Übersicht der Künstler alphabetisch

Armida Quartett

Martin Funda Violine
Teresa Schwamm Viola
Johanna Steammler Violine
Peter-Philipp Staemmler Violoncello

»Kein Zweifel: Das Armida Quartett gehört zu jenen jungen Nachwuchsensembles, die uns Musik auf neue Art erleben lassen. Um die Zukunft der Kammermusik müssen wir uns keine Sorgen mehr machen. Sie hat längst begonnen.« RONDO Magazin

Seit dem spektakulären Erfolg beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD 2012, bei dem das Armida Quartett mit dem ersten Preis, dem Publikumspreis sowie sechs weiteren Sonderpreisen ausgezeichnet wurde, hat sich die Karriere des jungen Berliner Streichquartetts rasant weiter entwickelt. Von 2014 bis 2016 war das Quartett in der BBC Reihe »New Generation Artists« mit zahlreichen Konzerten und Rundfunkaufnahmen unterwegs. Vergangene Saison war das Quartett in der renommierten Konzertreihe »Rising Stars« der großen Konzerthäuser Europas mit über 20 Konzerten vertreten. 2018 gastierte das Quartett erstmals in den USA.

Namensgeber des 2006 in Berlin gegründeten Quartettes ist eine Oper von Haydn, dem »Vater des Streichquartettes«. Das Studium erfolgte bei Mitgliedern des Artemis Quartetts sowie bei Rainer Schmidt (Hagen Quartett), weitere Mentoren sind Reinhard Goebel, Alfred Brendel und Tabea Zimmermann.

In der Saison 2017/18 gastierte das Quartett bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, den Mahler Festwochen Toblach/Südtirol sowie erstmalig bei der Schubertiade. Weitere Konzerte führten das Ensemble u.a. nach London, Basel und Zürich. Höhepunkte auf der ersten USA Tournee waren Konzerte in Boston und New York. Außerdem unternahm das Quartett eine ausgedehnte Europatournee in Zusammenarbeit mit dem Modigliani Quartett mit Konzerten in Wien, Berlin, Hannover und Hamburg. Weitere Partner in der Saison waren Jörg Widmann sowie Kit Armstrong.

Bereits 2011 gewann das Armida Quartett beim Concours de Genève den ersten Preis sowie den Publikumspreis. Zuvor erhielt das junge Ensemble verschiedene Stipendien, unter anderem von der Irene Steels-Wilsing Stiftung sowie der Schierse Stiftung Berlin. 2013 erschien die Debüt-CD des Quartetts mit Werken von Béla Bartók, György Ligeti und György Kurtág und wurde kurz darauf in die Bestenliste des Deutschen Schallplattenpreises aufgenommen. Weitere Einspielungen entstanden mit Werken von Mozart, Beethoven und Schostakowitsch, 2017 folgte »Fuga Magna« eine »Fugen-Zeitreise« durch die Jahrhunderte.

Die regelmäßige Zusammenarbeit mit anderen Künstlern ist dem Armida Quartett ein großes Anliegen – die Musiker haben bereits mit Anna Prohaska, Thomas Hampson, Ewa Kupiec, Max Hornung, Tabea Zimmermann, Jörg Widmann und Daniel Müller-Schott zusammen gearbeitet.
Neben der Konzertaktivität gibt das Ensemble auch Meisterkurse im In- und Ausland.

Alex Bayer

Alex Bayers musikalische Wege sind seit jeher unkonventionell. Schon in früher Kindheit weigerte er sich, Blockflöte zu lernen. Da er des gewöhnlichen Musizierens nicht mächtig war, der Drang Musik zu schaffen jedoch immer lauter an die Tür klopfte, verschrieb er sich in seinen Jugendjahren der »Musique Concrète«. Es entstand eine Vielzahl von Kompositionen/Improvisationen für Amiga 500 (*1) und den Bestand des elterlichen Werkzeugkellers. Mit vierzehn wurde eine durch John Deacon (Queen) personifizierte Vision immer deutlicher: Der Wunsch, Bass zu spielen!

Es dauerte noch vier Jahre und bedurfte des Umwegs über die klassische Gitarre, bis er mit achtzehn seinen ersten eigenen E-Bass mit der Linken fasste und ihn seitdem auch nicht mehr losließ. Fast zur gleichen Zeit stieß er in der Vinylsammlung seines Bruders auf Platten von John Coltrane, Friedemann Graef und Dave Brubeck. Diese Platten legten den Grundstein für eine Idee von Musik, die den Drang nach Freiheit, emotionalem Ausdruck, freier musikalischer Kommunikation und die Lust an rhythmischen Asymmetrien in sich trägt. Von 2001 bis 2006 studierte Alex Bayer an der Musikhochschule Nürnberg Jazz-Bass, entdeckte glücklicherweise den Kontrabass und vernachlässigte leider seine eigene Musik mehr und mehr. Seit dem Verlassen der Hochschule ist er nun erfolgreich damit beschäftigt, das musikalische El Dorado seiner früheren Jahre wieder zu entdecken.
Tourneen und Studienaufenthalte brachten ihn nach Brasilien, USA, Mazedonien, Polen, Norwegen, Österreich, Dänemark, Ukraine, Schweiz, Holland, Bulgarien und in weitere Länder. Alex Bayer ist bekannt für seine Experimentierfreudigkeit und seine im positiven Sinn sprunghafte Begeisterung an den verschiedensten musikalischen Spielformen!

Paul Beynet

Paul Beynet studierte am Pariser Konservatorium Klavier, Liedbegleitung und Kammermusik. Seit seiner Jugend ist er fasziniert von der Vielfalt, die ihm seine 88 Klaviertasten bieten.
Seine Ausbildung und seine Bühnenerfahrung ermöglichen ihm sowohl als Solist als auch als Kammermusiker erfolgreich aufzutreten, bei französischen Festivals, aber auch bei der Hugo-Wolf-Akademie in Stuttgart.

2013 äußerte der Orchesterleiter der Royal Opera David Syrus über ihn: »Paul Beynet ist ein erstklassiger Musiker und spielt mit Autorität und Fantasie, technisch außergewöhnlich sicher.« Im selben Jahr gründete Beynet mit dem Klarinettisten Elodie Roudet das Duo Onyx, Preisträger zahlreicher Wettbewerbe. Das Duo wurde zu Festivals eingeladen wie Les Moments Musicaux du Tarn, Musicales d'Orcival, und zur Programmgestaltung von Jeunes Talents.

Zusammen mit dem Tenor Enguerrand de Hys ist er Preisträger des Wettbewerbs Concours International de Lied et Mélodie in Gordes (2014).

2016 gründeten Paul Beynet, Enguerrand de Hys und Elodie Roudet das Trio Ayònis, das seitdem bei bekannten Festivals und in renommierten Häusern auftritt, wie dem Théâtre Impérial de Compiègne und der Opéra de Lille.

Eine weitere wertvolle Zusammenarbeit entwickelte sich mit dem Orchesterleiter und Geiger Oswald Sallaberger, mit dem er zahlreiche musikalische Projekte realisierte. Unter seiner künstlerischen Leitung spielte Beynet die Konzerte op. 11 von Chopin und KV 414 von Mozart.

Regelmäßig konzertiert Beynet auch mit der Sopranistin Maria Mirante, die beiden wurden u. a. eingeladen zu den Festivals 1001 Notes, Un Été à Bourges, Les Heures Musicales en Monédières, und ins l'Auditorium du Musée de Grenoble und Jersey Arts Centre.

Im Januar 2016 rief Paul Beynet das Projekt Pentegramme am Operntheater von Limoges ins Leben, in Zusammenarbeit mit dem Jazzmusiker Edouard Ferlet im Rahmen des Festival 1001 Notes.

Neben seinen Auftritten ist Beynet führender Dozent für Liedbegleitung am Conservatoire de Boulogne-Billancourt und Artist in Residence am Théâtre Impérial de Compiègne.

Camerata Jagellonica

Der Akademische Chor Camerata Jagellonica der Jagiellonen-Universität wurde 2006 gegründet. Er besteht aus dem Krakauer Akademischen Chor der Jagiellonen-Universität (Männerstimmen – gegründet 1878) und dem Akademischen Frauenchor der Jagiellonen-Universität (gegründet 2006).

Der Chor tritt bei den wichtigsten Veranstaltungen auf, die in der Jagiellonen-Universität stattfinden. Über diese akademischen Aktivitäten hinaus nimmt der Chor an zahlreichen Festivals und Wettbewerben teil, in Polen und im Ausland. Die wichtigsten Auszeichnungen waren u.a. das Golddiplom beim polnischen Festival von Studentenchören in Warschau (2017), zwei Silberdiplome, die beim siebten internationalen Chorwettbewerb und Festival Canco Mediterrania und beim internationalen »Pau Casals« Chorwettbewerb in Lloret de Mar und Barcelona gewonnen wurden und der Goldene-Saite-Preis (zweiter Platz) beim polnischen Chorwettbewerb in Niepolomice (2016). Außerdem nahm der Chor am Shanghai China International Arts Festival (2009), am internationalen Festival Cori d’Europa in Udine (2012, 2015) und am internationalen Treffen von Studentenchören in Blagoevgrad und Sofia (2015) teil.

Darüberhinaus hat der Chor Camerata Jagellonica verschiedene Alben aufgenommen und veröffentlicht, darunter Das Lied der Katyn-Familien von H. M. Górecki (2008), das Album Die Jagiellonen-Universität für Johannes Paul II, enthaltend u.a. »Missa pro Pace« und »Heimatland« von F. Nowowiejski (2011), das Album Am Weihnachtstag mit polnischen Weihnachtsliedern (2015), und das Album Erinnerungen an Konzerte – Vol. I (2016).

Im Jahr 2014 nahm der Chor teil an der Premiere der historischen Musikaufführung von Jan A. P. Kaczmarek »Universa – Open Opera«, geschrieben aus Anlass des 650. Jahrestags der Gründung der Jagiellonen-Universität. 2016 wirkte der Chor mit an der Multimedia-Show FLOW (die Geschichte Wroclaws/Breslaus im 20. Jahrhundert darstellend) – eines der Hauptereignisse des Jahres, in dem die Stadt europäische Kulturhauptstadt war.

Der Chor Camerata Jagellonica arbeitete auch mit einer Reihe ausgezeichneter Chöre und Orchester zusammen, einschließlich des Polnischen Radiochors, des Chors und Orchesters der Karol-Szymanowski-Philharmonie in Krakau, und dem ständigen Orchester der Königlichen Hauptstadt Krakau Sinfonietta Cracovia.

Janusz Wierzgacz ist verantwortlich für künstlerische Gestaltung und Leitung des Chors, während Oleg Sznicar zweiter Dirigent und musikalischer Begleiter ist. Manager des Chors ist Filip Moszner.

Ensemble CASTOR

Ludovico Minasi Violoncello
Petra Samhaber-Eckhardt Violine
Monika Toth Violine
Erich Traxler Hammerklavier

Das Ensemble CASTOR, welches sich aus oberösterreichischen, international erfolgreichen Musikern, die sich auf die historische Aufführungspraxis spezialisiert haben, zusammensetzt, hat seinen Schwerpunkt auf die Streicherkammermusik des 17. und 18. Jahrhunderts gelegt.

Musikalische Leiterin ist die Linzer Geigerin Petra Samhaber-Eckhardt. Ein besonderes Anliegen ist die italienische Musik des Seicento sowie Raritäten aus dem österreichisch-bayerischen Raum.
2014 veröffentlichte das erfolgreiche Ensemble seine erste CD »Discorsi Musicali« mit Werken des Schärdinger Komponisten Rupert Ignaz Mayr, welche auch in den Medien sehr positives Echo hinterließ.
Außerdem setzt sich CASTOR mit klassischer Musik auf dem Hammerklavier auseinander und durfte bereits auf sehr erfolgreiche Konzerte in der berühmten Klaviersammlung auf Schloss Kremsegg blicken.
In den letzten beiden Jahren hat sich CASTOR nun auch über die österreichischen Grenzen hinweg als ein hoch geschätztes Ensemble etabliert und kann auf Einladungen zu renommierten Festivals wie Carinthischer Sommer, Internationale Barocktage Melk, Festival St. Gallen, Händel-Haus Halle, fränkischer sommer, Salzkammergut Festwochen etc. verweisen. Ein Konzertmitschnitt des ORF, sowie zahlreiche Einladungen zu Sendungen im Ö1 unterstreichen die hohe Qualität von CASTOR. Im Juli 2017 eröffnete CASTOR den Attergauer Kultursommer.

