitlich beim Label WERGO erschienen sind, dokumentieren sein Wirken als Komponist und Posaunist. Mit internationalen Musikerkollegen gründete er 2005 das Mike Svoboda Ensemble. Seit 2007 ist er zudem Professor für Posaune und zeitgenössische Kammermusik an der Hochschule für Musik Basel.

Als Posaunist, Komponist und Pädagoge in Personalunion gehört Mike Svoboda zu den originellsten Musikerpersönlichkeiten unserer Zeit. Sein Wirken ist stets von dem Anspruch geleitet, auf das Publikum zuzugehen und die räumliche Distanz zwischen Bühne und Auditorium zu überbrücken, ohne die Musik effekterheischenden Kompromissen preiszugeben. Konsequent setzt er sich für die Erweiterung des Repertoires für sein Instrument ein und brachte bisher über 400 Werke zur Uraufführung. Dazu gehören zahlreiche Posaunenkonzerte, die er mit Orchestern wie dem WDR Symphonieorchester, den Bochumer Symphonikern, dem SWR Sinfonieorchester, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem RSO Stuttgart, dem BBC Scottish Symphony Orchestra, dem Bruckner Orchester Linz und dem Sinfonieorchester Basel unter Dirigenten wie Stefan Asbury, Peter Rundel, Jonathan Nott, Ilan Volkov und Dennis Russel Davis interpretierte.

Die Liste der Komponisten, mit denen Mike Svoboda in den vergangenen dreißig Jahren zusammengearbeitet hat, lässt die Vielfalt der von ihm uraufgeführten Werke erahnen: Unter anderem umfasst sie Sandeep Bagwahti, Sidney Corbett, Christian Jost, Georg Friedrich Haas, Manuel Hidalgo, Heinz Holliger, Benedict Mason, Wolfram Schürig, Martin Smolka, Mattias Spahlinger, Bernd Thewes und Frank Zappa. Zu den jüngeren Uraufführungen gehören Canzona per sonare für Altposaune und zwei Orchestergruppen von Wolfgang Rihm, Voyage III von Toshio Hosokawa, das musiktheatralische Werk As I Crossed a Bridge of Dreams von Peter Eötvös und NUN für Flöte, Posaune und Orchester von Helmut Lachenmann. Außerdem realisierte er die deutschen Erstaufführungen von Michael Nymans Posaunenkonzert sowie des Posaunenkonzerts Troorkh von Iannis Xenakis.

Auch in der laufenden Saison ist Mike Svoboda mit verschiedenen Orchestern zu erleben. Gemeinsam mit dem Collegium Novum Zürich unter der Leitung von Heinz Holliger bringt er Ende Oktober Friedrich Goldmanns Konzert für Posaune und drei Instrumentalgruppen zu Gehör. Mit zwei seiner eigenen Projekte ist er beim Lappeenranta City Orchestra in Finnland sowie bei der Neuen Philharmonie Westfalen zu Gast: Für ALIAS – Mozart aka Rossini und Love Hurts – Carmen Remix setzt er sich aus seiner Rolle als Interpret arrangierend und komponierend mit Mozart und Rossini beziehungsweise Bizet auseinander. Beim Dialoge Festival in Salzburg präsentiert er gemeinsam mit Golda Schwarz die Uraufführung von Beat Furrers neuer Komposition für Sopran und Posaune.

Radoslaw Szarek

Radoslaw Szarek, geboren1983 in Polen, erhält seinen ersten Musikunterricht am Klavier im Alter von sechs Jahren. Seine Leidenschaft für das Schlagzeug entdeckt er sieben Jahre später.
Im Jahr 2002 absolviert er mit Auszeichnung das Musische Gymnasium in Bydgoszcz bei Miroslaw Zyta und Maciej Korpal. Im gleichen Jahr setzt er sein Schlagzeugstudium an der Musikhochschule in Nürnberg bei Professor Hermann Schwander fort. Zwei Jahre später folgt ein zweites Studium im Bereich Jazz Drum- Set bei Hans-Günther Brodmann. Zeitgleich erhält er Unterricht bei dem renommierten amerikanischen Vibraphonisten Bill Molenhof.

