Übersicht der Künstler alphabetisch

Sylvia Ackermann

Sylvia Ackermann fühlt sich auf verschiedenen Tasteninstrumenten zuhause und konzertiert auf Hammerflügel, Orgel und Virginal.
Ihre Leidenschaft gilt den historischen Tasteninstrumenten und der historischen Aufführungspraxis. An den Original-Instrumenten arbeitet Sylvia Ackermann kontinuierlich an der Entwicklung eines lebendigen und differenzierten Anschlags, der für das Spiel auf den vielfältigen und so unterschiedlichen historischen Tasteninstrumenten absolut erforderlich ist.

Ihre Ausbildung erhielt Sylvia Ackermann an den Musikhochschulen Mainz und München im Hauptfach Klavier und sie schloss ihr Studium mit dem künstlerischen Diplom ab. Es folgten viele Meisterkurse und Privatunterricht bei bedeutenden Pädagogen wie Menahem Pressler, Simon Gourari, Monika Leonhard, Jürgen Uhde, Jakob Lateiner, Maria Jäger-Jung und vielen mehr.

Neben ihrer Arbeit als Konzertpianistin und Pädagogin interessiert sich Sylvia Ackermann schon immer für fächerübergreifende Projekt – sie initiierte in München das Internationale Theaterforum, arbeitet zusammen mit Tänzern und Videokünstlern und gründete 2009 zusammen mit Georg Ott den „Claviersalon“ in Miltenberg/Main.
Der Claviersalon beherbergt eine außerordentliche Sammlung historischer Tasteninstrumente des 18. und 19. Jahrhunderts. Mit außergewöhnlichen Konzertprogrammen und Ideen abseits des Mainstreams, wird dem Publikum der faszinierende und einmalige Klang der Original-Instrumente näher gebracht.
Dazu kommen renommierte Musiker aus Europa zusammen, um selten gespielte Werke auf Instrumenten aus deren Entstehungszeit zu entdecken, zu proben und aufzuführen.

Marcelo Amaral

Von der New York Times gefeiert als »Liedbegleiter der Superlative« hat sich der brasilianische Pianist Marcelo Amaral als gefragter Klavierpartner von Sängern und Instrumentalisten international etabliert.

Seit dem Gewinn des Pianistenpreises beim Internationalen Robert-Schumann-Liedwettbewerb 2009 arbeitete er mit zahlreichen renommierten Künstlern zusammen wie zum Beispiel Janina Baechle, Olaf Bär, Juliane Banse, Daniel Behle, John Chest, Layla Claire, Ronan Colle , Sarah Connolly, Roxana Constan nescu, Melanie Diener, Veronika Eberle, Manuel Fischer-Dieskau, Soile Isokoski, Michaela Kaune, Jochen Kupfer, Sophie Marilley, Íride Mar nez, Nils Mönkemeyer, Christoph Pohl, Christoph Pregardien, Daniel Röhn, Edicson Ruiz, Tobias Scharfenberger, Birgid Steinberger, Roman Trekel, Michael Volle, Matthias Winckhler und dem Alfama Quartet.

Wichtige Stationen seiner intensiven Zusammenarbeit mit der Sopranistin Carolina Ullrich sind eine 2012 bei GENUIN Records erschienene Lied-CD mit dem Titel „Emoción“, sowie eine von der Kritik hochgelobte Tournee durch die Vereinigten Staaten mit Konzerten u. a. in der Merkin Hall in New York City und dem Kennedy Center in Washington D.C..

Mit großem Erfolg debütierte Marcelo Amaral in den vergangenen Spielzeiten in der Wigmore Hall in London, im Musée d’Orsay in Paris sowie bei der Schubertiade in Schwarzenberg.

Marcelo Amaral war zu Gast bei zahlreichen Festivals wie dem Montpellier Festival, der Mozarteum Sommerakademie, dem Schleswig-Holstein Festival, dem Europäischen Musikfest, dem International Art Song Festival, dem Ravinia Festival, dem Tuscan Sun Festival, dem Fes val de Marvão und dem Oxford Lieder Festival.

Rundfunk- und Fernsehaufnahmen für die BBC, den Bayerischen Rundfunk, DeutschlandRadio Kultur, WDR/ARTE, Radio France und andere runden seine künstlerische Tätigkeit ab.

Nach seinem Studium am Cleveland Institute of Music und der Indiana University vervollständigte Marcelo Amaral seine Studien durch die Zusammenarbeit mit namhaften Künstlern wie Elly Ameling, Dietrich Fischer-Dieskau, Rudolf Jansen, Malcolm Martineau, Olga Radosavljevich, Andras Schi , Peter Schreier und Roger Vignoles.
Zudem studierte er Liedgestaltung bei dem bekannten Liedpianisten Helmut Deutsch an der Hochschule für Musik und Theater München.

Ein besonderes Anliegen ist es Marcelo Amaral, seine Erfahrungen in Liedinterpretation als Lehrer weiterzugeben. So ist er u. a. regelmäßig als Dozent zu Gast bei den Meisterklassen der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie in Stuttgart.

Marcelo Amaral ist Mitglied des künstlerischen Beirats der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie und hat seit 2014 eine Professur für Liedgestaltung an der Hochschule für Musik Nürnberg.

L’Arcadia Trio

Claire Genewein Traversflöte
Katie Stephens Barockcello
Anne-Marie Dragosits Cembalo

Aus der Seele muss man spielen und nicht wie ein abgerichteter Vogel…

Unter diesem Motto Carl Philipp Emanuel Bachs spielen die MusikerInnen Claire Genewein, Katie Stephens und Anne Marie Dragosits als Ensemble L’Arcadia in unterschiedlichen Formationen zusammen. Die heutige künstlerische Leiterin Claire Genewein hatte das Ensemble im Jahre 1998 zusammen mit Nicoleta Paraschivescu gegründet. Namensgebend für das Ensemble ist die musik- und literaturgeschichtlich bedeutende Accademia degli Arcadi, welche 1690 nach dem Tod der Königin Christine von Schweden in Rom gegründet wurde.

Das Ensemble will Zeitgeist und Klangkultur der europäischen Musik des 17. bis frühen 19. Jahrhunderts wieder aufleben lassen und tritt in verschiedenen Formationen auf, vom Duo bis zum Kammerorchester.

L’ Arcadia setzt sich intensiv mit den historischen Quellen der Musik auseinander und spürt vergessene Kompositionen in Archiven und Bibliotheken auf, um sie dem heutigen Publikum wiederzugeben. Aber auch Uraufführungen haben ihren Platz im Repertoire. Die Liebe zu anderen Ausdrucksformen der Kunst hat durch die Verschmelzung von Musik, Literatur und Malerei mehrere anregende Projekte entstehen lassen.

Kit Armstrong

Kaum ein Musiker verdient den Titel „Ausnahme-Künstler“ wie der 1992 in Los Angeles geborene Kit Armstrong. Von der Süddeutschen Zeitung als „Staunen erregend, nur als musikalisches Phänomen zu charakterisierend“ beschrieben, begeistert der gerade 28-Jährige weltweit nicht nur auf höchstem künstlerischen Niveau am Klavier, sondern auch an der Orgel, am Dirigentenpult und auch als gefragter Komponist. Seit frühester Jugend verzaubert Armstrong das Publikum in Sälen wie dem Musikverein Wien, Concertgebouw Amsterdam, der Philharmonie Berlin, der Hamburger Elbphilharmonie, der NHK Hall Tokio oder dem Palais des Beaux-Arts Brüssel.

Armstrong arbeitet mit bedeutenden Dirigenten wie Christian Thielemann, Herbert Blomstedt, Riccardo Chailly, Kent Nagano, Manfred Honeck, Esa-Pekka Salonen, Mario Venzago und Thomas Dausgaard zusammen und war bereits bei einigen der wichtigsten Orchester der Welt zu Gast, darunter die Wiener Philharmoniker, die Staatskapelle Dresden, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Gewandhausorchester, NHK Symphony Orchestra und die Academy of St Martin in the Fields.
Bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern war Kit Armstrong im Sommer 2018 Preisträger in Residence. Das Musikkollegium Winterthur hat ihn zum „Artistin-Resonance“ berufen. 2018 erhielt er den Beethoven-Ring von der Gesellschaft „Bürger für Beethoven“ in der Nachfolge von Igor Levit.

Aktuell ist Kit Armstrong als Pianist u.a. zu Gast beim Helsinki Philharmonic Orchestra, dem Orchestre National de Lille, den Düsseldorfer Symphonikern, beim Luzerner Sinfonieorchester, beim Münchner Kammerorchester und auf Tournee in Japan und Nordamerika. Klavier-Rezitale führten ihn zuletzt u.a. ins Wiener Konzerthaus, Lincoln Center in New York, Rheingau Musik Festival, Münchner Prinzregententheater, zum Klavierfestival Ruhr und zur Schubertiade Hohenems. Als Organist und Pianist freut sich Kit Armstrong auf Konzerte in der Philharmonie de Luxembourg, im Wiener Konzerthaus und beim Brucknerfest Linz. Sein Deutschland-Debüt als Dirigent feierte Kit Armstrong im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern mit der sensationellen Leitung von Händels Oratorium Theodora. 2020 war er bei den Bochumer Symphonikern auch als Dirigent zu Gast.

Als passionierten Kammermusiker verbinden Kit Armstrong enge künstlerische Partnerschaften mit anderen herausragenden Instrumental- und Vokalsolisten, darunter Renaud Capuҫon, Daniel Müller-Schott, das Quatuor Ebène, Armida Quartett, Christiane Karg und Julian Prégardien.
Als Organist war er bereits in der Berliner Philharmonie und der Kölner Philharmonie zu erleben.
Mit seinen Kompositionen hat sich der vielseitige Künstler ebenso weltweit einen Namen gemacht. Kompositionsaufträge erhielt Armstrong u.a. vom Gewandhaus zu Leipzig, der Schubertiade Hohenems, BASF Ludwigshafen, Konzerthaus Dortmund und dem Musikkollegium Winterthur.
Kit Armstrongs Solodebüt-CD mit Werken von Bach, Ligeti und Armstrong erschien im September 2013 bei Sony Classical – für das Kulturradio (rbb) „eine der ganz wenigen CDs, auf die die Welt gewartet hat.“ Auch sein zweites Solo-Album Symphonic Scenes, 2015 bei Sony Classical erschienen, erhielt begeisterte Kritiken für die Interpretation dieses ungewöhnlichen Programms von Klavierwerken, die Liszt überwiegend für Orchester komponiert hatte. Eine neue CD mit Werken von William Byrd erscheint 2021.

Am Curtis Institute of Music in Philadelphia nahm Kit Armstrong sein Musikstudium auf, das er an der Royal Academy of Music in London weiterführte und absolvierte. Seit seinem siebten Lebensjahr studierte er außerdem Kompositionslehre an der Chapman University und Physik an der California State University, später Mathematik und Chemie an der University of Pennsylvania und am Imperial College London. Ein Mathematikstudium schloss er auch an der Universität von Paris VI mit einem Master ab. Im Alter von 13 Jahren lernte Kit Armstrong Alfred Brendel kennen, der ihn seither als Lehrer und Mentor stark geprägt hat. Die einzigartige Beziehung zwischen Armstrong und Brendel wurde in dem Film des britischen Regisseurs Mark Kidel Set the Piano Stool on Fire festgehalten.
Kit Armstrong lebt bei Salzburg und im französischen Hirson in der ehemaligen Kirche Sainte-Thérèse-del’Enfant-Jésus, wo er regelmäßig Konzerte veranstaltet.

Juliane Banse

Wenige Künstler ihrer Generation sind auf so vielen Gebieten mit verschiedenstem Repertoire so erfolgreich wie Juliane Banse. Ihr Opernrepertoire reicht von der Feldmarschallin, Figaro-Gräfin, Fiordiligi, Donna Elvira, Vitellia über Genoveva, Leonore, Tatjana, Arabella bis hin zu Grete (Schreker Der ferne Klang). Ihren künstlerischen Durchbruch erlangte sie bereits 20-jährig als Pamina an der Komischen Oper Berlin in einer Produktion von Harry Kupfer. Unvergessen ist auch ihr Auftritt an der Oper Zürich als Schneewittchen bei der Uraufführung der gleichnamigen Oper von Heinz Holliger, mit dem sie eine enge Zusammenarbeit verbindet.
Die in Süddeutschland geborene und in Zürich aufgewachsene Sopranistin nahm zunächst Unterricht bei Paul Steiner, später bei Ruth Rohner am Opernhaus Zürich und vervollständigte dann ihre Studien bei Brigitte Fassbaender und Daphne Evangelatos in München. Mit dem Wintersemester 2016/2017 übernahm sie selbst eine Gesangsprofessur an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf.

In der Saison 2018/2019 sang Juliane Banse erstmals die Partie der Tove in Schönbergs Gurre-Liedern mit dem Orquesta Nacional de España unter David Afkham im Auditorio Nacional in Madrid. Berlioz‘ Nuits d’Eté bringt sie mit dem Mozarteum-Orchester Salzburg unter Leopold Hager zur Aufführung. Mit der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken Kaiserslautern widmet sie sich der Jazz-Legende Cole Porter, mit dem Bayerischen Landesjugendorchester und Jonathan Nott Mahlers Symphonie Nr. 2. Four Women from Shakespeare brachte sie mit dem notabu.ensemble neue musik in der Tonhalle Düsseldorf zur Aufführung. Nach großem Erfolg als Heilige Johanna in Walter Braunfels‘ gleichnamiger Oper an der Oper Köln kehrte sie 2019 mit der gleichen Rolle an das Haus zurück.
In letzter Zeit stand Juliane Banse in der Uraufführung der Oper Lunea von Heinz Holliger zum wiederholten Male auf der Bühne der Oper Zürich. Außerdem sang sie in Strauss‘ Rosenkavalier erstmals die Marschallin, seit Jahren eine Wunschpartie der Künstlerin. Die Hauptrollen im Monodrama THE TELL-TALE HEART des niederländischen Komponisten Willem Jeths im Concertgebouw, in Girgory Frids Tagebuch der Anne Frank am Theater an der Wien, in Poulencs Mono-Oper Voix humaine an der Staatsoper in Berlin, die Marschallin in Strauss‘ Rosenkavalier oder Elsa von Brabant in Wagners Lohengrin in Nantes und Anger waren erfolgreiche Engagements der letzten Zeit. In den USA sang sie zuletzt als Rosalinde (Fledermaus) in Chicago und in Strauss‘ Arabella an der MET in New York.
Auch im Konzertbereich ist die Künstlerin mit einem weit gefächerten Repertoire gefragt. Mit zahlreichen namhaften Dirigenten hat sie zusammengearbeitet, darunter Lorin Maazel, Riccardo Chailly, Bernard Haitink, Franz Welser-Möst, Mariss Jansons, Zubin Mehta und Manfred Honeck.
Liederabende sind seit jeher fester Bestandteil des Kalenders. So war Juliane Gast in letzter Zeit zu Gast bei der Schubertiade Vilabertran, in Oxford, bei der Liedwoche auf Schloss Elmau mit Wagners Wesendonck-Liedern oder im Rahmen der ersten Konzerte im neuen Boulez-Saal in Berlin mit einem Liederabend begleitet von Wolfram Rieger. Mit Hindemiths Marienleben war sie gemeinsam mit Martin Helmchen in Speyer und in Berlin zu erleben. Das Werk haben die beiden auf CD eingespielt und erhielten dafür international hervorragende Kritiken.
Zahlreiche CD-Einspielungen der Künstlerin sind preisgekrönt, gleich zwei erhielten den Echo Klassik: Braunfels‘ Jeanne D’Arc mit dem Swedish Radio Symphony Orchestra unter Manfred Honeck (Welt-Ersteinspielung des Jahres) und Mahlers 8. Sinfonie mit dem Tonhalle Orchester Zürich unter David Zinman. Weitere herausragende Aufnahmen sind die Arien-CD „Per Amore“, die Lied-Aufnahme Tief in der Nacht mit Aleksandar Madzar sowie der Film Hunter’s Bride/Der Freischütz mit Juliane Banse als Agathe und dem London Symphony Orchestra unter Daniel Harding. Im Februar 2017 erschien ihre von den Medien viel gelobte CD „Unanswered Love“ mit teils erstmals eingespielten und ihr gewidmeten Werken von Reimann, Rihm und Henze, die sie mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern und Christoph Poppen herausgebracht hat. Mit dem Münchner Rundfunkorchester spielte sie die CD „Im Arm der Liebe“ mit Werken von Braunfels, Korngold, Marx und Pfitzner ein.

Elsa Benoit

Die französische Sopranistin Elsa Benoit schloss 2001 ihre Gesangsausbildung am Konservatorium in Amsterdam ab. Im November 2012 gewann sie drei Preise beim Internationalen Gesangswettbewerb Symphonies d'Automne und im März 2013 den Brane-Cantenac-Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb MACM.

Von 2013 bis 2015 war sie Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper, in der Spielzeit 2015/16 Ensemblemitglied am Stadttheater Klagenfurt, wo sie u. a. als Tytania (A Midsummer Night’s Dream), Giulietta (I Capuleti e i Montecchi) und Micaëla (Carmen) auftrat. Für letzere gewann sie einen österreichischen Musiktheaterpreis.

Sie debütierte am Theater Basel in der Rolle der Mélisande in Debussys Pelléas et Mélisande, sowie an der Opéra de Lille und der Opéra de Reims in der Titelrolle der Uraufführung von Wolfgang Mitterers Marta. Sie sang u. a. Konzerte im Concertgebouw Amsterdam, im Tivoli Utrecht, im Teatro Real in Madrid und in der Philharmonie Luxemburg.