CASTOR hat regelmäßige Projekte mit dem italienischen Stargeiger Enrico Onofri sowie mit international anerkannten SängerInnen wie Mireille Lebel, Christina Gansch, Silvia Frigato. Zahlreiche herausragende Kritiken (»das junge oberösterreichische Ensemble bot fulminante Interpretationen«, »das Ensemble Castor erweckt alte Musik zu ganz neuem Leben«) zeugen von der hohen Qualität des Ensembles.
Das Ensemble CASTOR gewann 2015 den Kulturförderungspreis der Stadt Linz.
Das wohl wichtigste Anliegen des Ensemble CASTOR ist die Pflege und Wiederentdeckung der oberösterreichischen Barockmusik und deren Kulturschätze im oberösterreichischen Raum.
Im Februar 2017 machte CASTOR in Kooperation mit Musica Kremsegg eine Ersteinspielung von Mozarts Klavierkonzerten op. 107 auf einem Hammerklavier der dortigen Instrumentensammlung, welche vom Label SONY »deutsche harmonia mundi« im Mai veröffentlicht wurde. Zahlreiche ausgezeichnete Rezensionen der CD u.a. auch im Grammophone 8/2017 sprechen für die Qualität des Ensembles: »These players never fail to find something to say ... lovely, imaginative performance on some sweet sounding instruments.«

Jörg Dürmüller

Der Schweizer Tenor Jörg Dürmüller studierte am Konservatorium Winterthur und der Musikhochschule Hamburg. Nach ersten Engagements in Bielefeld und Braunschweig führte ihn sein Weg an die Komische Oper Berlin und an die Volksoper Wien, das Teatro Real in Madrid, das Teatro Regio in Turin, das Theatre de Champs-Elysées in Paris, die Hamburgische Staatsoper und weitere renommierte Häuser.

Jörg Dürmüllers Repertoire reicht von den Evangelistenpartien Bachs bis ins Wagner-Fach. Er gastierte an namhaften Musikfestivals und wird immer wieder von bedeutenden Orchestern wie New York Philharmonic, dem Tonhalleorchester Zürich und dem Gewandhausorchester Leipzig eingeladen.

Seine musikalische Bandbreite lässt sich auf zahlreichen Aufnahmen von der Matthäuspassion unter Ton Koopman bis zu Der fliegende Holländer unter Bruno Weil verfolgen. Vor zwei Jahren sang er unter anderem den Fischer in der Aufnahme Der Fischer und syn Fru von Othmar Schoeck mit dem Musikkollegium Winterthur unter der Leitung von Mario Venzago. Mehrere Konzerte mit dem Jerusalem Symphony Orchestra führten ihn nach Israel. Letztes Jahr sang er unter der Leitung des Thomaskantors Gotthold Schwarz mit dem Gewandhausorchester Leipzig den Evangelisten in Bachs Matthäuspassion.

Jörg Dürmüller lebt in der Schweiz und ist Gesangsprofessor an der HEMU (Hochschule für Musik), Site de Fribourg.

ensemble KONTRASTE

1990 in Nürnberg gegründet, setzte das eK von Beginn auf konzeptionelle Programme, unabhängig vom jeweils herrschenden Musikdiktat des Mainstream.
Das Rückgrat des Ensembles bildet die Konzertreihe in der Nürnberger Tafelhalle. Auf der steten Suche nach einem intensiven Konzerterlebnis, für Musiker wie Publikum, entwickelte das eK eine lebendige Vielfalt, die ihresgleichen sucht – mit Kammer- oder Ensemblemusik, klassisch oder zeitgenössisch, allein oder in Verbindung mit Schauspiel, Puppentheater, Videokunst, Film, Literatur, Bildender Kunst.

Das Rückgrat des eK-Programms bildet die Konzertreihe KONTRASTE – Klassik in der Tafelhalle. Unkonventionell wie der Spielort sind die Konzerte, mit eigener dramaturgischer Linie, alle Sparten des klassischen Musikangebots umfassend.

Das ensemble KONTRASTE begegnet in seiner künstlerischen Arbeit Altem mit Respekt und Neuem ohne Avantgarde-Attitüde. Zahlreiche Werke – vielfach in direkter Zusammenarbeit mit den Komponisten – beispielsweise von Heinz Winbeck, Martin Smolka, Klaus Ospald, Michael Obst, András Hamary, Leo Dick und Marcus Maria Reißenberger sind so entstanden.

Über die Nürnberger Konzerttätigkeit hinaus spielte das eK in vielen europäischen Metropolen und erhielt Einladungen zu renommierten Festivals: Wiener Festwochen, Schwetzinger Festspiele, Chopin-Festival Warschau, Berlinale, Salzburger Festspiele, Schleswig-Holstein-Musikfestival und Musikfest Nara in Japan.

Zahlreiche Preise würdigen die Arbeit des Ensembles: Wolfram-von-Eschenbach-Förderpreis (1999), Förderpreis der Ernst-von-Siemens-Musikstiftung (2000), Kultur-Förderpreis der Stadt Nürnberg (2004), Friedrich-Baur-Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste (2007), Kulturpreis der E.ON Bayern AG (2010) und Wolfram-von-Eschenbach-Preis (2015).

Andreas Frese

Der Pianist Andreas Frese, von Publikum und Presse als empathischer und expressiver Begleiter geschätzt, ist auf dem internationalen Konzertpodium wie im Aufnahmestudio gleichermaßen zu Hause.

Die erzählerische Intensität und Intimität seines Vortages machen ihn zum gefragten Liedbegleiter und Kammermusikpartner von Künstlern wie Julia Kleiter, Elisabeth Kulman, Hanna-Elisabeth Müller, Alison Browner, Melinda Paulsen, Christoph und Julian Prégardien, Daniel Behle, Benjamin Bruns, Sebastian Kohlhepp, Daniel Schmutzhard, Christian Immler, Kwangchul Youn, Martin Walser, Robert Sund, dem RTÉ Concert Orchestra, dem Ensemble Camerata Musica Limburg, dem Amaryllis Quartett oder dem Mannheimer Streichquartett, mit denen er u.a bei den Salzburger Festspielen, der Schubertiade Hohenems und Schwarzenberg, dem Festival Ljubljana, in der Laeiszhalle Hamburg, der Kölner Philharmonie, der National Concert Hall Dublin oder dem Mozarteum Argentino in Buenos Aires zu hören war.

Seine Diskografie umfasst u.a. die erste vollständige Gesamteinspielung von Antonín Dvoráks Jugendzyklus Zypressen mit Marcus Ullmann, Martin Bruns und dem Bennewitz Quartett, verschiedene Produktionen mit Christoph Prégardien, Alison Browner oder Camerata Musica Limburg. Künftige Projekte beinhalten die Aufnahme sämtlicher Männerchorwerke Franz Schuberts mit Christoph Prégardien und Camerata Musica Limburg, deren erste drei CDs »Sehnsucht«, »Der Triumph der Liebe« und »Wehmut« gerade erschienen sind.

Seine Ausbildung erhielt Andreas Frese zunächst als Mitglied der Limburger Domsingknaben. Nach seinem Klavierstudium an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf in der Klasse von Ria Goetze, der intensiven Beschäftigung mit Kammermusik sowie einem zusätzlichen Studium der Literatur- und Musikwissenschaften schloss er seine Ausbildung in der Meisterklasse für Liedinterpretation von Irwin Gage und Esther de Bros in Zürich ab. Weitere Impulse erhielt Andreas Frese in Meisterkursen u.a. mit Christoph Prégardien, Matthias Goerne, Edith Wiens, Johannes Goritzki, Ferenc Rados und Dietrich Fischer-Dieskau. 2002 war er Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes.

Michael Gees

»Gees hat während des ganzen Abends gespielt, als ob er der Schöpfer der Kompositionen sei und darüber gewacht, daß alles sich so zusammenfüge, wie er es innerlich gegenwärtig hatte. Seine Augen waren nicht die des nur reproduzierenden Künstlers, sondern die ackernden des Ent ammten, wie er in unserer Vorstellung als schöpferischer Komponist lebt.« N. Campogrande

Mit drei Jahren ist das Klavier sein Lieblingsspielzeug, ab fünf bekommt er Unterricht, mit acht gewinnt er den Steinway-Wettbewerb und erhält ein Stipendium am Mozarteum Salzburg. Gefeiert als»Westfälischer Mozart«, studiert er an den Hochschulen in Wien und Detmold und es scheint, als stünde einer Pianistenkarriere nichts mehr im Wege.
Doch die Sehnsucht des begabten Kindes, die Welt der Klänge auf seine Art zu erforschen, sie immer wieder von Note zu Note gleichsam neu zu erfinden, statt Technik zu üben, ist stärker.
Das »Wunderkind« entflieht mit 15 Jahren dem Druck der vorgezeichneten Wettbewerbskarriere, läuft fort von Schule, Hochschule und Elternhaus, sorgt durch Gelegenheitsarbeiten für seinen Lebensunterhalt, jobbt als archäologischer Helfer und fährt zwei Jahre zur See.
1974 ergibt sich die Möglichkeit eines Studiums an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Er entwickelt auf individuellem Weg pianistische Fähigkeiten, komponiert, wird international als hervorragender Liedbegleiter bekannt und konzertiert weltweit.
Mit seinem Spiel lässt er eine lang vergessene Tradition wiederaufleben: das Werk mit extemporierten Anteilen auszuschmücken.
2001 eröffnet er das von ihm ins Leben gerufene Consol Theater. Hier werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeregt und ermutigt, eigene künstlerische Impulse zu entdecken und zu verwirklichen.

Beim eigenen Label kunstvereint, bei CPO und EMI sind etliche CDs mit Michael Gees erschienen. Seit 2007 ist er mit Challenge Classics verbunden. Die dort erschienene Schöne Müllerin (mit Christoph Prégardien) wurde 2009 mit dem MIDEM Classical Award ausgezeichnet und wurde zugleich Recording of the Year.
Michael Gees arbeitet an Solo-Recitals zwischen Tradition und Neuland, an Liederabenden und Melodramen sowie an Bühnenmusiken.

Irmgard Gorzawski

Die Harfenistin Irmgard Gorzawski studierte an der Münchner Musikhochschule bei Prof. Helga Storck und erreichte das Konzert-, Instrumentalpädagogik- und Meisterklassen-Diplom. Zeitgleich absolvierte sie das Studium für Lehramt an Grundschulen an der Ludwig-Maximilians-Universität in München mit erfolgreicher Staatsexamensprüfung. Anschließend erweiterte sie ihr Harfen-Repertoire bei Prof. Maria Graf an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg, wo ihr das Konzertexamen mit mehrfacher Auszeichnung zuerkannt wurde.

Stipendien, u. a. von Seiten der Studienstiftung des deutschen Volkes und der Richard-Wagner-Stiftung, begleiteten ihren Weg der künstlerischen Ausbildung.

Im Philharmonischen Orchester der Stadt Ulm begann sie ihren Beruf als Orchestermusikerin. Später entschied sie sich für den vielseitigen freiberuflichen Weg, der sie als Orchesterharfenistin regelmäßig in namhafte Opern- und Symphonieorchester führt. So arbeitete sie unter anderem im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Mariss Jansons, bei den Münchner Philharmonikern unter Valery Gergiev, sowie im Orchester der Bayerischen Staatsoper unter Kirill Petrenko.

Ihr solistisches Repertoire umfasst die Harfenliteratur mehrerer Jahrhunderte. Aufführungen und Uraufführungen zeitgenössischer Musik gehören selbstverständlich zu ihrem Aufgabenfeld. So führte sie die Aufführung der Kirchenoper Augustinus von Wilfried Hiller 2012 nach Rom und zu einem Privatkonzert für Papst Benedikt XVI. in seiner päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo.

Ihr instrumentales Können gibt Irmgard Gorzawski gerne weiter: Sie ist seit 18 Jahren Harfenlehrerin der Städtischen Musikschule ihres Heimatlandkreises Landshut; zusätzlich hat sie einen Lehrauftrag für den Instrumentalunterricht an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Ihr Unterrichtserfolg zeigt sich an der Musizierfreude ihrer Schüler und Studenten sowie an deren zahlreichen Wettbewerbs-Preisen.

Stefan Grasse

Stefan Grasse, 1962 in München geboren, studierte Jazz- und klassische Gitarre bei Peter O'Mara (Jazz School München), Kurt Hiesl (Meistersinger-Konservatorium Nürnberg), Phillip Thorne (Royal Scottish Academy of Music and Drama, Glasgow) und Pepe Romero (Internationale Sommerakademie Salzburg).

Er erhielt Stipendien des Bayerischen Rundfunks, den »Guitar Challenge Prize 1991« der Royal Scottish Academy, den »Scottish Society of Composers’ Award 1991«, den Kulturförderpreis der Stadt Nürnberg (Nürnberg-Stipendium 1996), den Kulturpreis 2004 des Kulturforums Franken und den Kulturförderpreis 2018 des Bezirks Mittelfranken. Bis 2018 gab Stefan Grasse weit über 2000 Konzerte in vielen europäischen Ländern, in Australien, Argentinien, China, Türkei und den USA.