Radoslaw Szarek hat schon während seiner Gymnasiumszeit viele Preise gewonnen, z.B. erster Preis bei dem Kammermusikwettbewerb für Schlagzeug in Breslau und später auch in Warschau. Während seines Schlagzeugstudiums war er Preisträger von Internationalen Wettbewerben, wie: Drums Open Competition in Fermo/Italien, dem Mozartwettbewerb in Nürnberg, Krzysztof Penderecki Wettbewerb für zeitgenössische Musik in Krakau, Bruno Rother-Jazz Wettbewerb in Fürth, Marimba Wettbewerb in Nürnberg, Musik Wettbewerb in Verona, Jazz Grand Prix bei Festival »Jazz an der Oder«. Im Jahre 2015 erhielt er den Förderpreis der Region Mittelfranken.

Radoslaw Szarek ist Stipendiat der DAAD Stiftung, Yehudi Menuhin Stiftung und des Rotary Clubs. Als Solist und Orchestermusiker hat er bereits mit vielen Orchestern gearbeitet, wie: Nürnberger Symphoniker, Heilsbronner Kammerorchester, Ansbacher Symphonie Orchester, Würzburger Philharmoniker, Ensemble Kontraste, Orkiestra Filharmonii Pomorskiej, Torunska Orkiestra Symfoniczna, Orkiestra Opery Nova, Siemens Symphonie Orchester.

Zudem wurde er sowohl als klassischer wie auch als Jazz-Schlagzeuger zu vielen verschiedenen Festivals eingeladen, wie Drums Fuzje in Bydgoszcz/Polen, Musik Festival in Kassel, Schlagzeug Festival in Opole/Polen, Internationale Orgel Woche in Nürnberg, Jazz Festival in Pinneberg, Görlitz, Zürich.

Radoslaw Szarek hat bereits mit vielen verschiedenen Komponisten gearbeitet und mehrere Uraufführungen gespielt. Aufnahmen für den Bayerische Rundfunk, Naxos, Blue Records und Radio PiK reihen sich in sein künstlerisches Schaffen ein.
Im November 2013 ist er zum Professor für Schlagzeug an der Hochschule für Musik berufen worden.

Stefan Temmingh

Immer wieder wird der südafrikanische Blockflötist mit dem legendären Frans Brüggen verglichen. Stefan Temmingh, geboren in Kapstadt, stammt aus einer südafrikanisch-holländischen Musikerfamilie und lebt heute in München. Er studierte in München bei Markus Zahnhausen und bei Prof. Michael Schneider in Frankfurt.

Als Spezialist für Alte Musik umfasst Stefan Temminghs´ Repertoire die komplette Originalliteratur der Barockzeit für Blockflöte. Er tritt international als Kammermusiker und mit seinem Barockensemble auf, z. B. beim Bachfest Leipzig, den Bachwochen Thüringen, den Händelfestspielen Halle, dem Mosel Musikfestival, sowie bei diversen Alte-Musik-Festivals und Konzertreihen in ganz Europa, Asien und Afrika. Als Solist gastiert er mit Orchestern wie der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern, den Bochumer Symphonikern, dem Stuttgarter Kammerorchester, dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, der Hong Kong Sinfonietta, dem Cape Philharmonic Orchestra Kapstadt, bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen oder mit dem La Folia Barockorchester. Darüber hinaus wirkte er bei diversen CD- und Rundfunkproduktionen mit.
Stefan Temminghs Engagement reicht von Alter bis hin zu Neuer Musik. Regelmäßig spielt er Konzerte und Uraufführungen zeitgenössischer Werke, die er auch selbst bei den Komponisten in Auftrag gibt. 2008 wurde er mit dem Stipendium der Stadt München für Neue Musik ausgezeichnet. Seit 2010 hat er einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Theater München.

Stefan Temmingh gehört zur jungen Generation von Blockflötisten auf Weltniveau. Seine Debüt-CD »Corelli à la mode« von 2009 wurde von der internationalen Musikpresse gefeiert. Ähnlich erfolgreich waren seine zweite CD »The Gentleman’s Flute« seine CD »Inspired by Song« zusammen mit der Sopranistin Dorothee Mields und seinem Ensemble »The Gentleman’s Band«. Als zweites Projekt mit Dorothee Mields ist seit Ende 2015 seine neueste CD »BIRDS« auf dem Markt, die mittlerweile von fast allen großen deutschen Rundfunkanstalten als CD-Tipp empfohlen und gesendet wurde.