Seit der Spielzeit 2016/17 ist sie Ensemblemitglied an der Bayerischen Staatsoper, wo sie u. a. als Oscar (Un ballo in maschera), Adina (L’elisir d’amore), Frasquita (Carmen) und Poppea (Agrippina) zu sehen war.

In der Saison 2019-20 war ihr gefeiertes Hausdebüt sowohl an der Opéra Comique in Paris als Anna in Boieldieus La dame blanche, als auch an der Hamburger Staatsoper als Gretel in Hänsel und Gretel. An der Bayerischen Staatsoper in München war sie u.a. als Musetta in La Bohème und als Zerlina in Don Giovanni zu hören.

In der Spielzeit 2020-21 kehrte sie an die Opéra Comique in Paris als Aricie in Rameaus Hippolyte et Aricie zurück. An der Bayerischen Staatsoper in München ist sie in Rollen wie Pamina in Mozarts Die Zauberflöte, Oscar in Verdis Un Ballo in Maschera , Nanetta in Verdis Falstaff, Lauretta in Puccinis Gianni Schicchi und Woglinde in Wagners Das Rheingold zu hören.

Marit Beyer

Marit Beyer studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart und an der Staatlichen Theaterakademie St. Petersburg.

Sie spricht für Rundfunk und Fernsehen, für ARTE, für den SWR, für das ZDF und für 3sat unter anderem für das Kulturmagazin „Kulturzeit“. Sie spricht Hörbücher und ist in Lesungen zu erleben. Sie wurde unter anderem zu dem Internationalen Literaturfest lit.COLOGNE, zu den Buchwochen Stuttgart, in das Literaturhaus Stuttgart, in das Literaturhaus Köln und in die Stadtbibliothek Berlin eingeladen. Sie spricht in Musiktheaterproduktionen und wurde unter anderem in das Konzerthaus Berlin, in die Laeiszhalle Hamburg, in die Tonhalle Düsseldorf, die Kölner Philharmonie, die Philharmonie Luxembourg und in das Wiener Konzerthaus eingeladen. Sie wurde mit ihren Hörbüchern in die hr2-Hörbuchbestenliste aufgenommen und wurde als beste Interpretin für den Deutschen Hörbuchpreis nominiert.
Sie unterrichtet am Institut für Sprechkunst an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.

Paul Beynet

Paul Beynet, Absolvent des Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris in den Fächern Klavier, Gesangsbegleitung und Kammermusik, ist seit 2016 Artist-in-Residence am Théâtre Impérial de Compiègne. Zusammen mit dem Tenor Enguerrand de Hys und der Klarinettistin Elodie Roudet begründete er das Trio Ayònis. Außerdem ist er regelmäßiger Gast bei La Maison Illuminée, einer Künstlervereinigung unter der Leitung von Oswald Sallaberger, wo er als Solist und Kammermusiker auftritt. Mit der Mezzosopranistin Maria Mirante bildet er als ihr bevorzugter Pianist seit 2015 ein Duo.

Beynets Diskografie umfasst zwei Alben: Pentagramme, aufgenommen 2016 mit dem Jazzer Edouard Ferlet rund um Kompositionen und Improvisationen aus dem russischen Repertoire, und Traversées, gewidmet dem Werk für Stimme und Klavier von Christophe des Longchamps, aufgenommen 2019 mit Maria Mirante.

Paul Beynet ist Gast bei französischen und ausländischen Festivals : Les Flâneries Musicales de Reims, Les Musicales de Normandie, Le Festival 1001 Notes, fränkischer sommer (Deutschland), Le Festival Musiq3 (Belgien), Le Festival de Rocamadour. Palazzetto Bru Zane (Italien), La Cité de la Musique, die Opéra de Reims, die Opéra de Rouen, das Jersey Arts Centre (UK), das Auditorium des Musée d'Orsay, France Musique waren Spielorte der letzten Jahre.

Parallel zu seiner künstlerischen Tätigkeit ist er seit 2013 Pianist und Gesangslehrer am Conservatoire à Rayonnement Régional (CRR) von Boulogne-Billancourt und am Pôle supérieur d'enseignement artistique Paris Boulogne-Billancourt (PSPBB).

Christoph Brech

Christoph Brech wurde 1964 in Schweinfurt geboren. Nach dem Abitur absolvierte er eine Gärtnerlehre, gefolgt von einem 18-monatigen Zivildienst. Von 1989–1995 studierte er Malerei und Grafik bei Professor Franz Bernhard Weißhaar an der Akademie der Bildenden Künste in München.
Im Jahr 1998 schloss er seinen ersten Videofilm Soap ab. Seitdem hat sich die Videokunst – neben Fotografie und Installationen – zum bevorzugten Ausdrucksmittel des Künstlers entwickelt.

Im Zentrum von Brechs Werk stehen die Themen Zeit, Vergänglichkeit und Erinnerung. Musik und die Möglichkeit ihrer Visualisierung faszinieren ihn. In diesem Zusammenhang hat er mit den Sängern Christoph Prégardien und Andreas Scholl sowie mit den Dirigenten Christoph Poppen (2001), Mariss Jansons (2006) und Kirill Petrenko (2016–17) zusammengearbeitet.
Ein Video, welches das französische Streichquartett Quartuor Ebène porträtiert, wurde 2009 gedreht. Der Bariton Wolfgang Koch wurde 2013 für die Porträtgalerie der Bayerischen Staatsoper gefilmt.

Brech war 2003–2004 Artist in Residence in Montrèal, Kanada; 2006 erhielt er ein Stipendium für die Villa Massimo in Rom. In diesem Jahr gewann er den Will-Grohmann-Preis der Akademie der Künste, Berlin. Im Jahr 2008 vertrat Christoph Brech Deutschland in der internationalen Videoausstellung „Mutations II/Moving Stills“. Er schuf die Videosequenzen für Dantes Abstieg in die Hölle (Kammerspiele Mainz, Rheinsberger Festspiele und Theater Rudolstadt); für Georg Friedrich Händels Oratorium Israel in Ägypten, Nürnberg, und die Kuppelprojektion zu Olivier Messiaens Quatuor pour la fin du temps für das Nikolaus-Kopernikus-Planetarium in Nürnberg (2012). Sein Regiedebüt gab er mit Eine Alpensinfonie von Richard Strauss, die 2016 beim Rheingau-Musikfestival im Kurhaus Wiesbaden uraufgeführt wurde.

Zusammen mit Nicola Borgmann gewann er den internationalen Wettbewerb für Kunst im Nebengebäude des Deutschen Bundestages in Berlin (Marie-Elisabeth-Lüders-Haus). Nach Abschluss der Bauarbeiten wird die Video-Installation Blickwechsel im Restaurant des Erweiterungsbaus gezeigt.

Christoph Brech wurde mit dem Kunstpreis Berlin 2018 in der Sektion Film- und Medienkunst ausgezeichnet. 2018 war er Ehrengast im Centro Tedesco di Studi Veneziani.

Elisabeth Breuer

Auf dem Konzertpodium hat sich Elisabeth Breuer als sehr gefragte Interpretin der Werke von Bach, Händel, Haydn und Mozart etabliert.
Auftritte führten sie bislang unter anderem in renommierte Konzerthäuser wie die Elbphilharmonie, den Wiener Musikverein, das Leipziger Gewandhaus, die Kölner Philharmonie, die Münchner Philharmonie am Gasteig, die Berwaldhallen Stockholm, das Musiikkitalo in Helsinki, die Tonhalle Düsseldorf, das Auditorio Nacional de Música in Madrid, das Mailänder Auditorium, zur Internationalen Bach-Stiftung St. Gallen oder zu renommierten Festivals wie der Styriarte oder dem Schleswig-Holstein Musik Festival.

Sie singt unter namhaften Dirigenten wie Daniel Harding, Franz Welser-Möst, Ton Koopman, Andrew Manze, Dennis Russel Davies, Asher Fish, Andrés Orozco-Estrada, Federico Maria Sardelli, Howard Griffiths, Hansjörg Albrecht, Martin Haselböck oder Ruben Jais und tritt mit bedeutenden Orchestern wie der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem MDR Sinfonieorchester, der Norddeutschen Radiophilharmonie, dem Schwedischen Radiosinfonieorchester, dem Concentus Musicus Wien, dem Amsterdam Baroque Orchestra, dem Helsinki Baroque Orchestra oder dem L'Orfeo Barockorchester auf.
Elisabeth Breuer zeigt ihre Flexibilität und Offenheit sowie ihre von Publikum und Presse oft gelobte außergewöhnliche Fähigkeit zu berühren, gerne auch in besonderen Konzertformaten: So begeisterte sie 2017 beim Großen Adventskonzert des Dresdner Kreuzchors im Rudolf-Harbig-Stadion oder im Jahr 2018 beim Wintermärchen in der Elbphilharmonie an der Seite von Heike Makatsch, Albrecht Mayer und Daniel Hope, wo sie auch 2020 wieder zu erleben ist.
Zu ihren jüngsten Erfolgen auf der Opernbühne zählen die Elisa in Mozarts Il Re Pastore am Teatro La Fenice in Venedig, die Rezia in Haydns L’Incontro improvviso bei den Donaufestwochen oder die Hyppolithe in Schürmanns Die getreue Alceste bei Winter in Schwetzingen unter Christina Pluhar.
Zu ihren wichtigsten Partien zählen bislang Norina, Musetta, Gretel, Despina, Constance (Dialogues des Carmélites), Bellezza (Il Trionfo del Tempo e del Disinganno), Donna Fulvia (La pietra di paragone), Anne Frank (Das Tagebuch der Anne Frank), Adele oder auch die Sopran-Partie in Carmina Burana, welche sie an wichtigen Opernhäusern wie dem Teatro Regio di Torino, dem Teatro di San Carlo in Neapel, dem Teatro Lirico di Cagliari, an der Oper Köln, an der Neuen Oper Wien oder am Landestheater Linz, welchem sie von 2009 bis 2016 als Ensemblemitglied angehörte, verkörperte.

Für ihre ambitionierte Arbeit und ihr Talent wurde sie bereits mehrfach mit Preisen und Auszeichnungen bedacht. In der Saison 2015/16 wählten sie die BesucherInnen des Linzer Musiktheaters zum Publikumsliebling, wofür sie mit der Richard Tauber Medaille ausgezeichnet wurde. 2014 erhielt sie den Jungensemblepreis der Freunde des Linzer Musiktheaters und 2013 wurde sie für ihre Darstellung der Constance (Dialogues des Carmélites) für den Österreichischen Musiktheaterpreis nominiert.

Danae Dörken

„Ist die junge Pianistin die Entdeckung des Jahres?“ fragte das Klassik-Magazin crescendo – und bejahte. „Auf dem Weg nach ganz oben“ sehen sie auch die Rezensenten des Magazins concerti: Die deutsch-griechische Pianistin Danae Dörken gehört zur Elite der international gefragten Künstler einer neuen Generation, die mit atemberaubender Technik, außergewöhnlicher Bühnenpräsenz und musikalischem Tiefgang Publikum und Musikerkollegen gleichermaßen in ihren Bann schlägt.

Als Siebenjährige bereits von Yehudi Menuhin gefördert, erregte Danae Dörken mit „ihrer sprühenden Spielfreude“ (Kölner Stadt-Anzeiger) früh in führenden europäischen Konzertsälen Aufsehen. Nach ihrem Studium bei dem international verehrten Klavierpädagogen Karl-Heinz Kämmerling und bei Lars Vogt ist sie heute regelmäßiger Gast führender Orchester wie den Münchner Symphonikern, der Royal Northern Sinfonia, dem Estonian National Symphony Orchestra, dem Norrlandsoperan Symphony und den Düsseldorfer Symphonikern und konzertiert in der Londoner Wigmore Hall, im Wiener Konzerthaus, Mozarteum Salzburg, Tonhalle Zürich, im Beaux-Arts Brüssel, KKL Luzern, in der Philharmonie Köln, Philharmonie Essen, im Gasteig München, Konzerthaus Berlin, der Laeiszhalle Hamburg, Tonhalle Düsseldorf, der Alten Oper Frankfurt und im Beethoven-Haus Bonn. Sie ist regelmäßig zu erleben bei wichtigen Festivals wie dem Kissinger Sommer, den Schwetzinger Festspielen, bei LuganoMusica, dem Schleswig-Holstein Musikfestival, den Dresdner Musikfestspielen, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und dem angesehenen Kammermusik-Festival “Spannungen” in Heimbach.

Als leidenschaftliche Kammermusikerin ist sie bereits gemeinsam mit Künstlern wie Lars Vogt, Gustav Rivinius, Sharon Kam, Artur Pizarro, Christiane Oelze, Carolin Widmann, Benjamin Beilman, Benedict Klöckner und Katia & Marielle Labèque aufgetreten. Gemeinsam mit ihrer Schwester Kiveli stellt Danae Dörken regelmäßig wegweisendes vierhändiges Klavier-Repertoire vor. Mit dem Oboisten Philippe Tondre spielt sie drei neue Alben für Klarthe Paris in Kooperation mit dem SWR ein.

2015 gründete die griechischstämmige Danae Dörken mit ihrer Schwester das Molyvos International Music Festival (MIMF) auf der Insel Lesbos. Zwischen Finanzkrise und Flüchtlingsdrama bringt das MIMF nicht nur die Tradition klassischer Musik nach Lesbos, es stärkt auch die musikalische Beziehung zwischen Deutschland und Griechenland nachhaltig. Ganzjährig finden heute gemeinsam mit führenden MIMF-Solisten wie Marlis Petersen, Sebastian Manz, Maximilian Hornung, Philippe Tondre, Linus Roth und Lars Vogt Benefizkonzerte und Veranstaltungen in ganz Deutschland statt. Wiederholt war Danae Dörkens Engagement Gegenstand der Berichterstattung u.a. in Reportagen der Fernsehmagazine ttt und 3sat kulturzeit, im WDR und in zahlreichen weiteren Medien.

Daniel Eberhard

Daniel Mark Eberhard ist Inhaber der Professur für Musikpädagogik und Musikdidaktik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Er ist als Wissenschaftler, Leiter von Workshops und Lehrerfortbildung sowie als Musiker international tätig. Der mehrfach ausgezeichnete Künstler und Pädagoge, Autor von über 100 Fachpublikationen und Mitwirkender auf mehr als 40 CD-/DVD-Produktionen ist u.a. Meisterkurs-Schüler von Jacques Loussier und Endorsement-Artist für KORG©, HOHNER© und HAMMOND©.

Martin Ellrodt

Martin Ellrodt wurde 1966 geboren und hat seit 1987 erst einige Jahre in der Freien Theaterszene als Schauspieler gearbeitet, bevor er das Erzählen von Geschichten als Leidenschaft entdeckte. Er empfindet es als die kleinste Form von Theater, die keine Bühne, keine Requisiten und nur wenig Licht braucht. Mit der Kraft des gesprochenen Wortes allein sei es möglich, das Publikum in eine andere Welt zu versetzen, Bilder, Gerüche und Geräusche zu erzeugen. Sein Vorbild: „Die irischen Barden; sieben Jahre lang lernten sie, mit ihrem Harfenspiel die Leute zum Lachen zu bringen, sieben Jahre, um sie zu Tränen zu rühren, und noch einmal sieben Jahre, um sie zum Einschlafen zu bewegen. Ein Geschichtenerzähler sollte das auch beherrschen."

Inzwischen hat er schon mal die folgenden Projekte in Angriff genommen: Er erzählt Geschichten, in den Sprachen Deutsch, English und Spanisch, aus der mündlichen Überlieferung (Mythen, Märchen und Sagen),  aus der Weltliteratur neu (Shakespeare, Cervantes, Ovid), auf Festivals und Reisen in Kroatien, den Niederlanden, Estland, Portugal, Spanien, Hongkong, Ägypten, Schweiz, Senegal, Türkei, Ungarn, Kanada, Österreich, Belgien, Belarus, Israel, Italien, Kuba, Peru, Brasilien, Indien, Finnland, Côte d’Ivoire, Tschechien.

Die Kunst des Erzählens lehrt er an deutschen Universitäten und Fachhochschulen. Daneben plant und entwickelt er Festivals und Langzeit-Erzählprojekte wie „ZauberWort“, „1001 Nacht erzählen“, „Haus der Geschichten“, erzählpädagogische Projekte wie „Geburt der Sprache“, „Sternenreise“ und „Fürther Erzählnacht“ und führt diese auch durch.
Im Internet betreibt er mit www.erzaehlen.de ein Netzwerk der GeschichtenerzählerInnen in deutschsprachigen Ländern, und er veröffentlichte das Buch „Von der Sprechübung zum freien Erzählen“.

ensemble KONTRASTE

1990 in Nürnberg gegründet, setzte das eK von Beginn auf konzeptionelle Programme, unabhängig vom jeweils herrschenden Musikdiktat des Mainstream. Auf der steten Suche nach einem intensiven Konzerterlebnis, für Musiker wie Publikum, entwickelte das eK eine lebendige Vielfalt, die ihresgleichen sucht – mit Kammer- oder Ensemblemusik, klassisch oder zeitgenössisch, allein oder in Verbindung mit Schauspiel, Puppentheater, Videokunst, Film, Literatur, Bildender Kunst.

Das ensemble KONTRASTE begegnet in seiner künstlerischen Arbeit Altem mit Respekt und Neuem ohne Avantgarde-Attitüde. Zahlreiche Werke – vielfach in direkter Zusammenarbeit mit den Komponisten – beispielsweise von Heinz Winbeck, Martin Smolka, Klaus Ospald, Michael Obst, András Hamary, Leo Dick, Marcus Maria Reißenberger, Manfred Knaak und Gene Pritsker sind so entstanden.