Stefan Grasse arbeitete mit zahlreichen Künstlern zusammen: u.a. mit Viviane de Farias, Claude Chalhoub, Ian Melrose, Yvonne Zehner, Hajo Hofmann, Alastair Savage, Eddie McGuire, Lizzy Aumeier, Radek Szarek, Roman Bunka, Martin Müller, Tess Remy-Schumacher, Corinna Schreiter, Bettina Ostermeier, Duo NIHZ, Sebastian Weber, Conny Sommer, Christian Diener und Pedro Tagliani.
Seit 1993 hat Stefan Grasse 16 CD-Produktionen unter eigenem Namen veröffentlicht.
Neben seiner Tätigkeit als Konzertgitarrist und Komponist ist Stefan Grasse künstlerischer Leiter der »Nürnberger Gitarrennächte«.

Andreas Martin Hofmeir

Andreas Martin Hofmeir gilt als wichtigster Pionier seines Instruments, das er nicht nur als klassisches Solo- und Kammermusikinstrument, sondern auch als Melodieinstrument im Jazz und – mit der Band LaBrassBanda – in der Popmusik zu etablieren wusste. Erst spät zur Tuba gekommen, gewann als erster Tubist überhaupt den ECHO Klassik als Instrumentalist des Jahres und wurde mit nur 32 Jahren zum Professor an die Universität Mozarteum Salzburg berufen.

Andreas Martin Hofmeir und Andreas Mildner – duo tuba & harfe:

Die Idee des Tubisten Andreas Martin Hofmeir, ein Duo in der außergewöhnlichen Besetzung Tuba und Harfe zu gründen, basierte ursprünglich auf einem ganz simplen Gedanken – dass zu einer Harfe meist auch eine hübsche Harfenistin gehört...
Doch dann kam es ganz anders: Im Anschluss an den Deutschen Musikwettbewerb 2005 wurden die beiden Preisträger Andreas Martin Hofmeir und Andreas Mildner ebenso kurzerhand wie zwangsweise als duo tuba & harfe zusammengebunden. Als man sich etwas missmutig und schwer enttäuscht über die Irrungen des Schicksals zur ersten Probe traf, fand ausgerechnet am selben Abend das Vorrundenspiel der WM 2006 zwischen Deutschland und Polen statt. Zum Glück war man sich schnell in jeder Hinsicht einig: sowohl musikalisch als auch darin, die Probe möglichst kurz zu halten und anschließend zum Public Viewing in den Biergarten zu gehen. Der Grundstein für eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit war gelegt, und das duo tuba & harfe gab seither über siebzig Konzerte in Deutschland, Österreich und Brasilien, unter anderem beim Schleswig-Holstein Musik Festival, bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen und beim Festival Mitte Europa.
Die Instrumentenkombination des Duos ist sicherlich einzigartig. Garant für seinen Erfolg ist aber, dass sich hier zwei Musiker zusammengefunden haben, die zu den besten ihres Fachs zählen.
Beide Musiker konzertieren regelmäßig solistisch im In- und Ausland. Eine Besonderheit des Ensembles ist es, dass sie ihre Konzerte mit viel Witz und Gespür für das Publikum moderieren. So wurde ihr außergewöhnliches Programm auch von konservativsten Zuhörerschaften ausnahmslos begeistert aufgenommen.
Die Programme des Duos reichen von Originalkompositionen, die eigens für diese Musiker geschrieben wurden über originelle Bearbeitungen bis hin zu Solowerken, in denen die Instrumente einzeln vorgestellt werden.

Kammerchor der Universität Erlangen-Nürnberg

Der Kammerchor der Universität Erlangen-Nürnberg wurde 2003 von Julian Christoph Tölle bewusst als kleines Vokalensemble gegründet mit der klaren Perspektive, Hochleistung anzustreben.

Unter seiner Leitung entwickelte sich das Ensemble rasch zu einem äußerst leistungsfähigen Klangkörper, der sowohl geistliche als auch weltliche Literatur aller Epochen und Stilrichtungen auf höchstem künstlerischem Niveau interpretiert und durch seine jugendliche Ausstrahlung und seine außergewöhnlich klaren Stimmen besticht. Die Chormusik des 20. Jahrhunderts bildet inzwischen einen der Schwerpunkte.
Die 18 Sängerinnen und Sänger wurden seit 2005 immer wieder vom Staatstheater Nürnberg für besondere Choraufgaben engagiert. Neben viel beachteten Konzerten innerhalb der Universität und der Metropolregion kooperierte das junge Ensemble häufig mit dem Hans-Sachs-Chor . Mit ihm zusammen wurden beispielsweise sämtliche Elgar-Oratorien aufgeführt und 2012 eine viel beachtete Messiaen-Produktion innerhalb der Internationalen Orgelwoche Nürnberg (ION) realisiert. Der Kammerchor gestaltet seit 2013 außergewöhnliche Konzertprojekte im Rahmen des Fränkischen Sommers.

Jan Kobow

Der in Berlin geborene Tenor Jan Kobow ist der Musikwelt seit seinem ersten Preis beim Leipziger Bachwettbewerb 1998 ein Begriff und hat sich seitdem insbesondere als Interpret von Barockmusik international einen Namen gemacht. Einladungen in viele Länder zeugen davon, u.a. von Masaaki Suzuki, John  Eliot Gardiner, Sigiswald Kuijken, Philippe Herreweghe, Nicolaus Harnoncourt, Lars Ulrik Mortensen, Frans Brüggen, Jos van Immerseel, Philippe Pierlot etc.

Jan Kobow hat als Solist bei ca. 100 CD-Aufnahmen mitgewirkt und schon neun Soloalben aufgenommen, u.a. die drei Liederzyklen Schuberts (mit Kristian Bezuidenhout und Christoph Hammer), aber auch Lieder von Mendelssohn, Seckendorff, Johann Krieger, Carl Loewe, John Dowland sowie weitere Schubertlieder u.a. mit Pianisten wie Cord Garben oder Ludger Rémy.
Zuletzt erschien u.a. die Einspielung mit der Evangelistenpartie der Markuspassion von Reinhard Keiser und die von der Presse sehr positiv aufgenommene Schubert-Wintereise in Originalversion. Viele Standardwerke wie Haydns Schöpfung und Jahreszeiten, Bachs Weihnachtsoratorium, Johannespassion und h-Moll-Messe liegen teilweise in unterschiedlichen Versionen auf CD vor.

Jan Kobow ist schon bei diversen Barockopernproduktionen aufgetreten, u.a. im Theatre de la Monnaie in Brüssel oder im New Yorker Lincoln Center, und verkörperte zuletzt mit großem Erfolg die Titelpartie der Oper von Boxberg im Wilhelma-Theater in Stuttgart, die bereits auf CD erschienen ist.
Besonders beliebt beim Publikum ist er in Buffo-Partien, was  seine Einspielung der Operette Die Blaue Mazur von Léhar dokumentiert oder auch Ariadne von Conradi.

Als Liedsänger unternimmt er Tournéen durch deutsche Städte wie Münster, Oldenburg, Bremen mit Schuberts Winterreise zusammen mit Christoph Hammer.

Auch als Ensemblesänger hat er einen hervorragenden Ruf und ist Gründungsmitglied des Vokalensembles Die Himlische Cantorey mit der bereits zahlreiche CDs erschienen sind. Weitere Mitwirkungen mit Gli Angeli Geneve, Weser-Renaissance, Collegium Vocale Gent etc. sind ebenfalls auf Aufnahmen dokumentiert. In Kürze erscheint in diesem Bereich Johann Hermann Scheins Israelsbrünnlein auf CD.

In der Saison 2015/2016 nahm er zusammen mit Dorothée Mields in einem Duettprogramm an der Ansbacher Bachwoche und den Thüringer Bachwochen teil, trat auf dem Oude Muziek Festival in Utrecht auf und sang Haydns Sieben letzte Worte mit Janine Jansen & Friends beim Musikfest Bremen. Weitere Höhepunkte waren Konzerte bei den Telemann-Tagen Magdeburg, der Beethovenwoche Bonn und der Bachakademie Stuttgart.
Konzerte und Liederabende bei den Festivals Fränkischer Sommer (Wandelkonzerte auf Schloss Seehaus) und Musica Franconia unterstreichen seine vielfältige sängerische Tätigkeit in Bayern.

In seinem Wohnort Schloss Seehaus ist er Gastgeber einer kleinen Konzertreihe und gibt sein sängerisches Wissen bei Meisterkursen weiter.

Jochen Kupfer

Jochen Kupfer ist sowohl in den Konzertsälen als auch auf den Opernbühnen ein weltweit gefragter Künstler. Mit Liederabenden und Konzerten gastierte er in ganz Europa, Japan, Mexico, Brasilien, Hong Kong, Israel und in den USA sowie bei zahlreichen namhaften internationalen Festivals. Sein Repertoire umfasst die Bachschen Passionen und Haydns Schöpfung ebenso wie die großen romantischen Oratorien, Orffs Carmina burana sowie die großen bekannten Liedzyklen bis hin zu den Liedern der Spätromantik und des Übergangs zur Moderne.

Jochen Kupfer sang unter der Leitung namhafter Dirigenten wie Giuseppe Sinopoli, Kurt Masur, Riccardo Chailly, Krzysztof Urbanski, Dirk Kaftan, Constantin Trinks, Raphael Frühbeck de Burgos, René Jacobs, Philippe Herreweghe, Jeffrey Tate, Enoch zu Guttenberg, Christof Prick, Kent Nagano, Fabio Luisi, Yuri Temirkanov, Paavo Järvi, Sir Roger Norrington und Herbert Blomstedt.
Neben Festengagements an der Semperoper Dresden und dem Staatstheater Nürnberg führten ihn Gastengagements an die Opernhäuser in Beijing, Tokyo, Strasbourg und an das Teatro Colón in Buenos Aires, an das Opernhaus Zürich, die Volksoper Wien, die Oper Graz sowie zur styriarte, an die Staatsoper Hamburg, die Komische Oper Berlin und die Oper Leipzig, die Berliner Staatsoper unter den Linden und die Bayerische Staatsoper München.
Viel beachtete Rollendebüts in den vergangenen Spielzeiten waren Stolzius in Bernd lois Zimmermanns Die Soldaten, Wozzeck in Bergs gleichnamiger Oper, Gunther (Götterdämmerung), Mandryka (Arabella), Kurwenal (Tristan und Isolde), Orest (Elektra), die Bösewichter (Hoffmanns Erzählungen), Escamillo (Carmen), die Titelpartie in in Rossinis Guillaume Tell, Giorgio Germont (La Traviata) sowie Pizarro (Fidelio).
Als »einfach brillant« (Opernwelt) beurteilte die Presse übereinstimmend 2011 Jochen Kupfers Debüt als Beckmesser in Die Meistersinger von Nürnberg (Staatstheater Nürnberg).
Sein Debüt beim Glyndebourne Opera Festival 2016 als Beckmesser kommentierte die Presse mit »Beckmesser sings gloriously...« (Daily Express).
2016 wurde Jochen Kupfer zum Bayerischen Kammersänger ernannt.
Mit Schuberts Winterreise (CD, MeisterKlang) sowie Wagners Die Meistersinger von Nürnberg auf DVD sind zwei erstklassige Aufnahmen erschienen, die seine zahlreichen Einspielungen aus dem Lied- und Konzertbereich ergänzen.

Bereits mit neun Jahren erhielt Jochen Kupfer Gesangsunterricht an der Musikschule seines Heimatortes Grimma. Er studierte Gesang bei Helga Forner (Musikhochschule Leipzig), besuchte Meisterklassen bei Theo Adam, Elisabeth Schwarzkopf sowie Dietrich Fischer-Dieskau und ergänzte seine Studien bei Rudolf Piernay, Harald Stamm und Dale Fundling.

Mira Lange

Mira Lange fühlte sich schon als Klavierschülerin am Frankfurter Konservatorium instinktiv von der Barockmusik angezogen. So studierte sie nach dem Abitur Cembalo bei Harald Hoeren an der Musikhochschule Frankfurt mit Blockflöte im Nebenfach bei Michael Schneider. Außerdem vertiefte sie ihr Verständnis der französischen Tanzmusik durch Barocktanzunterricht an der Musikhochschule Bremen.

2001 war sie erste Preisträgerin in der Ensemblewertung beim Telemann-Wettbewerb Magdeburg. Über die Barockmusik fand sie den Bogen zurück zum klassischen Klavierrepertoire auf historischen Hammerflügeln. Sie wirkt bei verschiedenen Ensembles wie der Lauttencompagney, dem Ensemble Resonanz, der Kammerakademie Potsdam und dem Ensemble 1800 Berlin mit und widmet sich besonders der Arbeit ihrer Ensembles WUNDERKAMMER, Con Fortepiano und der Konzertreihe in der WUNDERKAMMER Werkstatt.

Sebastian Manz

»Seine betörend schöne Tongebung und technische Souveränität suchen ihresgleichen«, würdigt Holger Arnold im Fono Forum, »einer der besten Klarinettisten des Landes«, sagt das ZDF Morgenmagazin, »er singt nicht nur mit der Klarinette, sondern er zaubert mit ihr«, schwärmt MDR Kultur.