Thalias Kompagnons

Joachim Torbahn Puppen
Tristan Vogt Puppen

bewegen sich mit international gefeierten Produktionen im Grenzbereich zwischen Schauspiel-, Figuren- und Musiktheater. Mit ihren hintergründig-frechen Opern- und Klassikerversionen – Wagners Ring, Macbeth, Zauberflöte u.a. – eroberten sie gleichermaßen Off-Bühnen, Festivals und Staatstheater.

Zahlreiche Einladungen führten sie u.a. auf die Wiener Festwochen und zu den Salzburger Festspielen, auf über 40 Figurentheaterfestivals im deutschsprachigen Raum, an Opernhäuser in Stuttgart, Mannheim, Trier, Krakau, Toulouse und Bordeaux, auf internationale Theaterfestivals in Österreich, der Schweiz, Frankreich, Belgien, Holland, Italien, Slowenien, Kroatien, Dänemark, Finnland, Polen, Ungarn, Russland, Israel, Korea, Japan, USA und Australien.

2008 erhielt das Theater Thalias Kompagnons den Kulturpreis der Stadt Nürnberg.

Ensemble:

Tristan Vogt studierte Germanistik und Soziologie. Er ist seit 1990 im Hauptberuf Puppenspieler und Autor bei Thalias Kompagnons und Gastdozent an der Berliner Ernst-Busch-Hochschule für Schauspielkunst, Abteilung Puppenspiel. Seine zahlreichen Gastinszenierungen sind z.T. preisgekrönt.

Joachim Torbahn studierte Malerei in Wien, war Bühnenbildner u.a. an der Oper Heidelberg und am Staatstheater Wiesbaden. Bei Thalias Kompagnons ist er seit 1990 als Regisseur, Figuren- und Bühnenbildner, seit 1998 auch als Spieler tätig.
Mit seinen Maltheater-Produktionen gelang ihm eine international bestaunte neuartige Synthese von Bildender Kunst und Theater.

Julian Christoph Tölle

Der Intendant des Fränkischen Sommers Julian Christoph Tölle studierte in München und Wien Dirigieren, Schulmusik und Musikwissenschaft. Mit Künstlerischem Diplom, Staatsexamen und Promotion zum Dr. phil. beendete Tölle 1998 seine Studien mit einer Dissertation über das Spätwerk Olivier Messiaens. Er lehrt als Akademischer Direktor an der Universität Erlangen-Nürnberg Dirigieren und historische Musikwissenschaft.

Von 1994 bis 2001 war er Künstlerischer Leiter des renommierten Amadeus-Chores, von 2000 bis 2013 Chef des Nürnberger Hans-Sachs-Chores, dessen oratorische Schwerpunkte bei Händel, der englischen Romantik sowie dem 20. Jahrhundert lagen.
Mit dem Staatstheater Nürnberg existiert seit 2005 eine regelmäßige Zusammenarbeit, u.a. studierte er in Kooperation mit den Chören der Universität Erlangen-Nürnberg Schönbergs Gurrelieder, Mahlers Sinfonien Nr. 2 und 3, Haydns Schöpfung und mehrfach Beethovens Sinfonie Nr. 9 ein.
2008 wurde Tölle der Kulturförderpreis der Stadt Nürnberg verliehen. In Anerkennung seines Einsatzes für die Musik von Edward Elgar in Deutschland ehrte der Nationale Rat der Elgar Society 2012 Julian Christoph Tölle mit der Verleihung des »Certificate of Merit«.
Seit 2013 ist Julian Christoph Tölle Intendant des Fränkischen Sommers.

Olivia Trummer

Olivia Trummer ist klassisch ausgebildet und wurde als Pianistin im Bereich der Klassik sowie im Jazz vielfach ausgezeichnet. Sie schloss beide Studiengänge – Jazzklavier und klassisches Klavier – an der Musikhochschule in Stuttgart jeweils mit Auszeichnung ab. Mit ihrem außergewöhnlich breit gefächerten musikalischen Spektrum hat Olivia einige Preise und Stipendien gewonnen, wie z.B. fünf Bundespreise bei »Jugend musiziert« zwischen 1999 und 2003, Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg 2010, Stipendium der Bruno-Frey-Stiftung 2010, Jazzpreis Ingolstadt 2014. Zur Zeit ist sie Stipendiatin der Initiative Musik und wird als aktuelle Jazzkünstlerin des »stART«-Programms von Bayer Kultur in Leverkusen bis 2016 gefördert.