Über die Nürnberger Konzerttätigkeit hinaus spielt das eK in vielen europäischen Metropolen: Luxemburg (Philharmonie), Wien (Konzerthaus), Paris (Louvre-Museum), Berlin (Volksbühne), Athen (Concerthall), Lissabon (Nationaltheater). Es erhielt Einladungen zu den Wiener Festwochen, den Schwetzinger Festspielen, dem Chopin-Festival Warschau, der Berlinale, den Salzburger Festspielen, dem Schleswig-Holstein-Musikfestival, dem Musikfest Nara in Japan und dem Gavroche Festival in Moskau.

Zahlreiche Preise würdigen die Arbeit des Ensembles: Wolfram-von-Eschenbach-Förderpreis (1999), Förderpreis der Ernst-von-Siemens-Musikstiftung (2000), Kultur-Förderpreis der Stadt Nürnberg (2004), Friedrich-Baur-Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste (2007), Kulturpreis der E.ON Bayern AG (2010), Wolfram-von-Eschenbach-Preis (2015) und der Große Kulturpreis der Stadt Nürnberg (2020).

Uli Fiedler

Uli Fiedler studierte E-, Kontrabass und Musikpädagogik an der Musikhochschule Köln bei Dieter Manderscheid, Andreas Lonardoni und Bill Dobbins. Seitdem spielte er mit Carlos del Junco (CAN), Lee Harper (USA), Charito (JAP), Jim Mullen (GB), Bruce Forman (USA), Fools Garden, u.v.m..

Er wirkte mit in über 1000 Shows, wie in Jesus Christ Superstar, Hair, Rent, Blues Brothers, Evita, Die Schöne und das Biest, Rocky Horror Show, Avenue Q, Swing Alive, Johnny Cash: The Man In Black, Beatles-Love, Beatles: Das Weiße Album, Alexis Sorbas, Fuggermusical Herz aus Gold, Frühlingserwachen, The Man of la Mancha, Dracula, Robin Hood, Jekyll and Hyde, Woyzeck u.v.m..

Irmgard Gorzawski

Die Harfe bietet in Sololiteratur, Kammermusik und Orchesterwerken eine ausdrucksstarke Klangvielfalt. Diesen Reichtum an Gestaltungsmöglichkeiten macht sich die Konzertharfenistin Irmgard Gorzawski zu eigen und lässt dadurch ihr Instrument in vielen Sprachen erzählen.
Basis für ihre künstlerische Tätigkeit waren ihre Studien an der Hochschule für Musik und Theater in München mit dem Erwerb des Künstlerischen Diploms, des Pädagogischen Diploms und der Absolvierung der Meisterklasse als Instrumentalsolistin. Ihr Wunsch nach intensiverer Auseinandersetzung mit dem solistischen Repertoire führte sie an die Hochschule für Musik und Theater nach Hamburg, wo ihr nach einer zweijährigen Phase in der Solistenklasse das Konzertexamen mit dreifacher Auszeichnung zuerkannt wurde.

Das Orchester des Schleswig-Holstein-Musik-Festivals und die Orchesterakademie des Bayerischen Rundfunks waren Wegbereiter für den Beruf als Orchesterharfenistin. Seitdem spielt sie regelmäßig als Gastmusikerin in Orchestern wie den Münchner Philharmonikern, dem Rundfunkorchester und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, der Internationalen Bach Akademie Stuttgart, dem Münchener Kammerorchester und vielen mehr.
Irmgard Gorzawskis Repertoire umfasst Musikwerke aus über fünf Jahrhunderten. Mit ihrem differenzierten Spiel führt sie stilsicher durch die verschiedenen Epochen: sie schenkt nicht nur der kompositorischen Blütezeit der Harfe – der Romantik und dem Impressionismus – große Aufmerksamkeit, sondern beleuchtet ebenso Renaissance, Barock und Klassik und widmet sich zeitgenössischen Kompositionen. Diese Bandbreite ihres musikalischen Könnens hat sie bereits in internationalen Konzertreihen unter Beweis gestellt.
Irmgard Gorzawski ist aufgrund ihres breit gefächerten Repertoires und ihrer abwechslungsreichen Programme gleichermaßen als Konzertsolistin, Kammermusikerin und Orchesterharfenistin gefragt. Durch ihre musikalische Überzeugungskraft werden ihre Konzerte zu außergewöhnlichen Erlebnissen.

Wolfgang Griep

Wolfgang Griep schloss sein Studium der Literaturwissenschaft und Geschichte in Göttingen und Bremen mit Staatsexamen ab, 1984 folgte die Promotion. 1972 bis 1987 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bremen im Forschungsschwerpunkt „Spätaufklärung“, zuständig für die Verzeichnung und Erforschung der deutschsprachigen Reiseliteratur zwischen 1700 und 1810 und den Aufbau einer Datenbank zur deutschsprachigen Reiseliteratur.1989 bis 1991 arbeitete er als Projektleiter am Überseemuseum Bremen im Rahmen der Ausstellung „Peter der Große in Westeuropa / Gold aus dem Kreml“, 1991 bis 2005 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Eutiner Landesbibliothek, mit dem Aufbau, der Einrichtung und der Leitung der Forschungsstelle zur historischen Reisekultur betraut. Seit 2005 ist er selbstständig als Verleger und Softwareentwickler tätig. Daneben hält er wissenschaftliche und populäre Vorträge, Seminare und Lesungen, macht auch Musikalisches zusammen mit Daniel Mark Eberhard und dem Harald-Rüschenbaum-Trio.

Ragnhild Hemsing

Ragnhild Hemsing gehört zu den aufstrebenden Stars unter den aufstrebenden Stars Norwegens. Ihre einzigartige Erziehung, die tief in die reichen Traditionen der Volksmusik Norwegens verwurzelt ist, ermöglicht es ihr, als eine der ersten Künstlerinnen die markanten Merkmale der norwegischen Volks- und klassischen Musik auf junge, frische und zeitgemäße Weise erfolgreich zusammenzuführen.

Mit nur 14 Jahren gab Ragnhild ihr Debüt beim Mendelssohn-Konzert mit den Bergen Philharmonic und dem Trondheim Symphony Orchestra. Seitdem ist sie mit allen großen norwegischen Orchestern aufgetreten. Sie ergänzt ihr großes Repertoire an klassischen Standard-Solowerken für Violine durch ungewöhnlichere und komplexere Werke, die für die Hardanger Fiddle geschrieben wurden. Bemerkenswert ist ihre Zusammenarbeit mit dem norwegischen Choreografen Hallgrim Hansegård. Beide haben YR des norwegischen Komponisten Lasse Thoresen in ganz Norwegen aufgeführt und sie hat dieses Werk für ihre Solo-Debüt-CD auf dem Simax-Label aufgenommen. Diese CD sowie ihre Aufnahme von Halvorsens Fossegrimen-Suite für Chandos mit den Bergen Philharmonic und Neeme Järvi wurden von der Kritik hoch gelobt. Anschließend lud Neeme Järvi Ragnhild zum Debüt mit dem Estonian National Symphony Orchestra ein. Zu weiteren Höhepunkten der vergangenen Jahre zählen internationale Auftritte: Kennedy Center in Washington DC, die Göteborg Symphony, die NDR Radio Philharmonic Hannover, das Beethovenfest Bonn, die Nürnberger Symphoniker, die Freiburger Philharmoniker und die Residentie Orkest Den Haag, die Tampere-Philharmonie (Santtu-Matias Rouvali), das MDR-Rundfunksinfonieorchester Leipzig (Kristjan Järvi), das Risør-Kammermusikfestival, das belgische Nationalorchester, die Düsseldorfer Symphonie in der Tonhalle Düsseldorf, das Schwetzinger SWR-Festival und die Tonhalle Zürich.
Ragnhild Hemsing hat die Weltpremiere von Lasse Thorsens „Sprang“ zusammen mit ihrer Schwester Eldbjørg und den Trondheimer Solisten beim Bergen International Festival aufgeführt, weitere Auftrittefolgten in der Marinsky Concert Hall in St. Petersburg, beim Bashmet Festival in Omsk, beim Mährischen Herbst in Brno und in Trondheim.
Ragnhilds neue Aufnahme „Northern Timbre“ wurde 2017 zusammen mit dem Pianisten Tor Espen Aspaas mit Werken von Grieg, Sibelius und Nielsen auf dem 2L-Label veröffentlicht.
Ragnhild trat als Gast bei allen großen Festivals Norwegens auf und ist eine bekannte Künstlerin im norwegischen Radio und Fernsehen. Zusammen mit ihrer Schwester Eldbjørg Hemsing nahm sie eine einstündige Dokumentation über das Leben des berühmten norwegischen Geigers Ole Bull auf, die mit einem EBU-Preis ausgezeichnet wurde.
Nach ihrem erfolgreichsten Debüt beim Beethovenfest Bonn 2013 wurde Ragnhild Hemsing mit dem Beethoven-Ring der „Bürger für Beethoven“ ausgezeichnet.

Ragnhild ist zusammen mit ihrer Schwester Eldbjørg die künstlerische Leiterin des Hemsing Festivals. Die beiden Schwestern gründeten 2013 das Kammermusikfestival, das jedes Jahr in ihrer Heimatstadt in Valdres stattfindet.

Ragnhild wurde im Herzen der norwegischen Volksregion Valdres geboren. Mit 5 Jahren begann sie Geige zu spielen und setzte ihr Studium am renommierten Barratt Due Institut für Musik in Oslo fort. Es folgte ein Studium bei Boris Kuschnir in Wien. Sie spielt auf einer Francesco Ruggeri Violine (Cremona, 1694), die freundlicherweise von der Dextra Musica Foundation ausgeliehen wurde.

Franziska Hölscher

Die Geigerin Franziska Hölscher ist eine der vielseitigsten Musikerinnen der jungen Generation. Sie war und ist als Solistin, Kammermusikerin und Festivalleiterin Gast in der Berliner Philharmonie und dem Konzerthaus Berlin, dem Festspielhaus Baden-Baden, dem Concertgebouw Amsterdam, dem Palais des Beaux-Arts Brüssel und im Rudolfinum Prag. Sie konzertiert bei der Bachwoche Ansbach, der Schubertiade Hohenems, dem Schleswig- Holstein Musik Festival, den Schwetzinger SWR Festspielen, dem Rheingau Musik Festival und beim Heidelberger Frühling.

Von Beginn ihrer Karriere hatte das Zusammenspiel mit Kollegen einen festen Platz in ihrem Repertoire. Seit ihrem Debüt mit Martha Argerich gehören Kit Armstrong, Martin Helmchen, Severin von Eckardstein, Nils Mönkemeyer und Andreas Ottensamer zu ihren Partnern. Mit dem Autor Roger Willemsen verband sie eine künstlerische Freundschaft. Mit ihm entwickelte sie das Bühnenprogramm „ Landschaften“, in welchem sie Korrespondenzen zwischen Wort und Musik bilden. Das Album "Roger Willemsens Landschaften" mit der Schauspielerin Maria Schrader und der Pianistin Marianna Shirinyan erschien kürzlich bei Zweitausendeins.

In ihren dramaturgisch durchdachten Konzertprogrammen verbindet Hölscher Werke des Barock und des klassisch-romantischen Repertoires mit Musik der Gegenwart, so auf ihrer vielfach ausgezeichneten CD “SEQUENZA”. 2018 spielte sie bei den Movimentos Festwochen die Uraufführung des Concertinos für Violine und Streicher von Wolfgang Rihm.

In der Saison 2021/22 gibt sie ihr Debüt bei der Schubertiade Hohenems und kehrt in das Concertgebouw Amsterdam, das De Doelen Rotterdam, den Robert-Schumann-Saal Düsseldorf, zur Bachwoche Ansbach und zum Schleswig-Holstein Musik Festival zurück.
Unter der Leitung von Reinhard Goebel spielt sie die Violinkonzerte von Bach in Deutschland und der Schweiz und geht mit dem Kammerorchester des Nationaltheaters Prag und dem Violinkonzert von Dvořák auf Tournee. Beethovens Violinkonzert interpretiert sie mit der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken Kaiserslautern. Recitalpartner bei Konzerten in Kiel, Bamberg, München und Antwerpen sind Kit Armstrong und Severin von Eckardstein.

In Heidelberg geboren und ausgebildet von Ulf Hoelscher, Thomas Brandis, Nora Chastain und Reinhard Goebel, erhielt sie bereits in jungen Jahren Preise bei bedeutenden internationalen Wettbewerben wie den 1. Preis beim internationalen Rundfunkwettbewerb Prag.
Als Botschafterin des von Lars Vogt initiierten Projekts „Rhapsody in School“ setzt sie sich für die Vermittlung von klassischer Musik in Schulen ein.

Franziska Hölscher ist Künstlerische Leiterin der Kammermusikreihe „Klangbrücken“ im Konzerthaus Berlin, und seit 2018 auch der Kammermusiktage Mettlach.

Andreas Martin Hofmeir

Andreas Martin Hofmeir, einer der besten und vielseitigsten Instrumentalisten der Gegenwart, ist ein Grenzgänger zwischen den Genres: Er ist Professor an der Universität Mozarteum Salzburg, war Gründungsmitglied der bayerischen Kult-Band LaBrassBanda und ist sowohl als Kabarettist als auch als klassischer Tubist erfolgreich. Hofmeir spielt weltweit als Solist und Kammermusiker, gibt Meisterkurse und Workshops im In- und Ausland, ist Showmaster und Autor. Das Kulturprogramm der BASF würdigte sein vielseitiges künstlerisches Schaffen mit dem Künstlerporträt 2018.

Der gebürtige Münchner fand über Klavier, Schlagzeug und Tenorhorn mit zwölf Jahren zur Tuba. Er studierte in Berlin, Stockholm und Hannover. Hofmeir gewann den internationalen Tubawettbewerb „Città di Porcia“ in Pordenone (Italien), den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs in Berlin und den ECHO Klassik als „Instrumentalist des Jahres 2013“.

Hofmeir war Stipendiat der Orchesterakademien der Berliner und der Münchner Philharmoniker und spielte u.a. mit den Wiener Philharmonikern, dem Gewandhausorchester und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Als Solist konzertierte Hofmeir u.a. mit den Münchner und den Bremer Philharmonikern, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und der NDR Radiophilharmonie.
Als Pionier seines Instrumentes betritt Hofmeir immer wieder kammermusikalisches Neuland: U.a. bildet er mit dem Harfenisten Andreas Mildner das „duo tuba & harfe“, mit dem österreichischen Geigenvirtuosen Benjamin Schmid die „Schmid Hofmeir HochTief GmbH“. Mit seinen Kammermusikformationen, die jeweils weltweit einzigartig sind, spielte Hofmeir auf Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Ludwigsburger Schlossfestspielen, den Brandenburgischen Sommerkonzerten und dem Festival Euroclassic und füllte die Säle der Berliner und der Kölner Philharmonie.
Daneben steht Hofmeir seit mehr als zwanzig Jahren auch als Kabarettist auf der Bühne, u.a. als Schauspieler und Texter des Musikkabaretts Star Fours und des Wortkabarett-Ensembles „Die Qualkommission“. Aktuell tourt er mit seiner musikalisch-kabarettistischen Lesung „Kein Aufwand!“
Andreas Martin Hofmeir moderiert seine eigene Kleinkunstshow, in der Künstler verschiedener Genres auftreten und ihr Glück auf der übelriechenden Tuba-Antiquität Rosalinde versuchen. Hochkaräter wie Olaf Schubert, Konstantin Wecker und Michael Altinger sind seine Gäste.
Mit der bayerischen Kult-Band LaBrassBanda, in der er bis 2013 als Helikon-Spieler mitwirkte, war Hofmeir „Sieger der Herzen“ beim Eurovision Song Contest und stürmte mit „Europa“ (Sony) die Top 10 der deutschen Charts. Auch als Jazzmusiker beschreitet der Tubist neue Wege. Er hat mit vier der besten Tubisten Europas das Ensemble European Tuba Power gegründet und spielt als Lead-Instrumentalist mit seiner eigenen Jazzband.
Eine Spezialität des Künstlers sind Crossoverprogamme, in denen er Klassik, Jazz und Kabarett verbindet. Hofmeirs musikalische Aktivitäten sind auf zahlreichen CDs dokumentiert.
Neben seiner künstlerischen Tätigkeit engagiert sich Hofmeir als Botschafter der Stiftung Bildung und des Vereins Singende Krankenhäuser auch gesellschaftspolitisch. 2019 wurde er als Mitglied der Münchner Turmschreiber berufen. Andreas Martin Hofmeir spielt Tuben der Marke B&S.

Gerold Huber

Der gebürtige Straubinger studierte als Stipendiat an der Hochschule für Musik in München Klavier bei Friedemann Berger und besuchte die Liedklasse von Dietrich Fischer-Dieskau in Berlin. 1998 erhielt er gemeinsam mit dem Bariton Christian Gerhaher, mit dem er bereits seit Schülertagen ein festes Lied-Duo bildet, den Prix International Pro Musicis in Paris/New York.

Er ist regelmäßig zu Gast bei Festivals wie der Schubertiade Schwarzenberg, dem Schleswig Holstein Musik Festival, in Vilabertran (Spanien), bei den Schwetzinger Festspielen und dem Rheingau Musik Festival oder den wichtigsten Konzertsälen wie der Kölner Philharmonie, der Alten Oper Frankfurt, dem Wiener Konzerthaus, dem Wiener Musikverein, dem Concertgebouw Amsterdam, der Londoner Wigmore Hall, der New Yorker Frick Collection, dem Salzburger Festspielhaus oder den Konzerthäusern in Essen, Dortmund oder Baden-Baden.