Dies ist nur eine Auswahl der hervorragenden Presseresonanz zum Album »Carl Maria von Weber: Complete Works for Clarinet«, das 2017 beim renommierten Label BERLIN CLASSICS (Edel) erschien. Die Aufnahme wurde in der Kategorie »Konzerte« in die Bestenliste der Deutschen Schallplattenkritik aufgenommen: »Diese Gesamtaufnahme der Klarinettenwerke von Carl Maria von Weber überzeugt auf der ganzen Linie. Sebastian Manz lotet seinen Part musikalisch feinsinnig aus und profiliert sich als ein souveräner Meister seines Instruments. Technische Brillanz, Kantabiliät und nuancenreiche Tonschönheit, Spielwitz und kreativer Umgang mit dem Text kommen hier auf beglückende Weise zusammen. Eine Einspielung wie aus einem Guss, rund und frisch.« (Für die Jury: Norbert Hornig). In der Kategorie »Konzerteinspielung des Jahres (Musik 19. Jhd.)« erhielt »Weber: Complete Works for Clarinet« den ECHO Klassik. »Für mich der krönende Höhepunkt meines Weber-Projekts – er macht mich glücklich und stolz und würdigt mein Album, in das ich jahrelange Arbeit und viel Geduld gesteckt habe«, so der Klarinettist Sebastian Manz, für den es bereits der dritte ECHO Klassik ist.

Als Enkel des legendären russischen Geigers Boris Goldstein findet der 1986 in Hannover geborene Sohn zweier Pianisten seine musikalischen Wurzeln im deutsch-russischen Elternhaus. Mit sechs Jahren singt Manz im Knabenchor, versucht sich erst am Klavier, das er sehr gut beherrscht, konzentriert sich aber bald auf die Klarinette, die ihn seit Benny Goodmans Aufnahme des Es-Dur-Konzerts von Carl Maria von Weber fasziniert. Keine Geringeren als Sabine Meyer und Rainer Wehle zählen zu seinen wichtigsten Lehrern und Förderern.
Den großen Durchbruch beschert Sebastian Manz der sensationelle Erfolg beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München im September 2008: Dort gewinnt er neben dem seit 40 Jahren nicht mehr vergebenen 1. Preis in der Kategorie Klarinette auch den begehrten Publikumspreis sowie weitere Sonderpreise. Einige Monate zuvor hat er gemeinsam mit seinem Klavierpartner Martin Klett auch den Deutschen Musikwettbewerb gewonnen. Seit 2010 ist Manz Soloklarinettist des SWR Symphonieorchesters.

In der Saison 2016/2017 gastierte Sebastian Manz als Solist beim Beethoven Orchester Bonn, dem Symphonieorchester Vorarlberg, den Hofer Symphonikern und der Württembergischen Philharmonie und trat in verschiedenen kammermusikalischen Besetzungen auf. Der Sommer 2017 war neben zahlreichen Auftritten bei internationalen Festivals vor allem geprägt durch eine Konzerttournee seines neuen Bläserquintetts »variation5«. Parallel zur ebenfalls bei Berlin Classics (Edel) erschienenen CD begeisterte das Quintett bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Musikalischen Sommer Ostfriesland, dem Rheingau Musikfestival sowie dem Mosel Musikfestival. Seine Debüts beim NHK Symphony Orchestra in Tokio, beim Real Orquesta Sinfonica de Sevilla sowie eine erneute Zusammenarbeit mit dem Berner Symphonieorchester zählten zu den Höhepunkten der Saison 2017/2018.

Kammermusikalisch arbeitet Sebastian Manz mit Ensembles wie dem casalQuartett, dem Danish String Quartet und dem Boulanger Trio ebenso zusammen wie mit den Pianisten Herbert Schuch und Martin Klett. Darüber hinaus vertieft er die Arbeit mit seinen internationalen Bläserkollegen Magali Mosnier, Ramón Ortega Quero, David Alonso und Marc Trénel im Rahmen des Ensembles »variation5«.
Seine mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Diskografie zeigt eindrucksvoll Manz’ Gespür für besondere Inhalte und Gesamtkonzepte. Ebenso stellt er sein Talent fürs Arrangieren und Komponieren immer wieder auf seinen Alben und Konzerten unter Beweis.

Domen Marinčič

Der gebürtige Slowene studierte Viola da Gamba bei Hartwig Groth in Nürnberg und bei Philippe Pierlot in Trossingen. Außerdem studierte er Cembalo bei Carsten Lohff und absolvierte ein Aufbaustudium in Generalbass bei Alberto Rinaldi. Während des Studiums war er Preisträger mehrerer Wettbewerbe und gewann 1997 den höchsten Preis beim 1. Internationalen Bach-Abel Wettbewerb in Köthen. Er war mehrere Jahre Mitglied des belgischen Ensembles Ricercar Consort und ist Gründungsmitglied des Ensemble Phoenix Munich.

Er tritt bei bekannten Festivals in ganz Europa auf (Brügge, Brüssel, Gent, Namur, Liège, Paris, Saintes, Kopenhagen, Vantaa, Innsbruck, Lausanne, Luzern, St. Gallen, München, Schleswig-Holstein, Valencia, Gijón, Pisa, Prag, Brünn, Bratislava, Varaždin, Brežice, Maribor) und ist Mitgründer des slowenischen Alte-Musik-Ensembles musica cubicularis und der Harmonia Antiqua Labacensis, eines internationalen Ensembles unter der Leitung von Manfredo Kraemer.

Domen Marinčič wirkte bei zahlreichen CD-Produktionen für internationale Labels mit. Von 2005 bis 2009 unterrichtete er an der Abteilung für Musikwissenschaft der Universität Ljubljana. Für Aufführungen und Notenausgaben rekonstruierte er fehlende Stimmen zahlreicher Werke des 17. und 18. Jahrhunderts.

Heidi Elisabeth Meier

Heidi Elisabeth Meier studierte Konzert- und Operngesang an der Hochschule für Musik und Theater in München und schloss ihr Studium mit dem Meisterklassendiplom ab. Noch im letzten Jahr des Studiums debütierte sie am Münchner Gärtnerplatztheater. Sie war Solistin in den Ensembles des Theater Freiburg und am Staatstheater Nürnberg und ist seit der Spielzeit 2012/13 an der Deutschen Oper am Rhein, Düsseldorf/Duisburg engagiert.

Mit ihrem lyrischen Koloratursopran singt sie ein breites Repertoire vom Barock (z. B. als Romilda in Händels Xerxes unter der Leitung von Konrad Junghänel in Düsseldorf) bis zu den »klassischen« Partien von Mozart (Susanna, Pamina, Konstanze, Königin der Nacht, mit der sie am Aalto Theater Essen, an der Oper Frankfurt/Main, am Badischen Staatstheater Karlsruhe, am Gärtnerplatztheater München, an der Komischen Oper Berlin, beim Mozartfest Würzburg und weiteren deutschen Theatern gastierte), wie auch italienisches Repertoire (u.a. Donizettis Lucia di Lammermoor und Verdis Gilda im Rigoletto), sowie Kernpartien des deutschen Opernrepertoires wie Humperdincks Gretel, Woglinde in Richard Wagners Rheingold, Frau Fluth in Die Lustigen Weiber von Windsor von Otto Nicolai, Angèle Didier in der Operette Der Graf von Luxemburg von Léhar, aber auch weniger gespielte Werke wie Bohuslav Martinus Ariane. Außerdem glänzte sie mit Partien von Richard Strauss, so als Sophie im Rosenkavalier, mit der sie in Hongkong beim dortigen Symphony Orchestra gastierte, und mit ihrer Zerbinetta (Ariadne auf Naxos). Auch sang sie mehrere Opernuraufführungen (Das Holzschiff von Detlef Glanert am Staatstheater Nürnberg und in den Opern für Kinder Vom Mädchen, das nicht schlafen konnte und Die Schneekönigin von Marius Felix Lange an der Deutschen Oper am Rhein).

Heidi Meiers Konzerttätigkeit reicht von Bach (u.a. mit dem Dresdner Kreuzchor) bis hin zu zeitgenössischer Musik, was zu einer CD-Produktion von Schönbergs Jakobsleiter mit dem DSO unter Kent Nagano und zur Teilnahme am Lucerne Festival in der Schweiz führte, sowie zu wiederholten Einladungen bei nationalen und internationalen Orchestern wie dem Royal Scottish National Orchestra, den Tschechischen Philharmonien Prag und Brünn, zum NDR Hannover, den Bochumer, Düsseldorfer und Duisburger Symphonikern, zum Charlotte Symphony Orchestra in die USA und zum Osaka Festival nach Japan, mit Dirigenten wie Edo de Vaardt, Adam Fischer, Christof Prick, Zdenek Mácal, Eiji Oue, Axel Kober und Sir Neville Marriner. Im Bereich Lied/Kammermusik arbeitet sie mit dem Linos Ensemble und dem ensemble KONTRASTE zusammen, wo sie u.a. Liedbearbeitungen von A. Tarkmann uraufführte.

Die Sängerin gewann 2003 den Anneliese-Rothenberger-Wettbewerb und wurde 2009 mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet. Der Deutschlandfunk ernannte sie zur Sängerin des Jares 2010.

Andreas Mildner

Andreas Mildner ist ein wahrer Frühstarter: Schon mit 17 Jahren gab er sein Debüt als Solist mit der tschechischen Kammerphilharmonie Prag, mit gerade einmal 27 wurde er Soloharfenist der Bremer Philharmoniker, zwei Jahre später wechselte er in gleicher Position zum WDR Sinfonieorchester Köln. Mit 31 trat er eine Professur an der Hochschule für Musik Würzburg an.

Andreas Martin Hofmeir und Andreas Mildner – duo tuba & harfe:

Die Idee des Tubisten Andreas Martin Hofmeir, ein Duo in der außergewöhnlichen Besetzung Tuba und Harfe zu gründen, basierte ursprünglich auf einem ganz simplen Gedanken – dass zu einer Harfe meist auch eine hübsche Harfenistin gehört...
Doch dann kam es ganz anders: Im Anschluss an den Deutschen Musikwettbewerb 2005 wurden die beiden Preisträger Andreas Martin Hofmeir und Andreas Mildner ebenso kurzerhand wie zwangsweise als duo tuba & harfe zusammengebunden. Als man sich etwas missmutig und schwer enttäuscht über die Irrungen des Schicksals zur ersten Probe traf, fand ausgerechnet am selben Abend das Vorrundenspiel der WM 2006 zwischen Deutschland und Polen statt. Zum Glück war man sich schnell in jeder Hinsicht einig: sowohl musikalisch als auch darin, die Probe möglichst kurz zu halten und anschließend zum Public Viewing in den Biergarten zu gehen. Der Grundstein für eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit war gelegt, und das duo tuba & harfe gab seither über siebzig Konzerte in Deutschland, Österreich und Brasilien, unter anderem beim Schleswig-Holstein Musik Festival, bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen und beim Festival Mitte Europa.
Die Instrumentenkombination des Duos ist sicherlich einzigartig. Garant für seinen Erfolg ist aber, dass sich hier zwei Musiker zusammengefunden haben, die zu den besten ihres Fachs zählen.
Beide Musiker konzertieren regelmäßig solistisch im In- und Ausland. Eine Besonderheit des Ensembles ist es, dass sie ihre Konzerte mit viel Witz und Gespür für das Publikum moderieren. So wurde ihr außergewöhnliches Programm auch von konservativsten Zuhörerschaften ausnahmslos begeistert aufgenommen.
Die Programme des Duos reichen von Originalkompositionen, die eigens für diese Musiker geschrieben wurden über originelle Bearbeitungen bis hin zu Solowerken, in denen die Instrumente einzeln vorgestellt werden.

Maria Mirante

Maria Mirante schloss ihr Studium mit dem Bachelor der Sorbonne in Italienisch ab, sie gewann 2013 den Gesangspreis des Boulogne-Billancourt Conservatoire. Anschließend vertiefte sie ihre Studien bei Raphaël Sikorski und Elène Golgevit.

Mit dem außergewöhnlichen Timbre ihrer Stimme und ihrer Bühnenpräsenz verkörperte Maria Mirante die Rosina in Rossinis Barbier von Sevilla (2014), die Concepciòn in Ravels L’heure espagnole (2014) und Bizets Carmen (2016).
Hosenrollen wie der Cherubino aus Hochzeit des Figaro und Zanetto aus Paladilhes Le passant (Compagnie de l’Oiseleur, 2017) gehören ebenfalls zu ihrem Repertoire.

Die vielseitige Künstlerin wirkte auch in neuen Produktionen mit wie Courtelines Komödie La Cruche, in einer Bearbeitung für vier Sänger der Kompagnie L'Envolée Lyrique (Lucernaire Theatre 2016–2017 und Avignon Festival 2017), bei Dogorians, einem Musical von Etienne Perruchon (Théâtre du Soleil, Scènes Nationales d'Annecy and Valenciennes, 2013–2014) und bei Piano Royal, einem »action concert« basierend auf James-Bond-Filmen (1001 Notes Festival, 2016).