Olivia Trummer kann bereits eine bemerkenswerte Diskographie von sechs eigenen Alben vorweisen.
Nach einigen Jahren, die stark von ihren Reisen nach New York und dem Austausch mit der dortigen Jazzszene geprägt waren, führte sie ihre Diskographie 2014 mit einem fünften Album fort: Fly Now, aufgenommen in New York mit Matt Penman, Obed Calvaire und Kurt Rosenwinkel als special guest. In neun Songs mit englischen Texten reflektiert Olivia ihre im Big Apple verbrachte Zeit, legt eine sehr persönliche Sicht auf Liebe, Einsamkeit und Loslassen offen und vermittelt auf stets poetische Weise zwischen Kopf und Herz.
Das Album wurde in Deutschland begeistert aufgenommen. Ein Höhepunkt in der Reihe von Solo- und Trio-Auftritten mit den Songs von Fly Now war die Zusammenarbeit mit der NDR Bigband: Wolf Kerschek arrangierte Fly Now für die Bigband und Olivia als Gastsolistin an Klavier und Stimme. Das Projekt wurde in Hamburg und, mit Wolfgang Haffner am Schlagzeug, beim Festival Bingen Swingt zur Aufführung gebracht. Fly Now war zudem Olivias Debutalbum in der UK und wurde begeistert aufgenommen. Olivia wurde zum Londoner Jazzfestival 2014 eingeladen, Fly Now wurde im Londoner Evening Standard zum »Jazz Album of the Week« gekürt, Olivia wurde in die Liste der »Artists To Look Out for in 2015« des Jazzwise Magazines mit aufgenommen.

Ihr sechstes Album heißt C2J - Classical To Jazz und ist das erste Duoalbum zusammen mit dem Schweizer Vibraphonisten Jean-Lou Treboux. Olivia besinnt sich hierbei auf ihre musikalischen Wurzeln und ihre klassische Klavierausbildung bei der sie von früher Kindheit an lernte, Musik übers Gehör zu erfassen. Für das Album komponierte sie jazzige Bearbeitungen ausgewählter Klavierwerke von Bach, Mozart und Scarlatti. Im Rahmen das C2J-Projekts trafen zum ersten Mal Olivias Klassik- und die Jazz-Seite aufeinander und fanden zu einer Einheit.

Als Folge wurde Olivia beauftragt, ein Jazz-Projekt für die Händelfestspiele 2017 in Halle zu kreieren, bei dem sie im Quintett (zusammen mit Tim Garland, Gerard Presencer, Phil Donkin und Erland Dahlen) Händels Messias aus der Jazzperspektive ansteuert.

Olivia Trummer brachte ihre Musik in vielen Ländern zur Aufführung, darunter Deutschland, USA, Österreich, Irland, England, Frankreich, Polen, Tschechien und Russland. Sie ist in renommierten Konzerthäusern aufgetreten wie beispielsweise der Carnegie Hall, The Jazz Standard (NYC), Konzerthaus Berlin, Konzerthaus Wien, Beethovensaal Stuttgart, Porgy & Bess, National Concert Hall Dublin, »Pizza Express Live Soho« London und Schloss Elmau und wurde darüberhinaus zu einigen Musikfestivals eingeladen, wie z.B. den Ludwigsburger Schlossfestspielen, den Magdeburger Domfestspielen oder dem Fränkischen Sommer.

Olivia Trummer arbeitete unter anderem mit der NDR Big Band, mit Kurt Rosenwinkel, Jimmy Cobb, Matt Penman, Obed Calvaire, Wolfgang Haffner, Bodek Janke, Martin Gjakonovski, Jean-Lou Treboux, Sebastian Studnitzky, Johannes Lauer und Matthias Schriefl zusammen.

Franz Vitzthum

Franz Vitzthum, geboren in der Oberpfalz, erhielt seine erste musikalische Ausbildung bei den Regensburger Domspatzen. Sein Gesangsstudium absolvierte er 2007 bei Kai Wessel an der Musikhochschule Köln. Schon während seiner Ausbildung erhielt er zahlreiche Preise und Stipendien.