Gerold Huber ist ein besonders gefragter Begleiter der jüngeren Generation und arbeitet mit einer Vielzahl international renommierter Sänger zusammen, darunter Christiane Karg, Christina Landshamer, Anna Lucia Richter, Ruth Ziesak, Maximilian Schmitt, Rolando Villazón und Franz-Josef Selig. Als Kammermusikpartner konzertierte Gerold Huber u. a. mit dem Artemis-Quartett, zudem arbeitet er regelmäßig mit dem Henschel-Quartett oder mit Reinhold Friedrich. Seit 2013 hat Gerold Huber eine Professur für Liedbegleitung an der Hochschule für Musik in Würzburg inne. Gerold Huber ist künstlerischer Leiter der Pollinger Tage Alter und Neuer Musik.

David Jerusalem

wurde in München geboren. Im Jahr schloss er 2010 sein Gesangstudium an der Hochschule für Musik Nürnberg bei Prof. Jan Hammar mit Bestnote ab, auf das ein Aufbaustudium zum Konzertexamen folgte, dass er 2013 bei Konrad Jarnot an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf mit Auszeichnung ablegte. Zahlreiche Meisterkurse u.a. bei Brigitte Fassbaender, Dame Felicity Lott, Edith Wiens, Udo Reinemann, Irwin Gage, Rudolf Jansen, Tom Krause, Peter Schreier und Rudolf Pirnay gaben dem jungen Sänger wichtige Impulse.

Von 2006 bis 2009 war er in zahlreichen Rollen an der Kammeroper München unter der Regie von Dominik Wilgenbus sowie als Astolfo (Orlando furioso, Vivaldi) im Prinzregententheater München unter Michael Hofstetter in einer Inszenierung von Christof Nel zu erleben. Konzerte führten ihn u.a. in die Meistersingerhalle Nürnberg oder mit dem Münchener Bach-Chor und dem Bach Collegium München unter Hansjörg Albrecht in die Philharmonie am Gasteig.
Außerdem war er zu erleben in Salome (Strauss) mit dem DSO Berlin unter der Leitung von Stefan Soltesz in Baden-Baden, wohin er 2012 in Ariadne auf Naxos (Strauss) mit der Dresdner Staatskapelle unter Christian Thielemann und als Geharnischter in Die Zauberflöte (Mozart) mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle zurückkehrte. 2012 debütierte er u.a. bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen und beim Schleswig-Holstein-Musikfestival als Timur in Turandot (Puccini) mit der NDR Radiophilharmonie.
Im Jahr 2011 wurde David Jerusalem parallel zu seinem Aufbaustudium in das Opernstudio der Rheinoper in Düsseldorf-Duisburg engagiert und im Jahr 2013 dann ins feste Ensemble übernommen. Hier durfte er sein Opernrepertoire um zahlreiche Rollen erweitern und war u.a. als Masetto (Mozart Don Giovanni), Figaro (Mozart Le nozze di Figaro), Sarastro (Mozart Zauberflöte in der Fassung für junge Hörer), Timur (Puccini Turandot), Donner (Wagner Das Rheingold) sowie Sparafucile (Verdi Rigoletto) zu erleben. 2014 war er weiterhin auf einer Tournee mit der Academy St. Martin in the Fields unter Neville Marriner sowie auf einer Schubertiade beim Budapester Frühlingsfestival zu erleben.
2015 folgte ein Engagement als Gremin in Eugen Onegin (Tschaikowski) unter Michael Hofstetter am Theater Giessen und 2016 als Angelo in Das Liebesverbot (Wagner) unter Ivor Bolton im Teatro Real in Madrid.
Auch das Konzertfach durfte David Jerusalem unter berufener Stabführung vorstellen: So z.B. Die Schöpfung (Haydn) mit dem Orquesta Sinfónica y Coro RTVE unter Jaime Martin am Teatro Monumental in Madrid sowie Die Matthäuspassion (Bach) mit dem Noord Nederlands Orkest unter Michael Hofstetter auf einer Holland Tournee.
Seine Solo-Debüt-CD mit dem Pianisten Eric Schneider und Balladen von Schubert und Loewe ist jüngst in Koproduktion mit Deutschlandradio bei Hänssler Classic erschienen und erhielt den Supersonic-Award und wurde für den ICMA 2018 als bestes „Vocal Album“ nominiert.

FAU Kammerchor Erlangen-Nürnberg

Der FAU-Kammerchor Erlangen-Nürnberg wurde 2003 von Julian Christoph Tölle bewusst als kleines Vokalensemble gegründet mit der klaren Perspektive, Hochleistung anzustreben.

Unter seiner Leitung entwickelte sich das Ensemble rasch zu einem äußerst leistungsfähigen Klangkörper, der sowohl geistliche als auch weltliche Literatur aller Epochen und Stilrichtungen auf höchstem künstlerischem Niveau interpretiert und durch seine jugendliche Ausstrahlung und seine außergewöhnlich klaren Stimmen besticht. Die Chormusik der Alten Musik bildet inzwischen einen der Schwerpunkte.

Die Sängerinnen und Sänger wurden seit 2005 immer wieder vom Staatstheater Nürnberg für besondere Choraufgaben engagiert und konzertieren regelmäßig im In- und Ausland. Der Chor errang 2013 beim Bayerischen Chorwettbewerb einen vorderen Platz und ist seit 2013 für das Musikfestival fränkischer sommer das Vokal-Ensemble in Residence. Der Uni-Kammerchor gestaltet regelmäßig gemeinsam mit international renommierten Solisten und Orchestern die Eröffnungskonzerte des Festivals.

Jan Kobow

Der in Berlin geborene Tenor Jan Kobow war als Kind Knabensolist beim Staats- und Domchor, gewann nach Musikstudien in Paris, Hannover und Hamburg den ersten Preis beim Leipziger Bachwettbewerb 1998 und debütierte im Bachjahr 2000 als Evangelist in der Matthäuspassion unter Masaaki Suzuki in der Suntory Hall in Tokyo.
Einladungen in viele Länder mit den Vokalwerken Johann-Sebastian-Bachs unter Sir John Eliot Gardiner, Sigiswald Kuijken, Philippe Herreweghe, Nicolaus Harnoncourt, Lars Ulrik Mortensen, Frans Brüggen, Gustav Leonhard, Frieder Bernius, Michel Corboz und anderen folgten sehr bald, sodass er sich zügig ein Renommée als Evangelist nicht nur Bach’scher Werke erarbeiten konnte.

Dem RIAS Kammerchor seiner Heimatstadt Berlin war Jan Kobow über lange Jahre als Solist unter seinen Chefdirigenten Marcus Creed, Daniel Reuss und Hans-Christoph Rademann verbunden und er arbeitete darüber hinaus mit Klangkörpern wie dem Freiburger Barockorchester, dem Concertgebouw-Orchester Amsterdam, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Gürzenich-Orchester Köln, dem Deutschen Sinfonierorchester Berlin (DSO), dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB), der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Concentus Musicus Wien, Concerto Köln, der Batzdorfer Hofkapelle, dem SWR-Sinfonierorchester, der Lautten Compagney, Concerto Copenhagen, Das Kleine Konzert, Capella Coloniensis, Orchester des 18. Jahrhunderts, English Baroque Soloists, Petite Bande, Orchestre des Champs Elysées, Brandenburgisches Staatsorchester, Ricercar Consort, Bach Collegium Japan, Anima Eterna Brügge, MDR-Sinfonieorchester, Boston Early Music Festival Orchestra, Violons du Roy, Tafelmusik Baroque Orchestra, Nederlandse Bachvereniging, Schwedisches Rundfunkorchester, Münchner Rundfunkorchester, New Japan Philharmonic, les Talens Lyriques, Capella Augustina und anderen.

Einladungen als Solist, vornehmlich der Oratorien und Kantaten Bachs, führten Jan Kobow in die renommiertesten Konzertsäle der Welt wie den Musikverein und das Konzerthaus Wien, die Tonhalle Zürich, Concertgebouw Amsterdam, Tokyo Opera City, Carnegie Hall New York, Philharmonie und Konzerthaus Berlin, Philharmonie München und Köln, Gewandhaus Leipzig, Palais des Beaux Arts Brüssel, Concertgebouw Brugge, Barbican Center und Buckingham Palast London, Victoria Hall Genf, Cité de la Musique Paris, Palau de la Musica Barcelona, Gulbenkian Center Lissabon, Tschaikowsky-Saal Moskau, Konzerthaus Blaibach und viele mehr.

Jan Kobow sang bei renommierten Festivals wie dem Schleswig Holstein Musikfestival, Musikfest Bremen, Festival von Saintes, Vlaanderen Festival, Festival Knechtsteden, Stuttgart Barock, Osterfestspiele Baden-Baden, Kissinger Sommer, Musikfest Eichstätt, Fränkischer Sommer, Europäische Wochen Passau, Barocktage Stift Melk, Melbourne Festival, MDR-Musiksommer, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Potsdamer Festspiele, Boston Early Music Festival, Internationale Orgelwoche Nürnberg, Luzern Festival, Festival d’Île de France, Musikfestival „Klang und Raum“ Kloster Irsee, Mozartfest Würzburg, Mozartwoche Salzburg, Festival de Lausanne, La Folle Journée Nantes und Lissabon, Brühler Schlosskonzerte, Beethoven-Woche Bonn, Festival Oude Muziek Utrecht, Tage Alte Musik Innsbruck, Herne und Regensburg, Händelfestspiele Göttingen, Halle & Karlsruhe, Mosel-Festwochen, Rheinvokal, Sommerliche Musiktage Hitzacker, Klavierfestival Ruhr, Köthener Bachfesttage, Bachfest Leipzig, Bachwoche Ansbach, Bach-Festival Montréal, Telemann-Festtage Magdeburg, um nur einige zu nennen.

Sein Repertoire umfasst neben Werken Bachs und Händels auch die Oratorien Joseph Haydns, was CD-Aufnahmen und zahlreiche Konzerte der „Jahreszeiten“ und der „Schöpfung“ unter Haydn-Spezialisten wie Andreas Spering und Bruno Weill belegen.

Dass Jan Kobow auch heitere Partien liegen, unterstreichen Konzerte, Aufnahmen und Rundfunkmitschnitte von Operetten (Léhar Die blaue Masur, Weber Abu Hassan, Meyerbeer Alimelek) und diversen Barockopern, in denen er mit großem Erfolg den komischen Part gab (Almira von Händel usw.)

Jan Kobow hat als Solist bei ca. 100 CD-Aufnahmen mitgewirkt und schon neun Soloalben aufgenommen, u.a. die drei Liederzyklen Schuberts (mit Kristian Bezuidenhout und Christoph Hammer), aber auch Lieder von Mendelssohn, Siegmund von Seckendorff, Johann Krieger, Carl Loewe, John Dowland u.a. mit Pianisten wie Cord Garben oder Ludger Rémy.

In der Saison 2019/2020 gastiert Jan Kobow mit einer Opern- und CD-Produktion des Boston Early Music Festivals von Christoph Graupners Antiochus & Stratonica u.a. beim Musikfest Bremen, das Anfang 2020 auch auf CD produziert wird. Weitere Engagements bestehen u.a. bei beim Festival Bésançon mit Arthur Schoonderwoerd, mit Andreas Spering in Sevilla (Bach H-Moll-Messe).

In seinem Wohnort Schloss Seehaus ist Jan Kobow Gastgeber einer sommerlichen Konzertreihe und gibt sein sängerisches Wissen bei Meisterkursen und an der Hochschule für Kirchenmusik Bayreuth weiter. Für seine künstlerischen Impulse in seiner Heimat wurde er 2016 mit der Auszeichnung „Künstler des Monats“ der Metropolregion Nürnberg geehrt.

Stephan Matthias Lademann

Der in Meißen geborene Pianist Stephan Matthias Lademann entdeckte noch während seines Klavierstudiums an der Hochschule für Musik in Dresden seine Leidenschaft für Kammermusik und Liedbegleitung. Er konzentrierte sich daher nach seiner Flucht aus der ehemaligen DDR auch ganz auf dieses Genre.

Lademanns musikalische Heimat seit dem Jahr 1997 ist Wien. Er war künstlerischer Partner von Siegfried Jerusalem und begleitete weitere renommierte Künstler wie Diana Damrau, Edita Gruberova, Paul Armin Edelmann, Mathias Hausmann, Sibylla Rubens, Chen Reiss, Günther Groissböck, Daniela Fally, Robert Holl, Marlis Petersen und Robert Dean Smith. Gemeinsam mit diesen Künstlern war Lademann auf renommierten internationalen Musikfestivals und in zahlreichen Musikzentren zu Gast, u.a. Alte Oper Frankfurt, Wiener Musikverein, Klangbogen-Festival Theater an der Wien, Schubertiade Schwarzenberg, Rheingau-Festival, Schleswig-Holstein Festival, Kissinger Sommer, Münchner Opernfestspiele, Ludwigsburger Schlossfestspiele, Salzburger Festspiele, Semperoper Dresden, Berliner Philharmonie, Staatsoper Berlin, Teatro della Zarzuela Madrid, Auditorio Santiago de Compostela, Carnegie Hall New York und Teatro alla Scala Di Milano.

Zu seiner Diskographie gehören u.a. ein Live-Mitschnitt des Liederabends mit Diana Damrau bei den Salzburger Festspielen 2005, die Welt-Ersteinspielung von Gustav Mahlers Zyklus „Des Knaben Wunderhorn” in der originalen Klavierfassung, die Ersteinspielung Mahlers Das Lied von der Erde in der Fassung für Tenor, Bariton und Klavier; eine CD italienischer Lieder von Schubert und Donizetti mit der israelischen Sopranistin Chen Reiss, der Liederzyklus Myrten Op.25 von Robert Schumann unter dem Titel „Songs and Letters” mit den Oscarpreisträgern Martina Gedeck und Sebastian Koch sowie eine von der französischen Schallplatten Kritik 2018 ausgezeichnete Einspielung mit Marlis Petersen unter dem Titel „Dimensionen – WELT“.
Eine weitere Aufnahme mit Ulrich Reinthaller als Partner beinhaltet Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien VI-X“ und Solo-Klavierwerke.

Neben seiner Tätigkeit als Liedbegleiter hegt der Pianist eine große Leidenschaft für Lied-Poesie-Projekte: Seit 2009 widmet er sich vermehrt musikalisch-literarischen Projekten, welche er gemeinsam mit Schauspielern wie Peter Matič, Sophie von Kessel, Ulrich Reinthaller, Jürgen Tarrach, Angela Winkler, Martina Gedeck und Sebastian Koch realisiert hat.

Stephan Matthias Lademann lehrt an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien im Fach Lied- und Oratoriengestaltung.

Anja Lechner

Was Anja Lechners Spiel auszeichnet, ist neben technischer Perfektion und musikalischer Tiefe seine Vielseitigkeit. Ungeachtet ihrer klassischen Ausbildung verfügt die Cellistin über außergewöhnliche Fähigkeiten zur Improvisation. Früh hat Anja Lechner dieses Talent zum freien Spiel entdeckt, ihr Repertoire umfasst längst nicht mehr nur klassische Kammermusik. Die Neugierde der Cellistin, dem Fremden, Unsagbaren in der Musik nachzuspüren, macht sie zur Forscherin im Grenzbereich von notierter und improvisierter Musik, lässt sie die unterschiedlichsten Kulturen und Regionen der Welt musikalisch erkunden. Eine Vielzahl verschiedener Kooperationen und Projekte spiegelt Anja Lechners Talent zu einfühlsamer Interpretation und Improvisation in unterschiedlichen Klangwelten wieder, ihr eigener, unverwechselbarer, warmer, klarer Ton bleibt dabei stets spürbar.

Einem breiten Publikum bekannt wurde Anja Lechner als Gründungsmitglied des Rosamunde Quartetts, das von 1991 bis zu seiner Auflösung 2009 zu den gefragtesten und innovativsten Streichquartetten in der internationalen Musikszene zählte. Die zahlreichen Einspielungen für ECM Records wurden von der Kritik hoch gelobt und mehrfach ausgezeichnet (u.a. zweimal Preis der deutschen Schallplattenkritik, Grammy- Nominierung). Das Quartett gastierte bei internationalen Festivals und Konzerten u. a. im Amsterdamer Concertgebouw, der Londoner Wigmore Hall, dem Megaron in Athen oder der Berliner Philharmonie.

Das Spektrum von Anja Lechners musikalischer Arbeit reicht von regelmäßigen solistischen Auftritten mit Orchestern wie dem Münchner Kammerorchester, der Amsterdam Sinfonietta, dem Tallinn Chamber Orchestra oder dem Armenian Philharmonic Orchestra über Uraufführungen eigens für sie komponierter Werke von Komponisten wie Tigran Mansurian, Valentin Silvestrov, Zad Moultaka, Alexandra Filonenko oder Annette Focks, bis hin zu Projekten im Grenzbereich der Kulturen, Genres und Stile. Ihre langjährige Zusammenarbeit mit dem argentinischen Bandoneon-Meister Dino Saluzzi („As close to perfection as any music-making I can recently recall“ Richard Cook, Jazz Review ), wurde 2011 von dem Filmemacher Norbert Wiedmer (Sounds and Silence) in dem umfassenden Portrait „El Encuentro ein Film für Bandoneon und Violoncello“ dokumentiert. In kammermusikalischen Ensembles musiziert sie mit Künstlern wie, Alexej Lubimov, Kirill Gerstein, Patricia Kopatchinskaja, Pablo Márquez, Reto Bieri und Agnès Vesterman, oder mit improvisierenden Musikern wie François Couturier, Vassilis Tsabropoulos, Maria Pia de Vito, Eivind Aarset und Michele Rabbia.