Interesse und künstlerische Sensibilität veranlassten sie, zusammen mit dem Pianisten Paul Beynet das poetische Universum des Liedgesangs zu erforschen.

Maria Mirante wird regelmäßig zu Festivals eingeladen, unter anderen zu Les Soirées Lyriques de Gigondas, 1001 Notes, Musée en Musique at Grenoble, Un Été à Bourges, Des Mots et Des Notes, Musik'art Cantal und Jersey Arts Centre.

Sie ist außerdem anerkannte Interpretin im Oratorienrepertoire, verschiedene Dirigenten wählten sie für Alt-Solo-Partie in Rossinis Petite Messe Solennelle, Haydns Sieben letzte Worte unseres Erlösers am Kreuze, Händels Dixit Dominus, und Vivaldis Gloria und Magnificat.

Daniel Müller-Schott

Daniel Müller-Schott zählt heute zu den weltbesten Cellisten und ist auf allen wichtigen internationalen Konzertpodien zu hören. Seit zwei Jahrzehnten begeistert er sein Publikum mit seiner gewinnenden Persönlichkeit. (The New York Times)

Daniel Müller-Schott gastiert bei führenden internationalen Orchestern; u.a. bei den Orchestern in New York, Boston, Cleveland, Chicago, Philadelphia und Los Angeles, bei den Berliner Philharmonikern, beim Gewandhausorchester Leipzig, Münchner Philharmoniker oder beim London Philharmonic Orchestra, Tokios NHK Symphony Orchestra, Taiwans National Symphony Orchestra und dem Seoul Philharmonic Orchestra. Daniel Müller-Schott konzertiert mit herausragenden Dirigenten wie Charles Dutoit, Christoph Eschenbach, Iván Fischer, Alan Gilbert, Gustavo Gimeno, Bernard Haitink, Neeme Järvi, Dmitrij Kitajenko, Jun Märkl, Andris Nelsons, Gianandrea Noseda, Andrés Orozco-Estrada, Vasily Petrenko, André Previn und Krzysztof Urbański.

Neben der Aufführung der großen Cellokonzerte ist Daniel Müller-Schott die Entdeckung unbekannter Werke und die Erweiterung des Cello-Repertoires ein besonderes Anliegen – Sir André Previn und Peter Ruzicka haben ihm Cellokonzerte gewidmet. Höhepunkte der Saison 2017/18 waren die »Hommage an Rostropowitsch« im Konzerthaus Berlin gemeinsam mit Anne-Sophie Mutter sowie Konzerte mit dem Bayerischen Staatsorchester unter Kirill Petrenko in München, Hamburg und New York. Darüber hinaus ist er unter anderem zu Gast beim Radio- Sinfonieorchester Berlin, der Dresdner Philharmonie, dem Bruckner Orchester Linz, Oslo Philharmonic Orchestra oder dem Sydney Symphony Orchestra.

Als Kammermusiker arbeitet er u.a. zusammen mit Nicolas Angelich, Renaud Capuçon, Xavier de Maistre, Julia Fischer, Igor Levit, Francesco Piemontesi, Lauma und Baiba Skride, Simon Trpčeski sowie dem Ebène Quartett, Modigliani Quartett und Armida Quartett. Internationale Musikfestivals laden Daniel Müller-Schott regelmäßig zu Konzerten ein.

Für seine CD-Neuerscheinung CELLO REIMAGINED (Januar 2018) hat Daniel Müller-Schott Werke von C.P.E. und J.S. Bach, Haydn und Mozart für das Cello bearbeitet. Das Orchester l’arte del mondo und Werner Ehrhardt begleiten ihn auf der bei Orfeo erschienenen Aufnahme.

Daniel Müller-Schott, Träger des ihm von der Anne-Sophie Mutter Stiftung verliehenen Aida Stucki Preises, studierte bei Walter Nothas, Heinrich Schiff und Steven Isserlis und erhielt schon früh persönliche Unterstützung von Anne-Sophie Mutter innerhalb ihrer Stiftung. Durch diese Förderung erhielt Daniel Müller-Schott ein Jahr bei Mstislaw Rostropowitsch privaten Unterricht. Mit fünfzehn Jahren machte Müller-Schott international Furore durch den Gewinn des Ersten Preises beim Internationalen Tschaikowsky Wettbewerb für junge Musiker 1992 in Moskau.

Daniel Müller-Schott spielt das 'Ex Shapiro' Matteo Goffriller Cello, gefertigt in Venedig 1727.

L’Orfeo Barockorchester

Seit zwei Jahrzehnten gehört das L’Orfeo Barockorchester zu den markantesten Stimmen in der Alten Musik. Für die Neue Zürcher Zeitung besitzt das international besetzte Ensemble rund um die Orchestergründerin und Dirigentin Michi Gaigg jenen »individuellen Charakter abseits globalisierter Einheitsklanglichkeit«, der auf ein fruchtbares Zusammenwirken unterschiedlicher musikalischer Wurzeln zurückzuführen ist. Lebendigkeit des Musizierens, Kontinuität und ein Ensemblegeist, der auch große Lust auf Neues in sich trägt, sind die Basis, auf der Michi Gaigg ihre als farbenreich, klangsinnlich wie temperamentvoll beschriebene Handschrift entwickelt.

Die umfangreiche Diskografie (34 CDs!), darunter einige Opern- und Ersteinspielungen, wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. von Diapason, Le Monde de la Musique, BBC Music Magazine, Gramophone, Forbes, Fono Forum, Pizzicato, ORF Ö1 und mit dem Deutschen Musikpreis ECHO Klassik.

L’Orfeo begeistert auch als Opernorchester, wie zuletzt mit dem Singspiel Die verstellte Gärtnerin oder der Azione sacra Betulia liberata von W. A. Mozart und Pigmalion & Anacréon, zwei Actes de ballet von Jean-Philippe Rameau. Ebenso zählen Raritäten und Meisterwerke der Bühnenkunst von Georg Philipp Telemann, Georg Anton Benda, Christoph Willibald Gluck, Joseph Haydn sowie eine Trilogie früher Operneinakter von Gioachino Rossini (darunter La scala di seta) zum Repertoire.
2018/19 steht Atalanta von Georg Friedrich Händel als Koproduktion der Händel-Festspiele Halle mit den donauFESTWOCHEN im Strudengau am Spielplan.

Stationen in letzter Zeit: Salzburger Festspiele, Lucerne Festival, Beethovenfest Bonn, Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, Schwetzinger SWR Festspiele, Internationale Barocktage Stift Melk, Internationale Haydn Festspiele Eisenstadt, Schubertiade Hohenems & Schwarzenberg, Tage Alter Musik Regensburg, EXPO 2015 Mailand, Festival Bach de Lausanne, Kölner Fest für Alte Musik, Internationale Gluck-Opern-Festspiele Nürnberg, Mozartfest Würzburg, Palau de la Música Catalana Barcelona, Festkonzert Vatikan (Sixtinische Kapelle), Tourneen nach Frankreich, Spanien, Südafrika und Namibia, Brucknerhaus Linz, Theater an der Wien, Musikverein Wien, Wiener Konzerthaus u. v. m.

Aktuelle CD-Neuerscheinungen 2017/18: Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichersinfonien, Vol. 2 (cpo), Bach Concertos mit dem Wave Quartet (Sony Music)
L’Orfeo Bläserensemble, Leitung Carin van Heerden: G. Ph. Telemann, Bläserouvertüren, Vol. 1 (cpo)

Hille Perl

Hille Perl ist Musikerin mit Leib und Seele. Wann ihre Umgebung das bemerkt hat, ist nicht bekannt, aber es muss schon recht früh gewesen sein, denn seit ihrem fünften Lebensjahr spielt sie Viola da Gamba! Musik ist für sie lebensnotwendig, das wichtigste Kommunikationsmittel zwischen Menschen, eindeutiger und präziser als Sprache und von größerer emotionaler Bedeutung als irgend eine andere Erfahrung, außer vielleicht der Liebe.

Den größten Teil des Jahres verbringt sie auf Reisen, im In- und im Ausland, von einem Konzertort zum anderen. Sie gibt Konzerte und macht CD- und Funkaufnahmen, sowohl als Solistin als auch mit ihren Ensembles wie dem Trio Los Otros, Sirius oder The Age of Passions, oder auch mit Gruppen, mit denen sie, häufig schon seit Jahrzehnten, befreundet ist, wie dem Consort des Freiburger Barockorchester, und natürlich als Duopartnerin des Komponisten und Lautenisten Lee Santana und ihrer Tochter Marthe. Das 17. und 18. Jahrhundert sind ihre geistige Heimat, aber manchmal entführt die Musik sie auch weit weg davon – ihre CD »Born to be mild« ist dafür ein gutes Beispiel. Das habe sie sich, so sagt sie selbst, nie träumen lassen!

Dann und wann gibt es dann doch ein paar Tage ohne Musik, mit ihrer Familie und zuhause. Da das aber ein Bauernhaus ist, mit Hühnern, Pferden und Katzen, ist Freizeit eher selten. Glücklicherweise liegt es nicht allzuweit entfernt von Bremen, da sie seit 2002 an der Hochschule für Künste in der Hansestadt eine Professur innehat und mit Leidenschaft ihre Studenten alles lehrt, was sie über das Gambenspiel, die Musik und das Leben weiß.

Marthe Perl

Marthe Perl wurde 1983 in eine Musikerfamilie geboren und kam so von Beginn an mit Musik in Berührung.

In Bremen studierte sie Alte Musik mit dem Hauptfach Viola da gamba bei Hille Perl und Josh Cheatham. Außerdem nahm sie Unterricht bei Pere Ros und absolvierte ein einjähriges Auslandstudium in Sevilla (Spanien) bei Ventura Rico. Darüber hinaus belegte sie Meister- und Ensemblekurse bei Paolo Pandolfo, Wieland Kuijken, Niklas Trüstedt und Arno Jochem.

Auch im Bereich der Kammer- und Consort-Musik ist Marthe Perl zu Hause: Bei diversen CD-Aufnahmen und Konzerten u.a. mit dem Kammerchor des NDR, dem Vokalensemble Ars Nova, dem Ensemble Weser-Renaissance, dem Beethoven Orchester Bonn, dem Orlando di Lasso Ensemble, dem Ensemble La Ninfea sowie ihrem eigenen Trio Violette de Nuit sammelte sie zahlreiche Erfahrungen im Ensemblespiel. Für die 2013 veröffentlichte CD »Sinfonie di Viole« mit dem Gambenconsort Sirius Viols entwickelte sie das musikalische Konzept und leistete die Forschungsarbeit.

Marlis Petersen

Der Schwerpunkt von Marlis Petersens Repertoire liegt im klassischen Koloraturfach, doch hat sie sich auch als Interpretin zeitgenössischer Musik einen Namen gemacht. Nach dem Studium an der Musikhochschule Stuttgart und bei Sylvia Geszty ergänzte sie ihre Ausbildung in den Spezialgebieten Oper, Neue Musik und Tanz. Sie begann ihre Laufbahn als Ensemblemitglied der Städtischen Bühnen Nürnberg, wo sie Partien wie Ännchen, Blonde, Adele, Rosina, Lulu und Königin der Nacht sang. Danach war sie von 1998 bis 2003 an der Deutschen Oper am Rhein engagiert.

Ihren Einstand an der Wiener Staatsoper gab Marlis Petersen mit Lulu. Diese zentrale Partie ihres Repertoires sang sie auch in Peter Konwitschnys viel beachteter Hamburger Inszenierung, an der Chicago Lyric Opera und in einer Neuproduktion in Athen.
Seitdem ist sie ein ständiger Gast auf den bedeutendsten Opernbühnen dieser Welt, u.a. an der Opéra de Paris, dem Théâtre de la Monnaie in Brüssel, den Staatsopern in Berlin, Hamburg, München und Wien, dem Theater an der Wien, der Metropolitan Opera in New York, der LA Opera, der Chicago Lyric Opera und bei den Festspielen von Salzburg und Aix-en-Provence.

Zu ihren wichtigsten Rollen gehören u.a. die Lulu, Traviata, Susanna (Le Nozze di Figaro), Pamina (Zauberflöte), Adele und Rosalinde (Fledermaus), Marguerite (Les Huguenots), Manon, Thaïs und Elettra (Idomeneo). Einen sensationellen Erfolg feierte sie in der Neuproduktion der Lulu an der Bayerischen Staatsoper München, den sie mit ihrem Abschied von der Rolle an der Metropolitan Opera in New York nochmals wiederholen konnte. Herausragend und viel beachtet war auch ihre Traviata in der Inszenierung von Peter Konwitschny in Graz und Wien.

Zu den bedeutenden Uraufführungen, bei denen Marlis Petersen mitwirkte, zählen Hans Werner Henzes Phaedra in Berlin und Brüssel, Manfred Trojahns La grande magia an der Semperoper Dresden und die Uraufführung von Aribert Reimanns Medea an der Wiener Staatsoper.