Mittlerweile folgten Einladungen zu Solo-Abenden beim Rheingau Musik Festival, den Händel-Festspielen in Halle, Karlsruhe und Göttingen, zu La Folle Journée in Nantes und dem Bach Festival Philadelpia. Er arbeitete u. a. mit den Dirigenten Nicolas McGegan, Hermann Max, Marcus Creed, Daniel Reuss und Philippe Herreweghe zusammen. Desweiteren hat er bei diversen Opern und Oratorienproduktionen mitgewirkt, u. a. bei Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung (Glanert), Jephta und Solomon (Händel), Orfeo (Gluck) und Orlando generoso (Steffani) und zuletzt in Spartaco (Porsile) an der Winteroper in Schwetzingen.
Franz Vitzthum ist auch vielgefragter Kammermusikpartner. So konzertiert er regelmäßig mit dem Lautenisten Julian Behr, dem Capricornus Consort Basel und singt mit dem von ihm gegründeten Vokalensemble Stimmwerck.
Diese vielseitige Tätigkeit spiegelt sich in seiner Diskographie wider, die laufend erweitert wird.

Nach seiner Debüt-CD Ich will in Friede fahren hat Franz Vitzthum unter dem Titel Himmels-Lieder eine weitere Solo-CD mit geistlichen Barockliedern für das Label Christophorus veröffentlicht.

Kristin von der Goltz

Die Cellistin studierte bei Christoph Henkel in Freiburg und William Pleeth in London. Von 1991 bis 2004 war sie Mitglied des Freiburger Barockorchesters. Sie konzertiert heute sowohl auf modernem als auch auf dem Barockcello und ist als Solocellistin international unter Nikolaus Harnoncourt, Michael Hofstetter, Ton Koopman, Marc Minkovski und a­nderen gefragt. Seit 2006 ist sie Mitglied und auch Solistin der BerlinerBarockSolisten, einem Ensemble der Berliner Philharmoniker. Von 2009 bis 2011 war sie Solocellistin des Münchner Kammerorchesters.

Kristin von der Goltz war als Dozentin beim Internationalen Bohemia Festival Prag sowie an der Orchesterakademie in Mannheim tätig. Von 2004 bis 2009 leitete sie eine Frühförderklasse auf modernem Cello an der Hochschule für Katholische Kirchenmusik in Regensburg. Nach Lehraufträgen an den Musikhochschulen in Duisburg und München folgte sie 2009 einem Ruf als Professorin für Barockcello an die Musikhochschule Frankfurt/Main sowie 2011 an die Hochschule für Musik und Bildende Künste München.
Kristin von der Goltz hat bei RaumKlang auf dem Barockcello drei Solo-CDs eingespielt, Sonaten von Jakob Klein, Capricen von D’all Abaco und Sonaten von Antoine Dard, die alle hervorragende Rezensionen erhielten. In 2015 erschien bei RaumKlang die neueste CD-Einspielung A tribute to G.F. Handel mit Sonaten für Cello und Basso continuo von Francis Caporale und Johann Gailliard, zwei wichtige Londoner Musiker aus dem Orchester von Händel. Kristin von der Goltz wird hier begleitet von Organist/Cembalist Andreas Küppers.

Sarah Wegener

Die Sopranistin Sarah Wegener begeistert ihre Zuhörer mit ihrer warm-timbrierten Stimme. Mit kammermusikalischer Intensität durchdringt sie jede Partie. Regelmäßig arbeitet sie als Konzertsängerin mit Philippe Herreweghe, Thomas Hengelbrock, Emilio Pomàrico, Tonu Kaljuste, Heinz Holliger, Frieder Bernius und Michael Hofstetter. Konzerte und Liederabende führten sie zum Schleswig-Holstein Musik Festival, Rheingau Musik Festival, RheinVokal Festival, zur RuhrTriennale, den Ludwigsburger Schlossfestspielen, den Dialogen Salzburg sowie an die Tonhalle Düsseldorf, die Alte Oper Frankfurt, das De Doelen Rotterdam, das Bozar Brüssel, das Konzerthaus Berlin und das De Singel Antwerpen.

In der Spielzeit 2015/16 gibt Sarah Wegener mit Georg Friedrich Haas’ neuer Oper Morgen und Abend ihre Debüts am Royal Opera House London und der Deutschen Oper Berlin (Regie: Graham Vick). Auch ist sie mit Liederabenden an der Tonhalle Zürich, der Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart und am AMUZ Antwerpen sowie in Konzerten an der Suntory Hall Tokio mit Heinz Holliger und auf Tournee mit Philippe Herreweghe (Haydn: Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze) zu erleben.