Seit 1996 entstanden bei ECM Records eine Reihe herausragender Aufnahmen, die die Cellistin als unverwechselbare Stimme international bekannt gemacht haben. Geboren in Kassel, wuchs Anja Lechner in Neubeuern am Inn auf und studierte bei Heinrich Schiff in Köln und Basel. Ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes ermöglichte ihr einen Aufenthalt in Bloomington/USA, wo sie bei Janos Starker weitere Anregungen erhielt.

Tilman Lichdi

Tilman Lichdi hat sich als einer der bedeutendsten Konzert- und Liedinterpreten etabliert. Besonders begeistert er als Evangelist in den Bach´schen Oratorien und Passionen. Bei seinem Amerikadebüt mit der Johannespassion und dem Chicago Symphony Orchestra schrieb ein Kritiker aus Chicago: „Man kann ein ganzes Leben verbringen, ohne je eine so gut gesungene Evangelistenpartie zu hören wie jene von Tilman Lichdi, und ich vergesse hierbei nicht Peter Schreier.“ Lichdi hat Konzerte in Europa, den USA, Australien,  Südamerika und Asien gesungen unter anderem mit den Dirigenten Ton Koopman, Thomas Hengelbrock, Martin Haselböck, Peter Dijkstra, Frieder Bernius, Christoph Perick, Bernard Labadie, Marcus Bosch, Hervé Niquet, Hartmut Haenchen, Kent Nagano, Christoph Poppen, Claus Peter Flor, Michail Pletnev, Michel Corboz, Hans-Christoph Rademann, Teodor Currentzis und Herbert Blomstedt.

Neben seiner vielfältigen Lied- und Konzerttätigkeit unterrichtet Tilman Lichdi mit großer Freude Gesang bei sich zuhause in Schwaigern und er hat ganz neu, passend zu dieser besonderen Zeit, einen Video-Onlinekurs leicht-singen.de entwickelt.
Vier wunderbare Lied-CDs sind außerdem entstanden. Besonders hervorzuheben sind hier die beiden Einspielungen der Schubertliedzyklen: Die schöne Müllerin und Die Winterreise, beides in einer neuen Version mit Gitarre.

Tilman Lichdi war von 2005 bis 2013 festes Ensemblemitglied am Staatstheater Nürnberg. Dort hat er unter anderem David in Die Meistersinger, Steuermann in Der fliegende Holländer, Tamino in Die Zauberflöte, Ferrando in Cosi fan tutte, Belmonte in Die Entführung aus dem Serail, Don Ottavio in Don Giovanni, Count Belfiore in La finta giardiniera und Count Almaviva in Il Barbiere di Siviglia gesungen. Tilman Lichdi ist Träger des Bayerischen Kunstförderpreises 2012 im Bereich Darstellende Kunst.

Tilman Lichdi wuchs bei Heilbronn auf und erhielt im Alter von 18 Jahren seinen ersten Gesangsunterricht bei Alois Treml (Staatstheater Stuttgart), studierte jedoch zunächst vier Jahre Trompete bei Prof. Günther Beetz in Mannheim und wechselte 1999 zum Gesangstudium nach Würzburg zu Frau Prof. Charlotte Lehmann, das er mit Auszeichnung abschloss.

Sebastian Manz

Sebastian Manz, internationaler Solist, Kammermusiker und Solo-Klarinettist des SWR Symphonieorchesters, feierte seinen großen Durchbruch 2008 beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München. Dort erhielt er den 1. Preis in der Kategorie Klarinette, der seit 40 Jahren nicht mehr in dieser Rubrik vergeben worden war, sowie den begehrten Publikumspreis und weitere Sonderpreise. Zuvor gewann er mit seinem Klavierpartner Martin Klett den Deutschen Musikwettbewerb. Seitdem erhielt er dreimal den ECHO KLASSIK für herausragende CD-Einspielungen sowie den begehrten Emerging Artist Award in New York. Neu in 2020: In der kategorie „Klassik ohne Grenzen“ wurde er für das Album „A Bernstein Story“, das er zusammen mit dem Jazzpianisten und Trompeter Sebastian Studnitzky einspielte, mit dem OPUS Klassik geehrt.

Neben solistischen Engagements in Deutschland (u.a. mit dem Göttinger Symphonie Orchester, dem Bochumer Symphonie Orchester, dem Hessischen Staatsorchester Wiesbaden und den Nürnberger Symphonikern) ist er in der Saison 2020/2021 sowohl in Japan mit dem Yomiuri Nippon Symphony Orchestra als auch mit der Chamber Music Society of Lincoln Center in New York, USA, unterwegs. Im Rahmen einer bei Berlin Classics neu erschienenen Aufnahme des Klarinettenkonzertes von Aaron Copland wird er zudem mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn und Chefdirigent Case Scaglione auf Tour gehen. Mit Kammermusikpartnern wie Robert Neumann, Felix Klieser, Martin Klett und Sebastian Studnitzky, ebenso mit Ensembles wie dem Boulanger Trio, dem Danish String Quartet und dem Armida Quartett, ist Sebastian Manz gern gesehener Gast auf den renommierten Podien, u.a. in der Elbphilharmonie Hamburg, sowie im Rahmen diverser Festivals wie dem Heidelberger Frühling, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Musiksommer Ostfriesland und dem Fränkischen Musiksommer zu hören. Im Frühjahr 2021 ist er zum Winterfestival der Chamber Music Society of Lincoln Center in New York eingeladen.

Seine Begeisterung für das Arrangieren und Komponieren stellt Sebastian Manz regelmäßig in Konzerten sowie innerhalb seiner mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten Diskografie unter Beweis. Die im August 2019 erschienene CD A Bernstein Story (Berlin Classics), die er zusammen mit dem Jazzmusiker Sebastian Studnitzky einspielte, enthält Arrangements sowie Eigenkompositionen der Musiker und begeistert sowohl die Klassik- als auch die Jazzmusik-Szene. Als „ein brodelndes Labor mit musikalisch hochinspirierenden Experimenten“ bezeichnete der Mannheimer Morgen das Album und bescheinigte „grenzenloses Hörvergnügen“. Im Mai 2020 ist die CD Father Copland mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn unter Case Scaglione bei Berlin Classics erschienen; ebenfalls bei Berlin Classics wird das neue Album mit den Klarinettenkonzerten von Carl Nielsen und Marcus Lindberg im September 2020 veröffentlicht. Hier steht Marcus Lindberg selbst für sein Konzert am Dirigentenpult.

Als Enkel des russischen Geigers Boris Goldstein findet der 1986 in Hannover geborene Sohn zweier Pianisten seine musikalischen Wurzeln im deutsch-russischen Elternhaus. Mit sechs Jahren sang Sebastian Manz im Knabenchor, lernte zunächst das Klavierspiel, konzentrierte sich aber bald auf die Klarinette. Seit er Benny Goodmans Aufnahme des Es-Dur-Konzerts von Carl Maria von Weber zum ersten Mal hörte, hegt er die Faszination für das Instrument. Keine Geringeren als Sabine Meyer und Rainer Wehle zählen zu seinen wichtigsten Lehrern und Förderern.

Pablo Márquez

Der argentinische Gitarrist Pablo Márquez ist mit seiner Klangkultur und der enormen stilistischen Bandbreite seiner Interpretationen eine der außergewöhnlichsten Künstlerpersönlichkeiten der klassischen Gitarre. Er studierte Gitarre in Argentinien, gewann im Alter von zwanzig Jahren den Villa-Lobos-Wettbewerb in Rio de Janeiro sowie den Concours de Radio France in Paris, den renommiertesten Gitarrenwettbewerb der damaligen Zeit. Als Vollblutmusiker studierte er Dirigieren bei Rodolfo Fischer und Peter Eötvös und folgte den Lehren des legendären Pianisten György Sebök, die seine künstlerische Entwicklung nachhaltig prägen sollten.

Er arbeitete mit den größten Komponisten unserer Zeit, wie Luciano Berio, Mauricio Kagel und György Kurtág, zusammen. Anlässlich des 70. Geburtstags von Berio lud Pierre Boulez ihn ein, die Sequenza XI des italienischen Komponisten aufzuführen, ein Werk, dessen bevorzugter Interpret er geworden ist.

Sein Name ist stets mit einem einzigartigen Klang verbunden, wie die zahlreichen Aufnahmen für ECM und andere Labels und Auszeichnungen wie der Grand Prix du Disque Charles Cros oder der Prix Amadeus, aber auch die unzähligen Reaktionen der Presse, belegen. So meinte der Kurier von Wien, seine letzte Schubert-CD mit Anja Lechner, Die Nacht, sei die schönste Publikation des Herbstes, während Die ZEIT schrieb: „Anja Lechner und Pablo Márquez erhellen die Nacht mit Schubert“. „El Cuchi bien temperado“, das der Musik seines Landsmannes Gustavo Leguizamón gewidmet ist, gehörte zu den 100 besten Aufnahmen (alle Genres eingeschlossen) des Jahres 2015, die vom amerikanischen Journalisten Ted Gioia ausgewählt wurden. Eine Einspielung von Berios Chemins V mit dem WDR Sinfonieorchester Köln und Jean-Michaël Lavoi wurde mit dem renommierten Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.

Márquez feierte Erfolge in mehr als 40 Ländern und in den schönsten Sälen (Concertgebouw in Amsterdam, National Concert Hall in Taipeh, Teatro Colón in Buenos Aires, Théâtre du Châtelet in Paris, Elbphilharmonie in Hamburg), bei großen Festivals (Aix-en-Provence, Avignon, Ultraschall in Berlin, Musica in Straßburg, San Sebastián), und in in Partnerschaft mit Patricia Kopatchinskaja, Dino Saluzzi, María Cristina Kiehr, dem Rosamunde Quartett, Anne Gastinel, Mario Caroli. Als Solist tritt er mit dem Philharmonischen Orchester von Radio France, dem Orchester des Bayerischen Rundfunks, der Nordwestdeutschen Philharmonie, dem Orquesta Sinfónica Nacional de Colombia und dem Orquesta de Valencia auf.

Pablo Márquez ist nicht nur ein großartiger Virtuose, sondern auch ein sehr gefragter Lehrer. Seine Klasse an der Musik-Akademie in Basel ist eine der angesehensten der Welt, und er gibt Meisterkurse in der ganzen Welt. In Anerkennung seiner gesamten Karriere erhielt er in Buenos Aires den Konex-Preis.

Maria Mirante

Maria Mirante schloss ihr Studium mit dem Bachelor der Sorbonne in Italienisch ab, sie gewann 2013 den Gesangspreis des Boulogne-Billancourt Conservatoire. Anschließend vertiefte sie ihre Studien bei Raphaël Sikorski und Elène Golgevit.

Mit dem außergewöhnlichen Timbre ihrer Stimme und ihrer Bühnenpräsenz verkörperte Maria Mirante die Rosina in Rossinis Barbier von Sevilla, die Concepciòn in Ravels L’heure espagnole und Bizets Carmen. Cherubino aus Hochzeit des Figaro, Zanetto aus Paladilhes Le passant (Compagnie de l’Oiseleur) und Salomith aus Athalie von Jean Baptiste Moreau gehören ebenfalls zu ihrem Repertoire.
Die vielseitige Künstlerin wirkte auch in neuen Produktionen mit wie Courtelines Komödie La Cruche, in einer Bearbeitung für vier Sänger der Kompagnie L'Envolée Lyrique (Lucernaire Theatre und Avignon Festival), bei Dogorians, einem Musical von Etienne Perruchon (Théâtre du Soleil, Scènes Nationales d'Annecy and Valenciennes) und bei Piano Royal, einem „action concert“ basierend auf James-Bond-Filmen (1001 Notes Festival).

Sie übernahm Solopartien in zahlreichen Oratorien, wie z.B. Vivaldis Gloria und Magnificat, Händels Dixit Dominus, Haydns Sieben letzte Worte Christi am Kreuz und Theresienmesse, Rossinis Feierliche kleine Messe und das Weihnachtsoratorium von Saint-Saëns.
Als leidenschaftliche Kammermusikerin widmet sie einen großen Teil ihrer Tätigkeit den Revitals. Von französischen Melodien bis hin zu spanischer oder italienischer Musik weckt sie das Interesse von Festivals in Frankreich und im Ausland. Sie wird regelmäßig zu Festivals eingeladen, unter anderen zu Les Soirées Lyriques de Gigondas, 1001 Notes, Musée en Musique at Grenoble, Un Été à Bourges, Des Mots et Des Notes, Musik'art Cantal und Jersey Arts Centre. Im fränkischen sommer 2018 war sie zusammen mit dem Pianisten Paul Beynet zu Gast.

Daniel Müller-Schott

Daniel Müller-Schott zählt zu den weltweit gefragtesten Cellisten und ist auf allen großen internationalen Konzertbühnen zu hören. Seit vielen Jahren begeistert er sein Publikum als Botschafter der klassischen Musik im 21. Jahrhundert. Die New York Times würdigt seine „intensive Expressivität“ und beschreibt ihn als „einen furchtlosen Spieler mit überragender Technik“. In der Kategorie „Solistische Einspielung Instrument“ erhielt er den OPUS KLASSIK 2020.

Daniel Müller-Schott gastiert bei international bedeutenden Orchestern; u.a. in den USA mit den Orchestern in New York, Boston, Cleveland, Chicago, Philadelphia, San Francisco und Los Angeles; in Europa bei den Berliner Philharmonikern, beim Gewandhausorchester Leipzig, beim Bayerischen Staatsorchester, bei den Münchner Philharmonikern, den Rundfunkorchestern von Berlin, München, Frankfurt, Stuttgart, Leipzig, Hamburg, Kopenhagen und Paris, Tonhalle-Orchester Zürich, beim London Symphony und Philharmonic Orchestra, City of Birmingham Symphony Orchestra, Nederlands Philharmonisch Orkest, Spanish National Orchestra, sowie in Australien mit dem Sydney und Melbourne Symphony Orchestra, in Asien mit Tokios NHK Symphony Orchestra, Taiwans National Symphony Orchestra (NSO) und Seoul Philharmonic Orchestra.

Am Pult stehen herausragende Dirigenten wie Marc Albrecht, Vladimir Ashkenazy, Cristian Măcelaru, Thomas Dausgaard, Christoph Eschenbach, Iván Fischer, Alan Gilbert, Gustavo Gimeno, Manfred Honeck, Neeme Järvi, Karina Canellakis, Susanna Mälkki, Andris Nelsons, Gianandrea Noseda, Andrés Orozco-Estrada, Kirill Petrenko, Michael Sanderling und Krzysztof Urbański. Eine langjährige Zusammenarbeit verband ihn mit Yakov Kreizberg, Kurt Masur, Lorin Maazel und Sir André Previn.

Neben der Aufführung der großen Cellokonzerte hat Daniel Müller-Schott eine große Leidenschaft für die Entdeckung unbekannter Werke und die Erweiterung des Cello-Repertoires, etwa durch eigene Bearbeitungen sowie die Zusammenarbeit mit den Komponisten unserer Zeit.
Sir André Previn und Peter Ruzicka haben dem Cellisten Cellokonzerte gewidmet, die unter der Leitung der Komponisten mit dem Gewandhausorchester Leipzig und der Kammerphilharmonie Bremen uraufgeführt wurden.

Gemeinsam mit Anne-Sophie Mutter und Lambert Orkis spielte Daniel Müller-Schott im Frühjahr 2019 in der New Yorker Carnegie Hall die Uraufführung von Sebastian Curriers „Ghost Trio“. Sowohl der in den USA geborene Sebastian Currier als auch Olli Mustonen haben für Daniel Müller-Schott eine Cellosonate komponiert. In der Saison 2020/21 stehen folgende Höhepunkte in Daniel Müller-Schotts Konzertkalender: die Europa- Tournee mit Anne-Sophie Mutter, Daniil Trifonov und dem Gewandhausorchester Leipzig/ Andris Nelsons; das Jubiläumskonzert des NDR Elbphilharmonie Orchester / Alan Gilbert zusammen mit Julia Fischer - mit exakt dem gleichen Programm wie vor 75 Jahren - und seine Debüts bei dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks/Andrew Manze und bei dem Orchestre de la Suisse Romande/Vasily Petrenko. Erstmalig führt der Cellist Dutilleuxs Concerto „Tout un monde Iointain...“ mit Lahti Symphony / Dima Slobodeniouk auf. Weitere Konzerte sind geplant mit Pomeriggi Musicali / James Feddeck, mit dem Danish National Radio Orchestra / Fabio Luisi und mit dem Asturias Orchestra / Dalia Stasevska. Zwei Tourneen in Asien stehen im Kalender: Solo Rezitale und Duos mit Julia Fischer im Dezember sowie im Frühjahr 2021 mit Gyeonggi Philharmonic Orchestra/ Massimo Zanetti und eine Tournee mit dem Royal Philharmonic Orchestra/ Vasily Petrenko in Korea und China.

Coronabedingt werden die Festkonzerte zum Beethovenjahr in der Saison 2020/21 fortgesetzt mit einer ausgedehnten Kammermusiktournee in Europa mit „Anne-Sophie Mutter and Friends“. Neben Werken von Beethoven wird das neue Streichquartett von Jörg Widmann, das noch im Februar 2020 in Tokio uraufgeführt werden konnte, auf den großen europäischen Bühnen seine Erstaufführung erleben. Bei den Festivals Settimane Musicali Ascona, Schubertiade, Internationales Musikfest Kreuth, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein Musikfestival wird der Cellist als Solist und in verschiedenen Kammermusikformationen zu hören sein.