Als Konzertsängerin ist Marlis Petersen auf allen großen Podien zu Gast. Gastspiele in Europa und den USA ermöglichten die Zusammenarbeit mit Dirigenten wie u.a. Christoph Eschenbach, Daniel Harding, Thomas Hengelbrock, Louis Langrée, Lorin Maazel, Zubin Mehta, Ingo Metzmacher, Antonio Pappano, Kirill Petrenko, Sir Simon Rattle, Jeffrey Tate. Die leidenschaftliche Beschäftigung mit der historischen Aufführungspraxis eröffnete den Kontakt zu Spezialisten wie René Jacobs, Nikolaus Harnoncourt, Ton Koopman, Marc Minkowski, Trevor Pinnock und Helmuth Rilling.

Marlis Petersen arbeitete mit Orchestern wie den Wiener und Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Concertgebouw Orkest, dem Boston Symphony Orchestra, dem Mahler Chamber Orchestra sowie dem Konzerthaus Orchester Berlin, den Wiener Symphonikern, dem RAI Orchester Turin, dem Orchester der Accademia Nazionale di Santa Cecilia, dem Freiburger Barockorchester, der Akademie für Alte Musik und dem Ensemble Modern Frankfurt.
2017 sang sie unter der Leitung von Kent Nagano eine Uraufführung von Jörg Widmann im Rahmen der Eröffnung der Elbphilharmonie in Hamburg. Dazu kam ihr sensationelles Debüt als Marietta in Die Tote Stadt in Warschau.

Opernauftritte führten Marlis Petersen in der Saison 2017/2018 u.a. ans Theater an der Wien (Maria Stuarda) und nach Frankfurt (Die lustige Witwe), Liederabende nach Dubai, in die Elbphilharmonie Hamburg, den Pierre-Boulez Saal in Berlin, zur Mozartwoche Salzburg, zum Mozartfest Würzburg, sowie zur Schubertiade in Schwarzenberg. Weitere Höhepunkte waren konzertante Aufführungen mit Beethovens Leonore in Brüssel, Amsterdam, Athen, Baden-Baden, Köln und Paris unter der Leitung von René Jacobs sowie eine Tournee mit Beethovens Christus am Ölberg mit dem Concert Olympique unter Jan Caeyers.

Marlis Petersen wurde 2013 mit dem 1. Österreichischen Musiktheaterpreis für die Darstellung der drei Frauen in Les Contes d‘Hoffmann am Theater an der Wien ausgezeichnet und 2015 von der Zeitschrift »Opernwelt« zum 3. Mal zur Sängerin des Jahres gekürt.

Julian Prégardien

Julian Prégardien wurde 1984 in Frankfurt geboren und erhielt seine erste musikalische Bildung in den Chören der Limburger Dommusik. Nach Studien in Freiburg und im Rahmen der Académie des Opernfestivals von Aix-en-Provence war er von 2009 bis 2013 Ensemblemitglied an der Oper Frankfurt. Parallel entwickelte sich seine internationale Konzerttätigkeit, überwiegend mit Vertretern der sogenannten historischen Aufführungspraxis.

Inzwischen ist der Tenor ein international herausragender Vertreter der jungen Sänger-Generation. In den letzten Jahren debütierte er beim Festival d'Aix-en- Provence, an der Hamburgischen und an der Bayerischen Staatsoper und an der Opéra Comique in Paris. Bei den Salzburger Festspielen ist er seit 2015 regelmäßig als Konzertsänger zu Gast, 2018 folgt sein szenisches Debüt als Narraboth in Richard Strauss´ Salome in der Regie von Romeo Castellucci mit den Wiener Philharmonikern unter Leitung von Franz Welser-Möst.

Regelmäßige Einladungen zu dessen Orchestern in Montreal und Hamburg verbinden ihn mit dem Dirigenten Kent Nagano, mit dem er auch an der Seite seines Vaters Christoph Prégardien in der Titelpartie eine konzertante Aufführung von Mozarts Idomeneo gemeinsam mit Concerto Köln realisierte.

Er gilt als einer der renommiertesten Bach-Evangelisten und nimmt die Matthäuspassion im Frühjahr 2019 zum zweiten Mal auf CD auf (mit dem Bach Collegium Japan und Masaaki Suzuki). Im November 2018 leitet er eine Meisterklasse (Bach Johannespassion) in Kooperation mit dem Montreal Bach Festival und der McGill University, der Université de Montréal und dem Conservatoire de Musique.

Einen besonderen Schwerpunkt der künstlerischen Tätigkeit Julian Prégardiens bilden Liederabende und Kammermusikprojekte. In der Saison 2018/2019 gibt er Liederabende u.a. mit den Pianisten Kristian Bezuidenhout, Martin Helmchen, Eric le Sage und Lars Vogt.

Daneben hat Julian Prégardien die Medienplattform P.RHÉI ins Leben gerufen und veröffentlicht dort ein Editionsprojekt, das die Aufführungspraxis und Interpretationsgeschichte von Franz Schuberts Liedzyklus Winterreise beleuchtet. Teil dieses Projektes ist auch eine Einspielung der »komponierten Interpretation« der Winterreise von Hans Zender (UA 1993), die 2018 vom Label Alpha Classics international veröffentlicht wird.

Im November 2017 wurde Julian Prégardien auf eine Professur für Gesang an der Hochschule für Musik und Theater München berufen. Er ist Mitglied des Schumann-Netzwerkes und Förderer des Singpatenprogramms Canto elementar.

Quadro Nuevo

Mulo Francel Saxophone, Klarinetten, Mandoline
Andreas Hinterseher Akkordeon, Vibrandoneon, Bandoneon
Evelyn Huber Harfe, Salterio
D.D. Lowka Kontrabass, Perkussion

Quadro Nuevo ist die europäische Antwort auf den Argentinischen Tango. Arabesken, Balkan-Swing, Balladen, waghalsige Improvisationen, Melodien aus dem alten Europa und mediterrane Leichtigkeit verdichten sich zu märchenhaften Klangfabeln.

Diese erzählen vom Vagabundenleben, den Erfahrungen und Begegnungen auf der großen Reise des Lebens, den kleinen Zufällen und den großen Momenten, von Zartheit und wildem Temperament, immer getrieben zwischen östlichen und westlichen Winden, zwischen verzehrender Sehnsucht und genussvoller Erfüllung – zwischen dem Bitteren und dem Süßen.

Quadro Nuevo tourt seit 1996 durch die Länder der Welt und gab über 3000 Konzerte:
Sidney, Montreal, Ottawa, Kuala Lumpur, Istanbul, New York, New Orleans, Mexiko City, Peking, Seoul, Singapur, Tunis, Tel Aviv. Vom beschaulichen Oberbayern über die Alpen bis Porto, von Dänemark über den Balkan bis zur Ukraine quer durch Europa.

Immer unterwegs hat das Instrumental-Quartett abseits der gängigen Genre-Schubladen eine ganz eigene Sprache der Tonpoesie entwickelt. Sie ist geprägt von der leidenschaftlichen Liebe zum Instrument und von größter Spielfreude. Das Geheimnis ist Hingabe: Selten hat man erlebt, dass Musik mit so viel Spannung, Verve und Einfühlungsvermögen in fremde Kulturen dargeboten wird.

Die Auftrittsorte der vier Musiker sind so verschieden wie die Wurzeln ihrer Musik: Quadro Nuevo ist nicht nur in Konzertsälen und auf Festivals zu Gast. Die spielsüchtigen Virtuosen reisen auch als Straßenmusikanten durch südliche Städte und fordern als nächtliche Tango-Kapelle zum Tanz, sie konzertieren in Jazz-Clubs und in der New Yorker Carnegie Hall.
Seit seinem erlebnisreichen Aufenthalt in Buenos Aires Anfang 2014 wendet sich das Ensemble wieder intensiv dem Tango zu.

Die CDs von Quadro Nuevo erhielten den Deutschen Jazz Award, kletterten in die Top Ten der Jazz- und Weltmusik-Charts und wurden in Paris mit dem Europäischen Phonopreis Impala ausgezeichnet.
In den Jahren 2010 und 2011 erhielt Quadro Nuevo jeweils den ECHO Jazz als bester Live Act und wurde so mit dem höchsten Deutschen Musikpreis von der Deutschen Phono-Akademie geehrt.

Camillo Radicke

Der Pianist Camillo Radicke erhielt seine musikalische Ausbildung in seiner Heimatstadt Dresden bei Regina Metzner, Amadeus Webersinke und Arkadi Zenziper.
Seit Gewinn der internationalen Klavierwettbewerbe von Palma de Mallorca (Frédéric Chopin) 1990, Athen (Maria Callas), 1992 und Vercelli (Giovanni Battista Viotti) 1992, führt ihn eine umfangreiche Konzerttätigkeit als Solist und Kammermusiker in zahlreiche Länder Europas, in den Nahen Osten, nach Kuba, Südamerika, Japan, Korea und in die Vereinigten Arabischen Emirate.

Er gastierte bei zahlreichen internationalen Festivals wie Salzburger Festspiele, Klavierfestival Ruhr, Beethovenfest Bonn, Chopin Festival Duszniki, BBC Lunchtime Concerts London, Edinburgh Festival, Festival Great Irish Houses, Festival Costa Verde, Al Bustan Festival Beirut, Deutsche Woche St. Petersburg, Haydn Festspiele Eisenstadt, Rheingau-Festival, Dresdner Musikfestspiele, MDR Musiksommer und Schubertiade Schwarzenberg.

In Konzerten mit Orchestern wie der Dresdner Philharmonie, der Staatskapelle Dresden, den Stuttgarter Philharmonikern, dem Münchner Kammerorchester und dem RAI Sinfonieorchester Turin musizierte er unter Dirigenten wie Marek Janowski, Gerd Albrecht, Michel Plasson, Juri Temirkanow, Tamas Vasary, Bernhard Klee, Ludwig Güttler, Jörg-Peter Weigle und Peter Schreier.

Camillo Radicke trat in bedeutenden Konzertsälen auf wie der Mailänder Scala, der Metropolitan Opera New York, dem Teatro Colon Buenos Aires, dem Concertgebouw Amsterdam, der City Opera Hall Tokio, der Pariser Oper (Palais Garnier), der Alten Oper Frankfurt, der Kölner Philharmonie, dem Grand Teatro Liceu Barcelona, dem Grand Theatre Geneve, der Tonhalle Zürich, der Züricher Oper, der Berliner Philharmonie, dem Herkulessaal München, der Wigmore Hall London, dem Musikverein Wien, dem Konzerthaus Wien, dem Mozarteum Salzburg, der Cité de la Musique Paris, dem Megaron Athen, der Brüsseler Oper La Monnaie, dem Sala Prestes Sao Paolo, dem Teatro Municipal Santiago de Chile, dem Dubai Community Theatre, dem Teatro de la Zarzuela Madrid, dem Konzerthaus Dortmund, dem Leipziger Gewandhaus sowie der Semperoper und der Frauenkirche Dresden.

Im Mozart-Jahr 2006 führte er erfolgreich gemeinsam mit Wolfgang Hentrich (Erster Konzertmeister der Dresdner Philharmonie) sämtliche Sonaten für Klavier und Violine von Mozart in Dresden auf.
Außerdem war er Jury-Mitglied beim 55. Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München.

Als Liedpianist war und ist er Partner von Sängern wie Peter Schreier, Olaf Bär, Juliane Banse, René Pape, Werner Güra, Konrad Jarnot, Marlis Petersen, Anke Vondung, Ruth Ziesak , Stella Doufexis und Piotr Beczala.

Nuria Rial

Nuria Rial studierte Gesang und Klavier in ihrem Heimatland Katalonien. Sie wechselte nach Basel in die Klasse von Kurt Widmer, machte 2003 ihren Abschluss und gewann den Helvetia Patria Jeunesse in Luzern für ihre herausragenden Fähigkeiten als Sängerin.
Ihre feine, klare Stimme, das weich schwingende Timbre, Musikalität und Ausdrucksstärke, öffneten ihr auf internationaler Ebene rasch die Türen. Als Konzertsängerin arbeitet sie mit Dirigenten wie Ivan Fischer, Sir John Eliot Gardiner, Paul Goodwin, Trevor Pinnock, Teodor Currentzis, Gustav Leonhardt, René Jacobs, Thomas Hengelbrock und Laurence Cummings. Dabei wird sie von Spitzenensembles wie Concerto Köln, The English Concert, Kammerorchester Basel, Collegium 1704, Il Giardino armonico, Les Musiciens du Louvre, Elbipolis Barockorchester, La Cetra Basel und L‘Arpeggiata begleitet.