Unter Frieder Bernius war sie mit Schumanns Faust-Szenen, als Euridice in Glucks Orfeo ed Euridice, mit Mozarts c-Moll Messe sowie Schuberts Lazarus zu erleben. Mit ihm und der Hofkapelle Stuttgart spielte sie auch eine CD mit Arien von Justin Heinrich Knecht ein.

Wiebke Weidanz

Wiebke Weidanz ist »Bachpreisträgerin 2000« des renommierten internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs Leipzig. Es folgten diverse Rundfunk- und CD-Produktionen. Zahlreiche Konzerte und Tourneen führten sie zu internationalen Festivals in ganz Europa, nach New York, Japan und China.

Als Solistin und Continuospielerin ist sie regelmäßig bei den führenden Barockorchestern wie dem Freiburger Barockorchester, der Akademie für Alte Musik Berlin und Concerto Köln zu Gast. Seit etlichen Jahren arbeitet sie als Assistentin von René Jacobs bei internationalen Opernproduktionen in Berlin, Wien, Amsterdam, Brüssel oder Aix-en-Provence.
Wiebke Weidanz war bis 2003 Lehrbeauftragte an der Musikhochschule Leipzig und bis 2009 an der Musikhochschule Frankfurt. Seit Sommersemester 2014 unterrichtet sie als Professorin für Cembalo an der Musikhochschule Nürnberg.

Axel Wolf

Axel Wolf deckt als einer der profiliertesten Vertreter seines Instruments mit seinen musikalischen Aktivitäten ein großes Spektrum vom Solospiel über Kammermusik bis hin zum Orchestergraben ab.
Sein Gitarren- und Lautenstudium absolvierte er bei Hans Michael Koch. Neben Meisterkursen bei Nigel North und Hopkinson Smith folgten weitere Studien bei Rolf Lislevand. Von 1986 bis 2003 lehrte Axel Wolf an der Hochschule für Musik und Theater Hannover.

Konzerte führten ihn auf internationale Festivals wie in Brügge, Utrecht oder Edinburgh, nach Rom, Tokio und New York, als Solist oder mit Ensembles wie der Musica Fiata Köln, dem United Continuo Ensemble, dem Freiburger Barockorchester, dem Orchestra of the Age of Enlightenment oder The English Concert London. Von 2000 an wirkte er als regelmäßiger Gast an der Bayerischen Staatsoper in allen Händelaufführungen unter dem Dirigat von Ivor Bolton, Harry Bicket und Christopher Moulds mit.
In Opern-, Konzert- und CD-Produktionen arbeitete er zusammen mit Dirigenten wie Peter Schreier, Alan Curtis oder Joshua Rifkin. Neben zahlreichen Aufnahmen als Continuospieler erschienen vier Soloeinspielungen von Axel Wolf: »Opera for Lute« von Johann Adolph Hasse, »Johann Sebastian Bach: Musik für Laute« sowie »Chiaccona«, Werke für Laute und Chitarrone von Alessandro Piccinini. 2014 folgte die CD »Friends of the Lute« mit Fokus auf die genialen Lautenwerke von Silvius Leopold Weiss.

William Youn

Als einen »echten Poeten« mit »bravouröser Anschlagstechnik« rühmt die Presse den 1982 geborenen koreanischen Pianisten William Youn, der aus der Talentschmiede von Karl-Heinz Kämmerling stammt.
Zu William Youns Projekten gehören Konzerte in Häusern von Weltrang und Festivalauftritte von Berlin über Seoul bis New York. Im Dezember 2014 gab Youn unter Leitung von Lorin Maazel sein Debüt mit den Münchner Philharmonikern. Auf dem Programm standen drei Konzerte in München mit Chopins 1. Klavierkonzert.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet Youn auch mit Nils Mönkemeyer, David Orlowsky, Veronika Eberle, Sunhae Im, Nicola Benedetti, Ye-Eun Choi und dem Kuss Quartett. Vermehrt tritt Youn auch am Hammerflügel auf wie beim Festival Mitte Europa oder dem Mozartfest Würzburg. Zudem macht William Youn Rundfunkproduktionen in Deutschland bei den Sendern der ARD, international bei KBS Korea, in den USA beim National Public Radio Boston und beim Tschechischen Rundfunk.