Internationale Musikfestivals laden Daniel Müller-Schott regelmäßig zu Konzerten ein. Bei seinen Kammermusikkonzerten arbeitet Daniel Müller-Schott u.a. zusammen mit Nicholas Angelich, Kit Armstrong, Renaud Capuçon, Xavier de Maistre, Julia Fischer, Daniel Hope, Igor Levit, Sabine Meyer, Nils Mönkemeyer, Anne-Sophie Mutter, Francesco Piemontesi, Lauma und Baiba Skride, Emmanuel Tjeknavorian, Simon Trpčeski und mit dem Ebene Quartett.

Für das Projekt „Rhapsody in School“ engagiert sich Daniel Müller-Schott seit vielen Jahren. Regelmäßig lehrt er in Meisterkursen und engagiert sich für junge Musiker in Europa, den USA, Asien und Australien.

Daniel Müller-Schott hat eine umfangreiche mit internationalen Auszeichnungen bedachte Diskographie vorgelegt. Seine CD-Einspielung DUO SESSIONS mit Julia Fischer wurde mit dem International Classical Music Award (ICMA) 2017 ausgezeichnet. Zum Beethoven Jahr 2020 hat Daniel Müller-Schott als Teil einer umfangreichen Beethoven-Jubiläums-Box Kammermusik der letzten musikalischen Gedanken Beethovens bei der Deutschen Grammophon veröffentlicht. Gerade ist seine aktuelle Brahms CD beim Label ORFEO zusammen mit seinem langjährigen Kammermusikpartner und musikalischen Freund Francesco Piemontesi erschienen.

Bei nationalen und internationalen Rundfunkanstalten sowie auf TV-Sendern ARD, ZDF, ARTE, „DAS! auf dem Roten Sofa“ und 3Sat ist Daniel Müller-Schott regelmäßig als Solist in Konzertmitschnitten und als Interviewgast eingeladen. Im Sommer 2020 war der Cellist in zwei Episoden bei HOPE@HOME - ON TOUR! zu erleben: auf der Elmauer Alm, die zum Outdoor-Konzertsaal wurde und in Schloss Elmau mit Thomas Hampson, Julia Okruashvili und Daniel Hope.

Daniel Müller-Schott, studierte bei Walter Nothas, Heinrich Schiff und Steven Isserlis. Er wurde persönlich von Anne-Sophie Mutter gefördert und erhielt u.a. den Aida Stucki Preis sowie ein Jahr privaten Unterricht bei Mstislaw Rostropowitsch. Bereits im Alter von fünfzehn Jahren gewann Daniel Müller-Schott den Ersten Preis beim Internationalen Tschaikowsky Wettbewerb für junge Musiker 1992 in Moskau.

Daniel Müller-Schott spielt das 'Ex Shapiro' Matteo Goffriller Cello, gefertigt in Venedig 1727.

L’Orfeo Bläserensemble

Das L’Orfeo Bläserensemble wurde 2009 aus den Reihen des L’Orfeo Barockorchesters formiert mit der Absicht, die kammermusikalische Herangehensweise des Orchesters an die Orchesterliteratur auch in einer tatsächlichen kammermusikalischen Besetzung zu leben. Die Leitung des Ensembles hat Carin van Heerden. 2010 erschien die erste CD mit sämtlichen Oktetten und Quintetten des böhmischen Mozartzeitgenossen Josef Myslivecek.

Das L’Orfeo Bläserensemble gastierte u.a. bei den Donaufestwochen im Strudengau, dem Deutschen Mozartfest Augsburg und dem Mozartfest Würzburg. In jüngerer Zeit widmete es sich den Werken Georg Philipp Telemanns in der Besetzung für 2 Oboen, 2 Hörner, Fagott und Basso continuo bzw. 4 Oboen, 4 Hörner und 2 Fagotte und war mit dem Programm in Linz und in der Telemannstadt Magdeburg zu erleben. Beim Label cpo erschien dieses Repertoire auf CD erscheinen.

Carin van Heerden wurde in Kapstadt (Südafrika) geboren. Sie studierte Blockflöte bei Günther Höller in Köln und bei Walter van Hauwe in Amsterdam sowie Barockoboe bei Helmut Hucke. Während ihrer Studienzeit gewann sie mehrere internationale Wettbewerbe, unter anderen den renommierten internationalen ARD-Wettbewerb in Deutschland (1988). Sie ist Gründungsmitglied des L‘Orfeo Barockorchesters (Leitung Michi Gaigg) und konzertiert mit diesem Orchester, auch als Solistin, in ganz Europa und in Südafrika. Außerdem arbeitet sie mit verschiedenen Ensembles (das Kleine Konzert, Cantus Cölln, Akademie für Alte Musik Berlin) und Dirigenten wie Ton Koopman, Alan Curtis, Konrad Junghänel und Hermann Max). Solo-CDs ihres Spiels erschienen bei cpo (Telemann und Myslivecek), Cavalli Records (Hotteterre) und dhm/Sony (Telemann).

Carin van Heerden hatte eine Professur für Blockflöte an der Universität Mozarteum in Salzburg ab 1993 und anschließend von 2004 bis 2008 an der Musikhochschule Köln inne. Heute unterrichtet sie Barockoboe und Blockflöte an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz und leitet das dortige Institut für Alte Musik und Historische Aufführungspraxis. Von internationalen Wettbewerben für Alte Musik wird sie oft als Jury-Mitglied eingeladen und ist international gern gesehene Gast-Dozentin bei Meisterkursen. Carin van Heerden ist künstlerische Leiterin der Linzer Landeskonzertreihe „Alte Musik im Schloss“ und übersetzte das bahnbrechende Buch „The eloquent oboe“ von Bruce Haynes.

L’Orfeo Barockorchester

Seit mehr als zwei Jahrzehnten gehört das L’Orfeo Barockorchester zu den markantesten Stimmen in der Alten Musik. Für die Neue Zürcher Zeitung besitzt das international besetzte Ensemble rund um die Orchestergründerin und Dirigentin Michi Gaigg jenen „individuellen Charakter abseits globalisierter Einheitsklanglichkeit“, der auf ein fruchtbares Zusammenwirken unterschiedlicher musikalischer Wurzeln zurückzuführen ist. Lebendigkeit des Musizierens, Kontinuität und ein Ensemblegeist, der auch große Lust auf Neues in sich trägt, sind die Basis, auf der Michi Gaigg ihre als farbenreich, klangsinnlich wie temperamentvoll beschriebene Handschrift entwickelt.

Seine umfangreiche Diskografie (36 CDs!), darunter einige Opern- und Ersteinspielungen, wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. von Diapason, Le Monde de la Musique, BBC Music Magazine, Gramophone, Fono Forum, Pizzicato („Supersonic Award“), ORF Radio Österreich 1 („Pasticcio-Preis“) und mit dem Deutschen Musikpreis „Echo Klassik“.

L’Orfeo begeistert auch als Opernorchester, wie zuletzt mit Joseph Haydns „Türkenoper“ L’incontro improvviso und dem Mozart-Album „From Zero to Hero“ mit Tenor Daniel Behle. Ebenso zählen Raritäten und Meisterwerke der Bühnenkunst von Georg Friedrich Händel, Georg Philipp Telemann, Jean-Philippe Rameau, Georg Anton Benda, Christoph Willibald Gluck sowie eine Trilogie früher Operneinakter von Gioachino Rossini (darunter La scala di seta) zum Repertoire.

Auch als Schubert-Interpret lässt das L’Orfeo Barockorchester unter der Leitung von Michi Gaigg mit der Aufführung aller Sinfonien (einschließlich der dazugehörigen sinfonischen Fragmente) aufhorchen (Schubertiade Hohenems, CD-Release für 2021 geplant) und sorgt gleichfalls mit seinen Interpretationen von Felix Mendelssohn Bartholdys Streichersinfonien für neue Hörerfahrungen.

Bisherige Stationen: Salzburger Festspiele, Lucerne Festival, Beethovenfest Bonn, Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, Schwetzinger SWR Festspiele, Internationale Barocktage Stift Melk, Internationale Haydn Festspiele Eisenstadt, Schubertiade Hohenems & Schwarzenberg, Tage Alter Musik Regensburg, EXPO 2015 Mailand, Festival Bach de Lausanne, Kölner Fest für Alte Musik, Int. Gluck-Opern-Festspiele Nürnberg, Mozartfest Würzburg, Palau de la Música Catalana Barcelona, Festkonzert Vatikan (Sixtinische Kapelle), Tourneen nach Frankreich, Spanien, Südafrika und Namibia, Brucknerhaus Linz, Theater an der Wien, Musikverein Wien, Wiener Konzerthaus u. v. m..
Im Oktober 2019 feierte das L’Orfeo Barockorchester unter der Leitung von Michi Gaigg sein erfolgreiches Debüt in der Elbphilharmonie Hamburg.

Education: Euridice Barockorchester der Anton Bruckner Privatuniversität, eine Initiative des L’Orfeo Barockorchesters – Mitglieder von L’Orfeo coachen die Probenarbeit der Studierenden in verschiedenen Instrumentalgruppen und wirken bei den Aufführungen mit.

Marlis Petersen

Der Schwerpunkt von Marlis Petersens Repertoire liegt im klassischen Koloraturfach, doch hat sie sich auch als Interpretin zeitgenössischer Musik einen Namen gemacht. Nach dem Studium an der Musikhochschule Stuttgart und bei Sylvia Geszty ergänzte sie ihre Ausbildung in den Spezialgebieten Oper, Neue Musik und Tanz. Sie begann ihre Laufbahn als Ensemblemitglied der Städtischen Bühnen Nürnberg, wo sie Partien wie Ännchen, Blonde, Adele, Rosina, Lulu und Königin der Nacht sang. Danach war sie von 1998 bis 2003 an der Deutschen Oper am Rhein engagiert.
Ihren Einstand an der Wiener Staatsoper gab Marlis Petersen mit Lulu. Diese zentrale Partie ihres Repertoires sang sie auch in Peter Konwitschnys viel beachteter Hamburger Inszenierung, an der Chicago Lyric Opera und in einer Neuproduktion in Athen. Seitdem ist sie ein ständiger Gast auf den bedeutendsten Opernbühnen dieser Welt, u.a. an der Opéra de Paris, dem Théâtre de la Monnaie in Brüssel, der Staatsopern in Berlin, Hamburg, München und Wien, dem Theater an der Wien, der Metropolitan Opera in New York, der LA Opera, der Chicago Lyric Opera und den Festspielen von Salzburg und Aix-en-Provence.

Zu ihren wichtigsten Rollen gehören u.a. die Lulu, Traviata, Susanna (Le nozze di Figaro), Pamina (Die Zauberflöte), Adele und Rosalinde (Die Fledermaus), Marguerite (Les Huguenots), Manon, Thais und Elettra (Idomeneo). Einen sensationellen Erfolg feierte sie in der Neuproduktion der Lulu an der Bayerischen Staatsoper München, den sie mit ihrem Abschied von der Rolle an der Metropolitan Opera in New York nochmals wiederholen konnte. Herausragend und viel beachtet war auch ihre Traviata in der Inszenierung von Peter Konwitschny in Graz und Wien, sowie ihr von Presse und Publikum bejubeltes Debut als Donizettis Maria Stuarda im Theater an der Wien.

Die Saison 2018­/2019 startete für Marlis Petersen mit der Titelpartie von Händels Alcina am Theater an der Wien. An die Semperoper Dresden kehrte sie als Lustige Witwe zurück, bevor sie sich im Juni 2019 mit ihrem Rollendebüt als Richard Strauss‘ Salome an der Bayerischen Staatsoper unter der Leitung von Kirill Petrenko einen fulminanten Erfolg feierte, gefolgt von einer Neuproduktion von Korngolds Die tote Stadt wiederum unter der Leitung von Kirill Petrenko und in der Inszenierung von Simon Stone. Des Weiteren war Marlis Petersen in einer Neuproduktion von Richard Strauss‘ Salome am Theater an der Wien zu hören. Mit einer Neuproduktion von Korngolds Die Tote Stadt an der Monnaie in Brüssel startet Marlis Petersen in die Saison 2020/2021. Ein weiterer Höhepunkt wird ihr Rollendebüt als Marschallin in der Neuproduktion von Richard Strauss´ Rosenkavalier an der Bayerischen Staatsoper sein.

Zu den bedeutenden Uraufführungen, bei denen Marlis Petersen mitwirkte, zählen Hans Werner Henzes Phaedra in Berlin und Brüssel, Manfred Trojahns La grande magia an der Semperoper Dresden und die Uraufführung von Aribert Reimanns Medea an der Wiener Staatsoper.

Als Konzertsängerin ist Marlis Petersen auf allen großen Podien zu Gast. Gastspiele in Europa und den USA ermöglichten die Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Zubin Mehta, Lorin Maazel, Christoph Eschenbach, Antonio Pappano, Kirill Petrenko, Jeffrey Tate, Daniel Harding, Ingo Metzmacher, Thomas Hengelbrock, Louis Langrée u.a.m.. Die leidenschaftliche Beschäftigung mit der historischen Aufführungspraxis eröffnete den Kontakt zu Spezialisten wie René Jacobs, Ton Koopman, Trevor Pinnock und Helmuth Rilling.

Marlis Petersen arbeitete mit Orchestern wie den Wiener und Berliner Philharmonikern, dem Concertgebouw Orchester, dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Boston Symphony Orchestra, dem Mahler Chamber Orchestra sowie dem Rundfunk Orchester Berlin, dem RAI Orchester Turin, dem Orchester der Accademia Nazionale di Santa Cecilia, dem Freiburger Barockorchester, der Akademie für Alte Musik, dem Concentus Musicus Wien und dem Ensemble Modern Frankfurt.

Neben den großen Opernpartien ist es für Marlis Petersen ein großes Anliegen, das Konzert- und Liedrepertoire mehr und mehr in den Fokus zu rücken. Das Liedprogramm Dimensionen Welt präsentierte sie mit Stephan Matthias Lademann am Klavier in Stuttgart, im Wiener Musikverein und in der Londoner Wigmore Hall. Das Folgeprogramm Anderswelt war gemeinsam mit Camillo Radicke am Klavier im Rahmen der Opernfestspiele München, beim fränkischen sommer, in Eisenstadt, und wiederum in der Londoner Wigmore Hall zu hören. Mit dem Programm Innenwelt gibt Marlis Petersen 2021 Liederabende an der Seite von Stephan Matthias Lademann im Wiener Konzerthaus, in der Pariser Philharmonie, in Vevey, Passau, beim Liedfestival Zeist, beim fränkischen sommer, an der Frankfurter Oper und in der Kölner Philharmonie.

Marlis Petersen wurde mit dem 1. Österreichischen Musiktheaterpreis 2013 für die Darstellung der drei Frauen in Les Contes d‘Hoffmann am Theater an der Wien ausgezeichnet. 2020 wurde sie von der Zeitschrift Opernwelt zum 4. Mal zur Sängerin des Jahres gekürt. 2020 erhielt Marlis Petersen den Opus Klassik als Sängerin des Jahres.

Malte Prokopowitsch

Der Regisseur, Dramaturg, Bühnenbildner und Kostümbildner Malte Prokopowitsch studierte an der Universität Stuttgart und an der Universität der Künste Berlin. Er assistierte am Staatstheater Stuttgart, inszenierte für Theater, unter anderem für das Theater Freiburg, die Grazer Spielstätten und das Theaterhaus Stuttgart, inszenierte für Konzerthäuser und Literaturhäuser, unter anderem für das Festspielhaus Baden-Baden, das Konzerthaus Berlin, das Beethoven-Haus Bonn, das Bremer Konzerthaus, die Tonhalle Düsseldorf, die Philharmonie Essen, die Laeiszhalle Hamburg, die Kölner Philharmonie, die Philharmonie Luxembourg, das Wiener Konzerthaus und das Literaturhaus Stuttgart. Er inszenierte für Musik- und Literaturfestivals unter anderem für das Eclat Festival Neue Musik Stuttgart, das Musikfest Stuttgart und das internationale Literaturfest lit.cologne. Malte Prokopowitsch wurde mit dem „Junge Ohren Preis“ ausgezeichnet.

Quadro Nuevo

Mulo Francel Saxophon, Klarinette, Mandoline
Andreas Hinterseher Akkordeon, Bandoneon, Trompete
D.D. Lowka Bass, Perkussion
Special Guest

Arabesken, Balkan-Swing, Balladen, waghalsige Improvisationen, Melodien aus dem alten Europa und mediterrane Leichtigkeit verdichten sich zu märchenhaften Klangfabeln. Diese erzählen vom Vagabundenleben, den Erfahrungen und Begegnungen auf der großen Reise des Lebens, den kleinen Zufällen und den großen Momenten, von Zartheit und wildem Temperament, immer getrieben zwischen östlichen und westlichen Winden, zwischen verzehrender Sehnsucht und genussvoller Erfüllung – zwischen dem Bitteren und dem Süßen.

Quadro Nuevo tourt seit 1996 durch die Länder der Welt und gab über 3000 Konzerte:
Sidney, Montreal, Ottawa, Kuala Lumpur, Istanbul, New York, New Orleans, Mexiko City, Peking, Seoul, Singapur, Tunis, Tel Aviv. Vom beschaulichen Oberbayern über die Alpen bis Porto, von Dänemark über den Balkan bis zur Ukraine quer durch Europa.
Immer unterwegs hat das Instrumental-Quartett abseits der gängigen Genre-Schubladen eine ganz eigene Sprache der Tonpoesie entwickelt. Sie ist geprägt von der leidenschaftlichen Liebe zum Instrument und von größter Spielfreude. Das Geheimnis ist Hingabe: Selten hat man erlebt, dass Musik mit so viel Spannung, Verve und Einfühlungsvermögen in fremde Kulturen dargeboten wird.