Neben ihrer Konzerttätigkeit ist Nuria Rial auch immer wieder auf der Opernbühne zu erleben, wie in Monteverdis Orfeo unter der Leitung von René Jacobs an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin und in Cavallis Eliogabalo in Brüssel. Wichtige Mozartpartien auf der Bühne waren Pamina in Genua und Ilia auf einer Tournee durch die Schweiz. Nuria Rial hat sich viel mit Barockmusik und historischer Aufführungspraxis beschäftigt und sich so einen Namen gemacht. Parallel dazu interessiert sie sich aber auch für andere Musikrichtungen. 2012 überzeugte sie zum Beispiel in der Rolle der Nuria in der zeitgenössischen Oper Ainadamar von Golijov am Teatro Real Madrid, Regie Peter Sellars. 2015 sang sie unter der Leitung von Ivan Fischer die Pamina mit dem Budapest Festival Orchestra.

Als begeisterte Kammermusikerin pflegt Nuria Rial Partnerschaften mit Ensembles wie il pomo d‘oro, Café Zimmermann oder dem Nash Ensemble. In ihren Liederabendprogrammen singt sie französisches und spanisches Repertoire, aber vermehrt auch das deutsche.

Nuria Rial hat zahlreiche CDs für verschiedene Labels aufgenommen. Darunter die bekannte Figaro-Aufnahme mit René Jacobs. Seit Januar 2009 ist sie Exklusivkünstlerin bei Sony Classical/ BMG Masterworks. Unter den letzten Aufnahmen waren Sacred Duetti mit Valer Sabadus, Sospiri d’amanti mit ArteMandoline und Vocalise mit den Cellisten des Sinfonieorchester Basel. Ihre CD Ave Maria gewann den holländischen Edison Award.

Und preiswürdig ist sie bis heute geblieben. Im Jahr 2009 erhielt sie den beliebten Echo-Klassik-Preis gleich in zwei Kategorien. Zum einen war sie Nachwuchssängerin des Jahres mit dem Album Haydn-Arie per un amante (L’Orfeo Barockorchester), und zum anderen wurde die CD Teatro d’Amore mit Philipp Jaroussky (L'Arpeggiata) gekürt. 2010 folgte der Echo Klassik für die CD Via Crucis mit Christina Pluhars L’Arpeggiata und 2012 wurde Nuria Rial für ihre CD Telemann mit dem Kammerorchester Basel in der Kategorie »Beste Opernarien CD« ein weiterer Echopreis verliehen.

Anja Schaller

Anja Schaller ist gebürtige Münchnerin und absolvierte ihr Violinstudium bei Prof. Daniel Gaede an der Musikhochschule Nürnberg. Es folgte ein Aufbaustudium »Historische Interpretationspraxis« bei Prof. Petra Müllejans an der Musikhochschule Frankfurt.

Als freiberufliche Geigerin spielt sie unter anderem im Bayerischen Kammerorchester, im Sinfonieorchester Vorarlberg, bei der Akademie St. Blasius/Innsbruck und beim ensemble KONTRASTE.
Ihre besondere Liebe gilt der Kammermusik in allen Varianten.
Seit 2002 ist sie Primaria des Elisen Quartetts.

Arthur Schoonderwoerd

Martin Seemann

Martin Seemann studierte bei Wolfgang Boettcher in Berlin und als Stipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung bei Ivan Monighetti in Basel. Angeregt durch Anner Bylsma verschrieb er sich schon während seines Studiums dem Klang der Darmsaiten auf historischen Instrumenten.

Er ist Solocellist der Barockorchester L'Arco und Concerto Brandenburg und ist Mitbegründer des Ensembles WUNDERKAMMER. Sein Interesse gilt aber auch der zeitgenössischen Musik, so war er Solist der Uraufführung von Arvo Pärts Fratres in der Fassung für Violoncello und Orchester. Seit 2003 ist er Mitglied des Hoffmeister-Quartetts und des Trio Margaux, mit diesen Ensembles sind zahlreiche Ersteinspielungen von E.T.A. Hoffmann, F. A. Titz und F.X. Gebel erschienen. Daneben arbeitete er zusammen mit Ensembles wie der Lauttencompagney, Concerto con Anima und dem Pleyel Quartett.
Martin Seemann spielt ein deutsches Violoncello aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Singer Pur

Rüdiger Ballhorn Tenor
Claudia Reinhard Sopran
Marcus Schmidl Bass
Reiner Schneider-Waterberg Bariton
Manuel Warwitz Tenor
Markus Zapp Tenor

Neben der künstlerischen Qualität sind vor allem die Lust am Experimentieren und die sich daraus ergebenden außergewöhnlichen Programme die herausragenden Eigenschaften von Singer Pur. Das Repertoire reicht von der Musik des Mittelalters bis zu zeitgenössischen Werken, von geistlicher Musik bis zum Volkslied und Jazz. Viele der neuen Kompositionen und Bearbeitungen sind dem Ensemble gewidmet. Zusätzlich zu den Programmen à 6 gibt es solche, bei denen sich die Sänger mit Kollegen zusammentun: mit dem Klarinettisten David Orlowsky, der MusikFabrik Köln, mit der Singer Pur die Uraufführung der Vigilia von Wolfgang Rihm realisiert hat, oder – bis zu ihrer Auflösung Ende 2014 – mit dem weltbekannten Hilliard Ensemble.

Heute ist Singer Pur – einige Mitglieder sind ehemalige Regensburger Domspatzen – das wohl bekannteste deutsche Vokalensemble. Schon früh haben die Sopranistin, die drei Tenöre, der Bariton und der Bass Preise und Auszeichnungen ersungen, die dann schnell zu ausgedehnten Konzerttourneen in alle Welt führten. 2017 durften sie ihr schon 25jähriges Bestehen feiern.

Neben den Konzerten nimmt die Aufnahmetätigkeit breiten Raum ein: Rund 25 zum Teil preisgekrönte CDs hat Singer Pur bisher vorgelegt, welche die ganze Bandbreite des Repertoires widerspiegeln. Darunter sind so unterschiedliche Titel wie die Gesamtaufnahme der weltlichen Werke von Jacobus Gallus, »Ahi vita« mit Kompositionen von Monteverdi, Phinot und Striggio, kombiniert mit eigenen Kompositionen und Improvisationen von Michael Riessler oder die 2007 in der Kategorie »Klassik ohne Grenzen« mit einem ECHO ausgezeichnete »SOS – Save Our Songs" mit für Singer Pur neu arrangierten deutschen Volksliedern. Weitere ECHOs erhielt Singer Pur 2005 und 2011, zuletzt für eine Kooperation mit Klarinettist David Orlowsky. 2012 erschien mit »Singer Pur sings Sting« die erste reine Pop-CD des Ensembles. Anfang 2013 schloss Singer Pur ein groß angelegtes Aufnahme-Projekt zum Werk von Adrian Willaert ab: Auf einer Doppel- sowie Tripel-CD legten sie die Erstaufnahme von Willaerts-Petrarca-Madrigalen und Motetten aus der Sammlung »Musica Nova« vor. 2015 veröffentlichte Singer Pur seine zweite Advents-CD, wieder mit zahlreichen Neuarrangements bekannter Adventslieder.
Neben Schallplattenpreisen wurden Singer Pur auch andere Auszeichnungen zuteil, darunter 2008 der Kulturpreis der Stadt Regensburg, 2013 der erstmals vergebene »Bayerischen Staatspreis für Musik« sowie 2014 der Friedrich-Baur-Preis. Seit 2015 trägt Singer Pur den Titel »Botschafter der Freunde der Europäischen Chormusik«, verliehen von der »European Choral Association – Europa Cantat«.

Seit 2007 engagiert sich Singer Pur auch in dem Jugendprojekt »Rhapsody in School« und gibt darüber hinaus immer wieder Workshops für Jugendchöre oder Nachwuchsensembles.

Lauma Skride

»Wunderbar sensibel, mit herrlichen Klangfarben, immer wieder auch mit hochvirtuosem Elan« sei das Spiel von Lauma Skride, wie es ihr der Bayerische Rundfunk in einer Rezension attestiert. Kombiniert mit einer brillanten Technik sind dieses die Eigenschaften, mit denen es Lauma Skride gelingt, als Solistin wie als Kammermusikerin gleichermaßen auf den wichtigsten nationalen und internationalen Podien zu begeistern.

Insbesondere für ihre Interpretationen des deutschen klassischen und romantischen Repertoires wird die Wahl-Berlinerin Lauma Skride, seit 2008 Trägerin des Beethoven-Ringes, geschätzt: Sie gastierte bei Orchestern wie dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt, den Hamburger Symphonikern, der Dresdner Philharmonie oder dem Orquesta de Gran Canaria. Zu den Dirigentinnen und Dirigenten, mit denen Lauma Skride arbeitet, gehören Andris Nelsons, Kristjan Järvi, Anu Tali, Muhai Tang, John Storgards, Pedro Halffter, Yan Pascal Tortelier und Cornelius Meister. In den letzten Jahren gastierte sie u.a. beim Philharmonischen Orchester Heidelberg, den Essener Philharmonikern unter Tomas Netopil, beim Staatsorchester Bremerhaven und beim Osnabrücker Symphonieorchester. Im Herbst 2019 wird sie das Klavierkonzert von Clara Schumann, anlässlich deren 200sten Geburtstages mit dem Gewandhaus Orchester Leipzig unter Andris Nelsons aufführen.

Seit 2016 ist Lauma Skride Mitglied des »Skride Quartettes«, zusammen mit Baiba Skride, Harriet Krijgh und Lise Berthaud. Das Ensemble unternimmt regelmäßige Konzerttourneen und veröffentlichte 2018 seine erste CD bei Orfeo. Zu den weiteren Kammermusikpartnern Lauma Skrides zählen Daniel Müller-Schott, Sol Gabetta und Julian Steckel, sowie Jörg Widmann, Christian Tetzlaff und das Armida Quartett.
2007 spielte Lauma Skride den Klavierzyklus Das Jahr von Fanny Hensel bei SONY ein und wurde für diese Aufnahme mit dem Echo-Klassik Preis als beste Nachwuchskünstlerin geehrt.
Für ORFEO nahm sie die Ungarischen Tänze von Johannes Brahms in einer Bearbeitung für Violine und Klavier von Joseph Joachim mit ihrer Schwester Baiba auf, zuletzt erschien eine CD mit einem rein skandinavischen Programm mit den beiden Schwestern.

1982 in Riga als jüngste von drei Schwestern einer lettischen Musikerfamilie geboren, begann Lauma Skride im Alter von fünf Jahren Klavier zu spielen und wurde wenig später Schülerin von Anita Paze an der Musikhochschule Emil Darzins in Riga. Abschließend studierte sie in der Klasse von Prof. Volker Banfield an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Seit ihrem elften Lebensjahr nahm sie an zahlreichen internationalen Wettbewerben teil (u. a. Maria Canals in Spanien und Cleveland International Piano Competition USA) und wurde mehrfach ausgezeichnet.

Stefan Grasse Trio

Ensemble Stimmwerck

Gerhard Hölzle Tenor
Marcus Schmidl Bass-Bariton
Franz Vitzthum Countertenor
Klaus Wenk Tenor

Stimmwerck wurde 2001 in München gegründet. Mit den beiden Tenören Gerhard Hölzle und Klaus Wenk, dem Bassisten Marcus Schmidl und Franz Vitzthum, der als Kontratenor dem Quartett sein unverwechselbares Klangbild verleiht, haben sich gefragte Spezialisten des Ensemblegesangs zusammengefunden.

Vor allem die Renaissance mit ihrem schier unerschöpflichen Reichtum an Vokalmusik liegt Stimmwerck am Herzen. Intensiver Austausch mit Musikwissenschaftlern und rege Forschungsarbeit in Archiven sind für das Quartett selbstverständliche Basis künstlerischen Schaffens.

Überdies hält Stimmwerck regelmäßige Tonaufnahmen (u. a. für Aeolus, Cavalli Records und Christophorus) für bedeutsam. Neben Komponistenportraits von Heinrich Finck (1445–1527), Adam von Fulda (1444–1505) und Leonhard Paminger (1495–1567) wurden der bekannte Codex St. Emmeram sowie eine Kompilation deutscher Lieder unter dem Titel »gyri gyri gaga« auf CD aufgenommen und von der Presse mit höchstem Lob besprochen.

Stimmwerck verfolgt eine rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland und war zu Gast bei renommierten Festivals wie Laus Polyphoniae Antwerpen, den Niedersächsischen Musiktagen, dem Bachfest Leipzig oder den Resonanzen Wien.

Der Name »Stimmwerck« entstammt dem Lehrwerk »Syntagma Musicum” von Michael Praetorius und bezeichnet eine Gruppe gleicher Instrumente.

Seit 2005 veranstaltet das Ensemble jährlich die sogenannten »Stimmwercktage” auf dem Adlersberg bei Regensburg, um dort unter Verwendung moderner Technik das Werk eines ausgewählten Komponisten der Renaissance in den Mittelpunkt zu stellen. Ab 2011 tritt zu den Konzerten erstmals eine »Akademie« hinzu, die dem Zuhörer in Vorträgen diverser Disziplinen die Welt der Renaissance näher bringen möchte.