Ausbildung begann der Kosmopolit Youn in Korea, mit 13 Jahren ging er nach Amerika ans New England Conservatory in Boston, mit 18 wechselte er erneut den Kontinent und ging an die Musikhochschule Hannover in die legendäre Pianistenklasse von Karl-Heinz Kämmerling, später von Bernd Goetzke.

Als Stipendiat der Piano Academy Lake Como arbeitete Youn regelmäßig mit Künstlerpersönlichkeiten wie Dmitri Bashkirov, Andreas Staier, William Grant Naboréoder Menahem Pressler zusammen. William Youn ist mehrfacher Preisträger internationaler Wettbewerbe (Cleveland International Piano Competition, Concorso Internazionale Alessandro Casagrande, Shanghai Piano Competition, Busoni Wettbewerb Bozen, Concours Reine Elisabeth Brüssel). 2011 wurde er in seiner Wahlheimat München mit dem Bayerischen Kunstförderpreis geehrt. Seit 2012 engagiert sich Youn auch im Stiftungsrat der Wilhelm-Kempff-Kulturstiftung.

Nach CD-Veröffentlichungen für Sony Korea und ARS Produktion erschien 2013 die erste CD einer Reihe mit Mozarts Klavierwerken bei Oehms Classics – hochgelobt in den Medien und mit dem Pizzicato Supersonic Award ausgezeichnet.

Pawel Zalejski

Der polnische Geiger Pawel Zalejski gewann 2008 als Primarius des Apollon Musagete Quartetts nicht nur den ersten Preis, sondern beinahe alle Sonderpreise beim 57. Internationalen Musikwettbewerb der ARD. Schnell etablierte sich das Streichquartett als feste Größe innerhalb der europäischen Musikszene und begeistert Publikum und Presse mit seinen mitreißenden und berührenden Interpretationen gleichermaßen. 2010 debütierte es in der Berliner Philharmonie. Im Rahmen des »Rising-Stars«-Zyklus wurde es vom Wiener Konzerthaus sowie vom Wiener Musikverein nominiert und trat in renommiertesten europäischen Konzerthäusern auf. In der Saison 2012/13 wurde das Quartett zum »New Generation Artist« des BBC ernannt und 2014 mit dem Boerletti-Buitoni Trust Award ausgezeichnet.

Zahlreiche Wiedereinladungen führen das Ensemble auf namhafte Bühnen: So wird es unter anderem in der Londoner Wigmore Hall, der Carnegie Hall in New York, im Gewandhaus Leipzig, dem Louvre in Paris und der Tonhalle Zürich zu erleben sein. Das Quartett arbeitete mehrfach mit Mitgliedern des ehemaligen Alban Berg Quartetts. Zu weiteren Kammermusikpartnern zählen bedeutende Musiker wie Angelika Kirchschlager, Jörg Widmann, Alexander Lonquich, Gabriela Montero und Martin Fröst.

Pawel Zalejski war Preisträger beim Johannes Brahms International Wettbewerb in Pörtschach, beim Bronislaw Hubermann Konzert Zyklus des Österreichischen Instituts in Warschau, beim International Tadeusz Wronski Solo Violin Wettbewerb in Warschau , beim Stefanie-Hohl Violinwettbewerb in Wien, Gewinner des »Grand Prix« beim Internationalen Wettbewerb für Moderne Musik der »Accademia di Concordi Roma« in Gioia dell Colle und gewann mehrere Internationale Kammermusikpreise u.a. mit Monika Hager-Zalejski mit dem »Duo Viennese«.

Pawel Zalejski studierte an der Frédérik Chopin Musik Akademie in Warschau, an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und absolvierte sein Konzertexamen mit Auszeichnung an der Hochschule für Musik in Detmold. Er war auch Stipendiat an der Bloomington School of Music, Indiana University (USA).

Er war Gastkonzertmeister des Südwestdeutschen Kammerorchesters, des Kurpfälzischen Kammerorchesters, der »Sinfonia Varsovia« (Polish Chamber Orchestra) unter der Leitung von Krzysztof Penderecki und ist seit der Saison 2014/2015 1. Konzertmeister des Symphonieorchester Vorarlberg und von Ensemble Kontraste Nürnberg.