Die Auftrittsorte der vier Musiker sind so verschieden wie die Wurzeln ihrer Musik: Quadro Nuevo ist nicht nur in Konzertsälen und auf Festivals zu Gast. Die spielsüchtigen Virtuosen reisen auch als Straßenmusikanten durch südliche Städte und fordern als nächtliche Tango-Kapelle zum Tanz, sie konzertieren in Jazz-Clubs und in der New Yorker Carnegie Hall.

Die CDs von Quadro Nuevo erhielten den Deutschen Jazz Award, kletterten in die Top Ten der Jazz- und Weltmusik-Charts und wurden in Paris mit dem Europäischen Phonopreis Impala ausgezeichnet.
In den Jahren 2010 und 2011 erhielt Quadro Nuevo jeweils den ECHO Jazz als bester Live Act und wurde so mit dem höchsten Deutschen Musikpreis von der Deutschen Phono-Akademie geehrt.

Seit seinem erlebnisreichen Aufenthalt in Buenos Aires Anfang 2014 wendet sich das Ensemble wieder intensiv dem Tango zu.

Harald Rüschenbaum

Halrald Rüschenbaum ging nach einem erfolgreichen klassischen Schlagzeugstudium am Richard Strauss Konservatorium in München zum Jazzstudium in die USA. Zurück in München gründete er das Harald Rüschenbaum Jazz Orchestra, erhielt einen Preis der Deutschen Phonoakademie und 1985 als erster Jazzmusiker den Kulturförderpreis der Stadt München.

Harald Rüschenbaum arbeitete mit bedeutenden Jazzmusikern wie Ack van Rooyen, Clark Terry, Monty Alexander, Klaus Doldinger, Jiggs Wigham, Johnny Griffin, Don Menza und Lee Konitz. Seit 1993 ist er Leiter des Landes-Jugendjazzorchesters Bayern. Für seine exzellente Arbeit in der Nachwuchsförderung erhielt er 2003 das Bundesverdienstkreuz, 2006 die Carl-Orff-Medaille und 2013 den Bayerischen Staatspreis für Musik.
In weit über 800 regionalen und internationalen Workshops hat Harald Rüschenbaum seine pädagogischen, methodischen und didaktischen Fähigkeiten erweitert. Mit Witz, Einfühlungsvermögen und Kompetenz gewinnt er junge Musiker und Routiniers gleichermaßen. Hunderte von Seminar-Teilnehmer haben ihn als leidenschaftlichen und begeisternden Musiker kennengelernt. Harald Rüschenbaum gehört zu den prägenden Musikern seiner Generation.
Zahlreiche junge Instrumentalisten hat er durch seine Workshops und Kurse angeleitet und ihnen einen persönlichen und tiefen Bezug zur Musik vermittelt. Viele seiner Mitspieler sind heute leitende Persönlichkeiten an Hochschulen, herausragende Solisten in der freien Szene und arrivierte Komponisten und Arrangeure.

Benjamin Schmid

Benjamin Schmid, aus Wien stammend, gewann u.a. 1992 den Carl-Flesch Wettbewerb in London, wo er auch den Mozart-, Beethoven- und Publikumspreis errang. Seither gastiert er auf den wichtigsten Bühnen der Welt mit namhaften Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, Petersburger Philharmonikern, dem Philharmonia Orchestra London Concertgebouw Orchester Amsterdam oder dem Tonhalle Orchester Zürich. Seine solistische Qualität, die außerordentliche Bandbreite seines Repertoires – neben allen gängigen Werken spielt er etwa auch die Violinkonzerte von Wolf Ferrari, Gulda, Korngold, Elgar, Weill, Dutilleux oder Weinberg - und insbesondere auch seine improvisatorischen Fähigkeiten im Jazz machen ihn zu einem Geiger mit unvergleichlichem Profil.

Benjamin Schmids über 50 CDs wurden zum Teil mehrmals mit dem Deutschen Schallplattenpreis ( als einziger Geiger in den Kategorien Klassik und Jazz), Echo Klassik Preis, Grammophone Editor’s Choice oder der Strad Selection ausgezeichnet. Er unterrichtet als Professor am Mozarteum in Salzburg und gibt Meisterklassen an der Hochschule Bern und in weltweiten Masterclasses. Anlässlich seines 50sten Geburtstages gab OehmsClassics 2018 „Benjamin Schmid Complete OehmsClassics Recordings“ (20 CD Box) heraus.

Benjamin Schmid trat mehrmals in weltweit ausgestrahlten TV-Konzerten mit den Wiener Philharmonikern auf: mit Seiji Ozawa bei den Salzburger Festspielen oder mit Valery Gergiev beim Sommernachtskonzert Schönbrunn; beide erschienen auf CD und DVD. Mehrere weltweit ausgestrahlte Dokumentarfilme über Benjamin Schmid komplettieren den außergewöhnlichen Rang des Geigers, zuletzt ein 50-minütiger Konzertfilm auf Servus TV.

In seiner nunmehrigen Heimatstadt Salzburg wurde Benjamin Schmid mit dem „Internationalen Preis für Kunst und Kultur“ ausgezeichnet. In Salzburg, wo er mit seiner Frau, der Pianistin Ariane Haering, und ihren gemeinsamen vier Kindern lebt, lehrt Benjamin Schmid als Professor an der Universität Mozarteum. Darüber hinaus gibt er weltweit Masterclasses, war Professor und Gastprofessor an der Hochschule der Künste Bern/CH, fungiert als Juryvorsitz des Internationalen Mozart Wettbewerbs Salzburg, als Künstlerischer Leiter des Musikfestivals ClassixKempten, sowie ab der Saison 2020/21 als Künstlerischer Leiter des Kammerorchesters Musica Vitae in Växjö, Schweden.

Benjamin Schmid ist als einer der wichtigsten Geiger in dem Buch „Die Großen Geiger des 20. Jahrhunderts,“ von Jean-Michel Molkou (Verlag Buchet-Chastel, 2014) porträtiert.

Er konzertiert auf der „ex Viotti 1718“ Stradivarius Violine, die ihm die Österreichische Nationalbank zur Verfügung stellt, sowie auf einer modernen Geige aus dem Jahre 2015 von Wiltrud Fauler.

Eric Schneider

Aus dem Bergischen Land stammend, studierte Eric Schneider Klavier und Mathematik. Im Alter von 22 Jahren bestand er an der Musikhochschule Köln die künstlerische Reifeprüfung mit Auszeichnung. Nach ersten Wettbewerbspreisen und Auftritten als Solist entdeckte er seine Begeisterung für Lied und Kammermusik. Seine Ausbildung setzte er mit einem Studium der Liedbegleitung bei Hartmut Höll fort. Wegweisende Impulse erhielt er von Paul Badura-Skoda, Alfred Brendel und Dietrich Fischer-Dieskau. Besonderen Dank bringt er Elisabeth Schwarzkopf für ihren stilbildenden Unterricht entgegen. In den 90ern absolvierte er in Berlin eine Ausbildung in Orchesterdirigieren bei Rolf Reuter.

Mit Sängern wie Christiane Oelze, Anna Prohaska, Christine Schäfer und Matthias Goerne verbindet Eric Schneider eine intensive und langjährige Zusammenarbeit. Er tritt international in den angesehenen Konzerthäusern auf. Seine CD-Veröffentlichungen der letzten Jahre waren – neben etlichen anderen – Winterreise und Apparition mit Christine Schäfer, Die Schöne Müllerin und Wanderers Nachtlied mit Matthias Goerne, sowie Sirènes und Behind the Lines 1914-2014 mit Anna Prohaska.

Als Solist gab Eric Schneider eindrückliche Recitals im Festspielhaus Baden-Baden, beim Kissinger Sommer, Beethovenfest Bonn und beim Klavierfestival Ruhr. Eine Solo-CD enthält Werke von Leoš Janáček, Ludwig van Beethoven und Robert Schumann. Ein Video mit der Klaviersonate op. 106 von Beethoven ist bei Youtube zu finden.

Eric Schneider lebt in Berlin und unterrichtet Liedrepertoire an der Universität der Künste.

Arthur Schoonderwoerd

Arthur Schoonderwoerd gehört zu den erfolgreichsten Interpreten seiner Generation auf dem Hammerklavier.Im Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens steht die Erforschung und Interpretation von unbekanntem und wenig gespieltem Repertoire des 18., 19. und 20. Jahrhunderts. Eine besondere Leidenschaft hat er für historische Instrumente mit individuellem Klang und Anschlag entwickelt. Daneben spielt er auch Cembalo und Clavichord.

Arthur Schoonderwoerd wurde 1966 in den Niederlanden geboren. Nach Abschluss seines Klavierstudiums am Konservatorium von Utrecht schloss er ein weiteres Studium bei Jos van Immerseel am Conservatoire Supérieur de Musique et Danse in Paris an, das er 1995 mit summa cum laude beendete.

1995 erhielt Schoonderwoerd den dritten Preis und den Preis des Belgischen Radios VRT beim Fortepiano-Wettbewerb des 32. Festivals für Alte Musik in Brügge, außerdem im Rahmen des Van-Wassenaer-Wettbewerbs 1996 für Ensembles für Alte Musik den Preis für die beste Interpretation.

Neben seiner internationalen Karriere als Solist ist er auch ein gefragter Kammermusikpartner und Liedbegleiter berühmter Sänger. 1995 gründete er das Ensemble Cristofori, das er seitdem als Dirigent und Directeur Artistique leitet. Mit diesem Ensemble pflegt er besonders das Repertoire für Klavier und Orchester auf eine sehr persönliche Weise. Er war zu Gast bei den renommiertesten Spielstätten und zahlreichen großen Festivals in Europa.

Die Diskographie von Arthur Schoonderwoerd mit mehr als 30 Titeln umfasst zahlreiche preisgekrönte Aufnahmen mit historischen Klavieren (Diapason d'or, Chocs du Monde de la Musique, Nomination Edison, etc.) sowie beeindruckende Gesamtaufnahmen von Beethovens Klavierkonzerten, Mozarts Klavierkonzerten und dessen Klaviersonaten für die Plattenfirmen Auvidis, Glossa, NMClassics, Etcetera, Zig-Zag Territoires, Raumklang, Carus-Verlag, Future Classics, Pan Classics, Q-Disc, Alpha und Accent unter anderem.

Von 2004–2015 war Arthur Schoonderwoerd Professor für historisches Klavierspiel und Kammermusik an der Escola Superior de Musica de Catalunya in Barcelona. Derzeit unterrichtet er Hammerklavier am Conservatoire Supérieur de Lyon. Darüber hinaus ist er ein gefragter Dozent bei Meisterkursen in ganz Europa.

Seit 2006 ist Arthur Schoonderwoerd außerdem künstlerischer Leiter des Festival de Besançon/ Montfaucon, eines der wenigen grenzüberschreitenden europäischen Festivals mit der Schweiz.

Hugo Siegmeth

Geboren 1970 im Banat in Arad/Rumänien, emigriert Hugo Siegmeths Familie 1976 nach Deutschland.
Noch während des Studiums Jazz-Saxofon am Richard-Strauß-Konservatorium München und Komposition bei Stefan Zorzor erhielt Hugo Siegmeth 1998 den Bayerischen Jazzförderpreis sowie 2001 den vom Bayerischen Rundfunk verliehenen New Generation Award.

Als Solist profiliert sich der Saxofonist aufgrund seiner persönlichen, charakteristischen Farbgebung im Spannungsfeld von Jazz, Klassischer Musik und Weltmusik zu einem der eigenständigsten Vertreter am Saxophon und wurde 2015 mit dem Förderpreis Musik der Stadt München ausgezeichnet.

Seine Konzerttätigkeit als Solist, Komponist und künstlerischer Leiter mit verschiedenen Jazz- und Klassik-Ensembles mit zahlreichen Rundfunk- und CD-Produktionen führt auf internationale Festivals und Bühnen nach Montreux (Jazz Festival), New York (Lincoln Center), Singapur (New Arts Festival), Bremen (Phil Intensiv), auf Tourneen durch Amerika, Australien, Europa sowie im Auftrag des Goethe-Instituts durch Zentralasien und in den Sudan.
Dabei ist er mit dem Hugo Siegmeth Ensemble, dem Duo FLOW mit Axel Wolf sowie auch mit Clark Terry, Michael Wollny, dem Ensemble Sarband, den Bremer Philharmonikern und bei Produktionen der Bayerischen Staatsoper und des Staatstheater am Gärtnerplatz zu hören.

Einladungen als Dozent bei Meisterkursen und Workshops führten nach Bayreuth, Tunis, Astana, Ulan Bator und an die Hochschulen Regensburg sowie München. Seit 2006 arbeitet Siegmeth regelmäßige als Komponist und Produzent an Filmmusiken z. B. für „Sag mir, wo die Schönen sind...“ (Berlinale 2008) oder „Geheimnisse Asiens“ (Arte 2013).
Seit 2014 leitet Siegmeth die Lehrer Big Band Bayern mit reger Konzerttätigkeit an Schulen und im interkulturellen Austausch.

Singer Pur

Claudia Reinhard Sopran
Christian Meister Tenor
Markus Zapp Tenor
Manuel Warwitz Tenor
Jakob Steiner Bariton
Marcus Schmidl Bass

Seit seinem Debütkonzert im März 1992 hat sich Singer Pur – in der ursprünglichen Besetzung fünf ehemalige Regensburger Domspatzen und eine Sopranistin – zu einer der international führenden A-cappella-Formationen entwickelt.

1994 gewann das Sextett den 1. Preis des „Deutschen Musikwettbewerbs” in Bonn, ein Jahr später wurde es in Finnland mit dem begehrten „Grand Prix für Vokalmusik” beim Internationalen „Tampere-Musikfestival” ausgezeichnet. Regelmäßige Auftritte im Rahmen renommierter Konzertreihen und Festivals (u. a. Schleswig-Holstein Musik Festival, Ludwigsburger Schlossfestspiele, Rheingau Musikfestival, mdr-Musiksommer, Europäische Wochen Passau) bestätigen den hervorragenden Ruf des erfahrenen Ensembles. Konzerttourneen führten das Sextett bereits in beinahe 60 Länder, wie fast ganz Europa, die USA, nach Kanada, Afrika, China sowie Zentral- und Südostasien.

Der breiten Öffentlichkeit wurde Singer Pur auch durch seine Rundfunk- und Fernsehproduktionen bekannt, u. a. mit einem Auftritt in der ZDF-Fernsehshow „Achtung! Klassik!”, in der Klassik Talkshow mit Daniel Hope und in weiteren ARTE-Produktionen.
Mit dem weltbekannten britischen „Hilliard Ensemble” verband die Gruppe eine enge musikalische und freundschaftliche Zusammenarbeit. Das gemeinsame Projekt „The Hilliard Ensemble meets Singer Pur” (mit Alter und Neuer Vokalmusik für bis zu zehn Stimmen) erregte mit 30 gemeinsamen Konzerten beim Publikum großes Aufsehen.

Regelmäßig erscheinende CD-Einspielungen – allein bei OehmsClassics sind seit 2004 schon 15 CD-Produktionen veröffentlicht worden – dokumentieren die breite Vielfalt des Repertoires, das einer Zeitreise durch die Epochen der Musikgeschichte gleicht. Von den 25 zurzeit im Handel erhältlichen Tonträgern sind schon zwei Renaissance-Einspielungen von der französischen Fachzeitschrift „Le Monde de la Musique” als die beste CD-Produktion des Jahres ausgezeichnet worden. Den "renommiertesten Klassikpreis der Welt", den ECHO Klassik erhielt das Ensemble drei Mal: für die Einspielung zeitgenössischer Kompositionen, die ausschließlich für Singer Pur entstanden sind (2005), zum anderen für die Produktion mit neu arrangierten deutschen Volksliedern (2007) sowie für Jeremiah zusammen mit dem Klarinettisten David Orlowsky (2011). 2013 wurde Singer Pur der Caeciliaprijs (Belgien) verliehen.

Das Ensemble wurde aufgrund seiner unermüdlichen internationalen Tätigkeit als musikalischer Botschafter der Stadt Regensburg mit der wichtigsten Kulturauszeichnung seiner Heimat geehrt – dem Kulturpreis der Stadt Regensburg 2008. Zudem wurde das Ensemble mit dem „Bayerischen Staatspreis 2013“, dem „Fritz-Goller-Preis“ und dem von der Bayerischen Akademie der Schönen Künste ausgerufenen „Friedrich-Baur-Preis“ ausgezeichnet. Seit 2015 trägt Singer Pur den vom Chorverband European Choral Association – Europa Cantat verliehenen Titel „Botschafter der Freunde der Europäischen Chormusik“.
Seit 2007 engagiert sich Singer Pur auch in der Heranführung von Kindern zur „klassischen” Musik an Schulen, insbesondere mit dem Projekt „Rhapsody in School“. Seit 20 Jahren nehmen zahllose Chöre und Vokalensembles an regelmäßigen Singer-Pur-Workshops teil.

Am 8. März 2017 feierte Singer Pur mit dem ehemaligen Hilliard Ensemble und seinen größten Freunden und Wegbegleitern auf der Bühne des Prinzregententheaters in München sein auf den Tag genaues 25-jähriges Bühnenjubiläum. Viele aufregende Konzerte in Festivals wie Rheingau Musikfestival, Europäische Wochen Passau oder Musiksommer Rheinland Pfalz begleiteten Singer Pur im Jubiläumsjahr sowie spannende Singer Pur-Workshops in der Musikhochschule Düsseldorf und der Landesmusikakademie Rheinland-Pfalz. 2018 folgte Singer Pur der Einladung von Kent Nagano in die Elbphilharmonie Hamburg und unternahm intensive Reisen unter anderem nach Asien und in viele weitere europäische Länder wie Kroatien, Slowenien, Schweiz, Spanien, Tschechien, Italien und Luxemburg.