Radek Szarek

Radek Szarek, geboren 1983 in Polen, absolvierte das Musische Gymnasium in Bydogoszcz bei Miroslaw Zyta und Maciej Korpal. Nach einem erfolgreichen Abschluss beschloss er 2002 nach Deutschland auszuwandern, um sein Schlagzeugstudium in Nürnberg bei Prof. Hermann Schwander zu beginnen. Zwei Jahre später begann er ein zweites Studium im Bereich Jazz bei Hans-Günter Brodmann.

Sowohl sein Studium an der Nürnberger Musikhochschule sowie seine große technische und musikalische Begabung ermöglichten ihm zahlreiche Auftritte und Preise bei Wettbewerben, wie z.B. dem Schlagzeugwettbewerb in Warschau und Breslau, dem internationalen Schlagzeugwettbewerb in Fermo/Italien (Preise in der Klassik und in der Jazz-Kategorie), dem Mozartwettbewerb in Nürnberg, dem Krzysztof Penderecki Wettbewerb für Zeitgenössische Musik, dem Bruno Rother Jazz-Wettbewerb in Fürth, dem ARD Musikwettbewerb, und v.a.. Er war Förderpreisträger des Wolfram-von-Eschenbach-Preises 2015 und Stipendiat der DAAD-Stiftung und der Yehudi-Menuhin-Stiftung.

Seit 2011 ist er Professor an der Musikhochschule Nürnberg.

Stefan Temmingh

Der Südafrikaner Stefan Temmingh, ECHO-Preisträger 2016 als Instrumentalist des Jahres (Flöte), gehört als Blockflöten-Solist zur Weltspitze und lebt in München.

Sein Engagement reicht von Alter bis hin zu Neuer Musik. Regelmäßig spielt er barocke Concerti sowie Uraufführungen zeitgenössischer Blockflötenkonzerte, die er selbst bei den Komponisten in Auftrag gibt.

Ein Blick in seine Diskographie zeigt, dass hier ein Künstler am Werk ist, der nicht nur Altes wiederholt, sondern neue Traditionen schafft und Maßstäbe setzt. Bereits mit seinem hochgelobten Debüt »Corelli à la mode« gelang es ihm, die Grenzen von Repertoire und Klang zu sprengen. Seine CDs »Inspired by Song« und »BIRDS« (beide SONY/dhm) mit der Sopranistin Dorothee Mields wurden von der Presse bejubelt, vielfach ausgezeichnet und führten 2016 zur Verleihung des renommierten ECHO Klassik. Seine neue Vivaldi-CD wurde 2018 mit einem International Classical Music Award, der Editor’s Choice von Gramophone und dem Diapason d’or als »die neue Referenz für dieses Repertoire« (Diapason) ausgezeichnet.

Als Spezialist für Alte Musik tritt Stefan Temmingh international bei renommierten Festivals und Konzertreihen mit seinem Barockensemble »The Gentleman’s Band« auf. Als Solist gastiert er mit verschiedenen Barock-, Kammer- und Sinfonieorchestern in Europa, Asien und Afrika, die er teilweise auch selbst leitet. Er initiiert und beteiligt sich auch an diversen Projekten und Uraufführungen von Neuer Musik. Immer wieder wird er mit dem legendären Frans Brüggen verglichen.

Thalias Kompagnons

Joachim Torbahn
Tristan Vogt

bewegen sich mit international gefeierten Produktionen im Grenzbereich zwischen Schauspiel-, Figuren- und Musiktheater. Mit ihren hintergründig-frechen Opern- und Klassikerversionen – Wagners Ring, Macbeth, Zauberflöte u.a. – eroberten sie gleichermaßen Off-Bühnen, Festivals und Staatstheater.

Neu zu entdecken gibt es im Theaterkosmos von Thalias Kompagnons jedoch nicht nur literarische Stoffe und Musiktheaterwerke; mit der Form des »Maltheaters« hat das Ensemble auch eine ganz eigene Verbindung von Bildender Kunst und Figurentheater geschaffen. Auf einer großformatigen Leinwand entstehen Bilder, die immer in Bewegung sind, sich verwandeln, überlagern, auflösen und neu zusammensetzen. Und selbst wenn sich ein Bild am Ende einer Aufführung komplettiert, so scheint es uns doch, als würde ein Pinselstrich, eine Schwammbewegung genügen, um wieder etwas ganz Neues entstehen zu lassen.

Zahlreiche Einladungen führten sie u.a. auf die Wiener Festwochen und zu den Salzburger Festspielen, auf über 40 Figurentheaterfestivals im deutschsprachigen Raum, an Opernhäuser in Stuttgart, Mannheim, Trier, Krakau, Toulouse und  Bordeaux, auf internationale Theaterfestivals in Österreich, der Schweiz, Frankreich, Belgien, Holland, Italien, Slowenien, Kroatien, Dänemark, Finnland, Polen, Ungarn, Russland, Israel, Korea, Japan, USA und Australien.
2008 erhielt das Theater Thalias Kompagnons den Kulturpreis der Stadt Nürnberg.

Das Ensemble:

Tristan Vogt studierte Germanistik und Soziologie. Er ist seit 1990 im Hauptberuf Puppenspieler und Autor bei Thalias Kompagnons und Gastdozent an der Berliner Ernst-Busch-Hochschule für Schauspielkunst, Abteilung Puppenspiel. Seine zahlreichen Gastinszenierungen sind z.T. preisgekrönt.

Joachim Torbahn studierte Malerei in Wien, war Bühnenbildner u.a. an der Oper Heidelberg und am Staatstheater Wiesbaden. Bei Thalias Kompagnons ist er seit 1990 als Regisseur, Figuren- und Bühnenbildner, seit 1998 auch als Spieler tätig.
Mit seinen Maltheater-Produktionen gelang ihm eine international bestaunte neuartige Synthese von Bildender Kunst und Theater.

Julian Christoph Tölle

Der Intendant des Fränkischen Sommers Julian Christoph Tölle studierte in München und Wien Dirigieren, Schulmusik und Musikwissenschaft. Mit Künstlerischem Diplom, Staatsexamen und Promotion zum Dr. phil. beendete Tölle 1998 seine Studien mit einer Dissertation über das Spätwerk Olivier Messiaens. Er lehrt als Akademischer Direktor an der Universität Erlangen-Nürnberg Dirigieren und historische Musikwissenschaft.

Von 1994 bis 2001 war er Künstlerischer Leiter des renommierten Amadeus-Chores, von 2000 bis 2013 Chef des Nürnberger Hans-Sachs-Chores, dessen oratorische Schwerpunkte bei Händel, der englischen Romantik sowie dem 20. Jahrhundert lagen.
Mit dem Staatstheater Nürnberg existiert seit 2005 eine regelmäßige Zusammenarbeit, u.a. studierte er in Kooperation mit den Chören der Universität Erlangen-Nürnberg Schönbergs Gurrelieder, Mahlers Sinfonien Nr. 2 und 3, Haydns Schöpfung und mehrfach Beethovens Sinfonie Nr. 9 ein.
2008 wurde Tölle der Kulturförderpreis der Stadt Nürnberg verliehen. In Anerkennung seines Einsatzes für die Musik von Edward Elgar in Deutschland ehrte der Nationale Rat der Elgar Society 2012 Julian Christoph Tölle mit der Verleihung des »Certificate of Merit«.
Seit 2013 ist Julian Christoph Tölle Intendant des Fränkischen Sommers.

Franz Vitzthum

Franz Vitzthum Countertenor

Franz Vitzthum, geboren in der Oberpfalz, erhielt seine erste musikalische Ausbildung bei den Regensburger Domspatzen. Sein Gesangsstudium absolvierte er 2007 bei Kai Wessel an der Musikhochschule Köln. Schon während seiner Ausbildung erhielt er zahlreiche Preise und Stipendien.

Mittlerweile folgten Einladungen zu Solo-Abenden beim Rheingau Musik Festival, den Händel-Festspielen in Halle, Karlsruhe und Göttingen, zu La Folle Journée in Nantes und dem Bach Festival Philadelpia. Er arbeitete u. a. mit den Dirigenten Nicolas McGegan, Kit Armstrong, Hermann Max, Marcus Creed und Philippe Herreweghe zusammen.

Des Weiteren hat er bei diversen Opern- und Oratorienproduktionen mitgewirkt, u. a. bei Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung (Glanert), Jephta und Solomon (Händel), Orfeo (Gluck) und Orlando generoso (Steffani) und zuletzt in Spartaco (Porsile) an der Winteroper in Schwetzingen.

Franz Vitzthum ist auch ein vielgefragter Kammermusikpartner. So konzertiert er regelmäßig mit dem Lautenisten Julian Behr, der Zitherspielerin Gertrud Wittkowsky, dem Capricornus Consort Basel und singt mit dem von ihm gegründeten Vokalensemble Stimmwerck.

Diese vielseitige Tätigkeit spiegelt sich in seiner Diskographie wider, die laufend erweitert wird. Nach seinen ersten CDs »Himmels-Lieder« und »Luthers Laute«, die von der Fachpresse einhellig gelobt wurden, erschien zuletzt eine CD mit Graupner Kantaten im Duett mit der Sopranistin Miriam Feuersinger.

Irene von Fritsch

Nach Abschluss ihrer Diplomstudien an den Hochschulen für Musik in Würzburg und Mannheim verbrachte Irene von Fritsch ihr musikalisch wohl prägendstes Jahr in London. Auf seine Einladung hin war sie eineinhalb Jahre lang Schülerin des legendären William Pleeth. Sie erlebte Kammermusik mit Studienkollegen bei David Takeno/Guildhall School.

Neben gelegentlichen Tätigkeiten in Orchestern, wie bei den Nürnberger Symphonikern, dem Bayerischen Kammerorchester, den Münchner Symphonikern u.v.m. liegt ihr musikalischer Schwerpunkt aber auf der Kammermusik mit dem Elisen Quartett. Des Weiteren ist sie Mitglied des Salonorchesters »Lizzy und die Weißen Lilien« und der Metropolmusik e.V., einem Musikforum von Jazzmusikern und Musikern der klassischen Musik.

Irene von Fritsch absolvierte ihre Studien an den Hochschulen von Würzburg und Mannheim. Sie studierte im Anschluss bei William Pleeth in London und Kammermusik bei Hans Kohlhase in Nürnberg. Seit 1994 spielt sie in den Sinfonieorchestern von Würzburg, Nürnberg und München projektweise. Sie ist als freischaffende Musikerin Mitglied des Salonorchesters »Lizzy und die weißen Lilien«, der Metropolmusik Nürnberg und sie ist Gründungsmitglied des Elisen Quartetts.

Elisabeth »Eli« Wasserscheid

Die in Bamberg geborene Schauspielerin wurde an der Neuen Münchner Schauspielschule bei Ali Wunsch-König ausgebildet. Danach führten sie Engagements an die Schauburg München, das Schnawwl-Nationaltheater Mannheim, das Stadttheater Fürth sowie auf Kampnagel in Hamburg. Derzeit gehört sie zum Ensemble des Metropol Theaters München, das 2017 zum dritten Mal in Folge zum besten Off-Theater im deutschsprachigen Raum gewählt wurde. 2011 wurde sie persönlich dreimal mit dem »AZ- Stern der Woche« ausgezeichnet.

Seit Herbst 2014 gehört Eli Wasserscheid zum Ermittlerteam des Franken-Tatorts, außerdem zum Ensemble der Eberhofer Filme und der Serie Hindafing. Sie hat mit Regisseuren wie Dominik Graf, Bully Herbig, Rainer Kaufmann und Max Färberböck zusammengearbeitet.

Sie lehrt an der Bayerischen Theaterakademie August Everding und ist Teil von TUSCH München, einer Initiative des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultur, Wissenschaft und Kunst, die Münchner Schüler durchs »Selber machen” die Welt des Theaters lebendig erfahren lässt.

Wiebke Weidanz

Sie ist »Bachpreisträgerin 2000« des renommierten internationalen Johann Sebastian Bach-Wettbewerbs Leipzig. Es folgten Rundfunk- und CD-Produktionen, Konzerte führten sie zu internationalen Festivals in ganz Europa, nach New York, Japan und China. Als Solistin und Continuospielerin ist sie regelmäßig bei den führenden Barockorchestern wie dem Freiburger Barockorchester, der Akademie für Alte Musik Berlin und Concerto Köln zu Gast.

Seit etlichen Jahren arbeitet sie als Assistentin von René Jacobs bei internationalen Opernproduktionen in Berlin, Wien, Amsterdam, Brüssel und Aix-en-Provence. Wiebke Weidanz war bis 2003 Lehrbeauftragte an der Musikhochschule Leipzig und bis 2009 an der Musikhochschule Frankfurt. Seit dem Sommersemester 2014 unterrichtet sie als Professorin für Cembalo an der Musikhochschule Nürnberg.

Janusz Wierzgacz