Im Jahr 2019 hat Singer Pur erstmalig die renommierten Stimmwercktage nahe der Heimatstadt Regensburg als die Singer Pur Tage weitergeführt, ein Festival auf dem Lande, das sich der Pflege der Renaissance-Musik verschrieben hat.

Berenike Tölle

Berenike Tölle wurde 1998 in Nürnberg geboren. Im Alter von sechs Jahren begann sie mit dem Cello- und Klavierspiel. Mit acht Jahren sammelte sie ihre ersten Bühnenerfahrungen als Mitglied des Kinderchores des Staatstheaters Nürnberg. Nach zahlreichen Produktionen mit dem Chor trat sie 2014 in Mayerbeers Les Huguenots erstmalig im Staatstheater als Solistin auf.
Nachdem sie im Jahr 2011 ihre erste Solo-Partie als Joas in Händels Athalia in der Nürnberger Meistersingerhalle gesungen hatte, folgten weitere Engagements, u.a. als Solistin in Eröffnungskonzerten des fränkischen sommers. Als Gast-Studentin war sie lange Jahre Mitglied im Kammerchor der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

2017 wurde Berenike Tölle Preisträgerin des 1. Platzes im Landeswettbewerb von „Jugend musiziert“. Im Herbst desselben Jahres begann sie das künstlerische Gesangsstudium an der Anton-Bruckner-Universität Linz bei Prof. Christa Ratzenböck. Neben einem universitär gesetzten Schwerpunkt in der Alten Musik befasst sich Berenike Tölle seit zwei Jahren intensiv mit Musik aus der Neuzeit und war damit u.a. bereits im Musikverein Wien, im Rahmen eines modernen Musiktheater-Festivals in Tirol und im Zuge eines Otto-Zykan-Symposiums in Antwerpen zu hören.
Im Zuge der Mozartwoche 2020 in Salzburg trat sie als Mitglied des Bach-Chores Salzburg u.a. mit Christina Pluhar und L’Arpeggiata auf.
Ihre Gesangsausbildung intensivierte sie bisher mit Meisterkursen u.a. bei Kurt Widmer, Ulrike Hofbauer, Elisabeth Dobbin, Franz Vitzthum und Julian Behr.

Julian Christoph Tölle (Dirigent)

Julian Christoph Tölle studierte in München und Wien Schulmusik, Dirigieren und Musikwissenschaften. Er beendete seine Studien mit Künstlerischem Diplom, Staatsexamen und der Promotion zum Dr. phil. Seine Dissertation über das Spätwerk Olivier Messiaen erschien im Peter Lang Verlag/Frankfurt. Weitere Veröffentlichungen über Olivier Messiaen in den Laaber-Verlagen und bei Weidler/Berlin.

1994 wurde er als Nachfolger von Karl-Friedrich Beringer zum Künstlerischen Leiter des Amadeus-Chores gewählt. Bis 2002 dirigierte er dieses Ensemble. 2000 übernahm er die Künstlerische Leitung des Nürnberger Hans-Sachs-Chores. 13 Jahre lang konzertierte er mit diesem Ensemble in der Meistersingerhalle Nürnberg. Die Schwerpunkte lagen dabei auf den Oratorien Georg Friedrich Händels und Werken des 20. Jahrhunderts. Weiterhin wurden innerhalb weniger Jahre alle großen Oratorien Edward Elgars aufgeführt. Für diese Leistung wurde er von der Internationalen Elgar Society London mit dem Preis „Certificate of Merit“ geehrt.

2002 gründete Tölle an der Universität Erlangen-Nürnberg einen Kammerchor. Seitdem konzertiert er mit diesem Ensemble regelmäßig im In- und Ausland. Der Chor errang 2013 beim Bayerischen Chorwettbewerb einen vorderen Platz und ist seit 2013 für das Musikfestival fränkischer Sommer das Vokal-Ensemble in Residence. Der FAU Kammerchor gestaltet regelmäßig gemeinsam mit international renommierten Solisten und Orchestern die Eröffnungskonzerte des Festivals. 

2008 wurde Tölle von der Stadt Nürnberg der Kulturförderpreis für seine Verdienste als Dirigent und Hochschullehrer verliehen. 

Als Gastdirigent arbeitete er u. a. mit den Augsburger Philharmonikern, dem Bayerischen Kammerorchester, ensemble Kontraste, der Fränkischen Philharmonie, dem Georgischen Kammerorchester, dem Kammerorchester Schloss Werneck, den Münchner Symphonikern, den Nürnberger Symphonikern, der Vogtland Philharmonie zusammen sowie mit dem L’Orfeo Barockorchester Linz. 
Von 2005 bis 2010 war er als außerplanmäßiger Chordirektor am Staatstheater Nürnberg tätig. Er verantwortete in dieser Zeit sämtliche chorsinfonischen Konzerte des Staatstheaters, u. a. die Gurrelieder von Arnold Schönberg und Gustav Mahlers 2. und 3. Sinfonie.

2012 wurde Tölle zum Intendanten des Musikfestivals fränkischer sommer berufen. Er lehrt seit 1998 an der Universität Erlangen-Nürnberg als Akademischer Direktor Dirigieren und Historische Musikwissenschaft. 

Julian Christoph Tölle (Rezitator)

Julian Christoph Tölle studierte in München und Wien Schulmusik, Dirigieren und Musikwissenschaften. Er beendete seine Studien mit Künstlerischem Diplom, Staatsexamen und der Promotion zum Dr. phil. Seine Dissertation über das Spätwerk Olivier Messiaen erschien im Peter Lang Verlag/Frankfurt. Weitere Veröffentlichungen über Olivier Messiaen in den Laaber-Verlagen und bei Weidler/Berlin.

1994 wurde er als Nachfolger von Karl-Friedrich Beringer zum Künstlerischen Leiter des Amadeus-Chores gewählt. Bis 2002 dirigierte er dieses Ensemble. 2000 übernahm er die Künstlerische Leitung des Nürnberger Hans-Sachs-Chores. 13 Jahre lang konzertierte er mit diesem Ensemble in der Meistersingerhalle Nürnberg. Die Schwerpunkte lagen dabei auf den Oratorien Georg Friedrich Händels und Werken des 20. Jahrhunderts. Weiterhin wurden innerhalb weniger Jahre alle großen Oratorien Edward Elgars aufgeführt. Für diese Leistung wurde er von der Internationalen Elgar Society London mit dem Preis „Certificate of Merit“ geehrt.

2002 gründete Tölle an der Universität Erlangen-Nürnberg einen Kammerchor. Seitdem konzertiert er mit diesem Ensemble regelmäßig im In- und Ausland. Der Chor errang 2013 beim Bayerischen Chorwettbewerb einen vorderen Platz und ist seit 2013 für das Musikfestival fränkischer Sommer das Vokal-Ensemble in Residence. Der FAU Kammerchor gestaltet regelmäßig gemeinsam mit international renommierten Solisten und Orchestern die Eröffnungskonzerte des Festivals. 

2008 wurde Tölle von der Stadt Nürnberg der Kulturförderpreis für seine Verdienste als Dirigent und Hochschullehrer verliehen. 

Als Gastdirigent arbeitete er u. a. mit den Augsburger Philharmonikern, dem Bayerischen Kammerorchester, ensemble Kontraste, der Fränkischen Philharmonie, dem Georgischen Kammerorchester, dem Kammerorchester Schloss Werneck, den Münchner Symphonikern, den Nürnberger Symphonikern, der Vogtland Philharmonie zusammen sowie mit dem L’Orfeo Barockorchester Linz. 
Von 2005 bis 2010 war er als außerplanmäßiger Chordirektor am Staatstheater Nürnberg tätig. Er verantwortete in dieser Zeit sämtliche chorsinfonischen Konzerte des Staatstheaters, u. a. die Gurrelieder von Arnold Schönberg und Gustav Mahlers 2. und 3. Sinfonie.

2012 wurde Tölle zum Intendanten des Musikfestivals fränkischer sommer berufen. Er lehrt seit 1998 an der Universität Erlangen-Nürnberg als Akademischer Direktor Dirigieren und Historische Musikwissenschaft. 

Olivia Trummer

Olivia Trummer wurde vielfach ausgezeichnet (Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg 2010, Stipendium der Bruno-Frey-Stiftung 2010, Jazzpreis Ingolstadt 2014, mehrmalige Stipendiatin der Initiative Musik) und von 2013 bis 2016 als Jazzkünstlerin des „stART“-Programms von Bayer Kultur in Leverkusen gefördert.
Konzerttourneen führten Olivia Trummer nach Italien, Irland, England, Österreich, Polen, Tschechien, in die Schweiz und in die USA. Sie war mit verschiedenen eigenen Projekten sowohl bei Jazz-Festivals als auch bei klassischen Musikfestivals zu Gast und hat ihre Musik auf Bühnen wie z.B. der Carnegie Hall, dem „Porgy & Bess“ in Wien, der „National Concert Hall“ in Dublin oder auf Schloss Elmau präsentiert.

Seit Oktober 2016 tourt sie international mit Kurt Rosenwinkel. Als festes Mitglied seines neuen Projekts „Caipi“ trat sie in namhaften Clubs und bei renommierten Festivals auf (z.B. Montreux Jazz Festival, Vancouver Jazz Festival, Montréal Jazz Festival, „Birdland“ New York, „Blue Note“ Tokyo, „Blue Note“ Beijing). Weitere Zusammenarbeiten schließen die NDR Bigband, Matt Penman, Wolfgang Haffner, Bodek Janke, Nicola Angelucci, Tim Garland, Gerard Presencer, Hadar Noiberg, Max Ionata, Matthias Schriefl und Sebastian Studnitzky mit ein.

Carin van Heerden

Carin van Heerden wurde in Kapstadt (Südafrika) geboren. Sie studierte Blockflöte bei Günther Höller in Köln und bei Walter van Hauwe in Amsterdam sowie Barockoboe bei Helmut Hucke. Während ihrer Studienzeit gewann sie mehrere internationale Wettbewerbe, unter anderen den renommierten internationalen ARD-Wettbewerb in Deutschland (1988). Sie ist Gründungsmitglied des L‘Orfeo Barockorchesters (Leitung Michi Gaigg) und konzertiert mit diesem Orchester, auch als Solistin, in ganz Europa und in Südafrika.

Außerdem arbeitet sie mit verschiedenen Ensembles (das Kleine Konzert, Cantus Cölln, Akademie für Alte Musik Berlin) und Dirigenten wie Ton Koopman, Alan Curtis, Konrad Junghänel und Hermann Max). Solo-CDs ihres Spiels erschienen bei cpo (Telemann und Myslivecek), Cavalli Records (Hotteterre) und dhm/Sony (Telemann).

Carin van Heerden hatte eine Professur für Blockflöte an der Universität Mozarteum in Salzburg ab 1993 und anschließend von 2004 bis 2008 an der Musikhochschule Köln inne. Heute unterrichtet sie Barockoboe und Blockflöte an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz und leitet das dortige Institut für Alte Musik und Historische Aufführungspraxis. Von internationalen Wettbewerben für Alte Musik wird sie oft als Jury-Mitglied eingeladen und ist international gern gesehene Gast-Dozentin bei Meisterkursen. Carin van Heerden ist künstlerische Leiterin der Linzer Landeskonzertreihe „Alte Musik im Schloss“ und übersetzte das bahnbrechende Buch „The eloquent oboe“ von Bruce Haynes.
Sie leitet auch das 2009 aus den Reihen des L’Orfeo Barockorchesters gegründete L’Orfeo Bläserensemble. Dieses wurde formiert mit der Absicht, die kammermusikalische Herangehensweise des Orchesters an die Orchesterliteratur auch in einer tatsächlichen kammermusikalischen Besetzung zu leben.

Franz Vitzthum

Franz Vitzthum, geboren in der Oberpfalz, erhielt seine erste musikalische Ausbildung bei den Regensburger Domspatzen. Sein Gesangsstudium absolvierte er 2007 bei Kai Wessel an der Musikhochschule Köln. Schon während seiner Ausbildung erhielt er zahlreiche Preise und Stipendien.

Mittlerweile folgten Einladungen zu Solo-Abenden beim Rheingau Musik Festival, den Händel-Festspielen in Halle, Karlsruhe und Göttingen, zu La Folle Journée in Nantes und dem Bach Festival Philadelpia. Er arbeitete u. a. mit den Dirigenten Nicolas McGegan, Kit Armstrong, Hermann Max, Marcus Creed und Philippe Herreweghe zusammen.

Des Weiteren hat er bei diversen Opern- und Oratorienproduktionen mitgewirkt, u. a. bei Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung (Glanert), Jephta und Solomon (Händel), Orfeo (Gluck) und Orlando generoso (Steffani) und zuletzt in Spartaco (Porsile) an der Winteroper in Schwetzingen.

Franz Vitzthum ist auch ein vielgefragter Kammermusikpartner. So konzertiert er regelmäßig mit dem Lautenisten Julian Behr, der Zitherspielerin Gertrud Wittkowsky, dem Capricornus Consort Basel und singt mit dem von ihm gegründeten Vokalensemble Stimmwerck.

Diese vielseitige Tätigkeit spiegelt sich in seiner Diskographie wider, die laufend erweitert wird. Nach seinen ersten CDs „Himmels-Lieder“ und „Luthers Laute“, die von der Fachpresse einhellig gelobt wurden, erschien zuletzt eine CD mit Graupner Kantaten im Duett mit der Sopranistin Miriam Feuersinger. Im Januar 2020 erschien „The Life. The Light. The way.“ Sacred Arias by G. F. Händel (mit L´Orfeo Barockorchester, Leitung Julian Tölle).

Er unterrichtet in Form von zahlreichen Kursen (für das Heinrich-Schütz-Haus Bad Köstritz, die Landesmusikakademie Rheinland Pfalz oder bei der „Semana de Música Sacra de la Habana“ auf Kuba) und war Lehrbeauftragter für Gesang an der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik Regensburg.

Friederike Vollert

Friederike Vollert, geboren 1993 in Nürnberg, studierte Blockflöte bei Prof. Myriam Eichberger an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar und an der Universität der Künste Berlin bei Susanne Fröhlich und Prof. Christoph Huntgeburth. Das Bachelorstudium, sowie ihre Masterstudien mit Schwerpunkt auf Aktueller/Neuer Musik schloss sie mit Bestnote ab.

Sie erhielt verschiedene Stipendien und Preise: Sie war Finalistin beim renommierten internationalen Wettbewerb „Musica Antiqua 2017“ in Brügge und wurde mit dem „EUBO Development Trust prize“ als vielversprechendste europäische Künstlerin ausgezeichnet. Beim internationalen Wettbewerb des „Recorder Festival Nordhorn 2017“ gewann sie den 2. Preis. Sie ist Stipendiatin von YEHUDI MENUHIN Live Music Now e.V; zudem wurde sie im Rahmen des Deutschlandstipendiums von der Ernst-Freiberger-Stiftung und der Carin Riesen Stiftung unterstützt und erhielt im November 2015 ein Förderstipendium der Hans und Eugenia Jütting Stiftung. Friederike Vollert arbeitet eng mit dem Ensemble Weimar Baroque zusammen und musizierte als Gast mit verschiedensten Kammermusikformationen und Orchestern: u.a. Akademie für Alte Musik Berlin, Cantus & Capella Thuringia, The Playfords, DSO Berlin, Staatskapelle Weimar, Nürnberger Philharmoniker. Sie konzertiert regelmäßig auf Festivals wie den Thüringer Bachwochen, dem Leipziger Bachfest, den Kurt-Weill-Festspielen Dessau, der Bach Biennale Weimar oder den Tagen Mitteldeutscher Barockmusik.

Alte Musik, zeitgenössische Werke und Improvisation bilden gleichberechtigt ihr vielseitiges Repertoire. Jenseits von Genre-Grenzen experimentiert sie mit den verschiedensten Konzertformaten – immer mit dem Ziel, dem Inhalt der Musik zu entsprechen und für das Publikum erfahrbar zu machen. Auf der Suche nach den mannigfaltigen Wegen des Ausdrucks sind auch interdisziplinäre Projekte ein wichtiger Teil ihrer Arbeit und sie konnte so verschiedenste Erfahrungen mit Kunstformen aus den Bereichen Oper, Puppentheater, Lyrik und Tanz sammeln.

Ensemble »Weimar Baroque«

Claudius Kamp Dulzian
Martin Knörzer Barockcello
Amandine Affagard Lauteninstrumente
Hans Christian Martin Cembalo

Weimar Baroque wurde 2014 zunächst unter dem Namen „Orchester Viel Lärm Um Nichts“ durch Barockgeiger Leopold Nicolaus und Kirchenmusiker Hans Christian Martin in Weimar gegründet. Der im Ensemblenamen gewählte Anklang der Shakespeare-Tradition Weimars veränderte sich Anfang 2019 zu WEIMAR BAROQUE. Die Ensemblegründer verbindet ein ausgeprägtes Interesse, detaillierte Stilkenntnisse mit der Unmittelbarkeit einer musikalischen Aufführung zu verbinden und neben der Musikliteratur in hohem Maße Schriften zu Religion und Philosophie sowie Bildende Kunst und Geschichtswissen in ihre Überlegungen einzubeziehen.

Beginnend mit einer Nachtkonzertreihe 2015 bis 2017 in der Jakobskirche Weimar, war das Ensemble seitdem unter anderem im Pfingst.Festival Schloss Ettersburg 2015, bei den Bachtagen Ohrdruf 2016, der Bach Biennale Weimar 2018 und 2019 als Teil der Delegation von Ministerpräsident Bodo Ramelow in Vietnam zu erleben. 2020 feierte WEIMAR BAROQUE mit Bachs h-Moll-Messe sein Debüt bei den Thüringer Bachwochen. Das ebenfalls für 2020 geplante Debüt beim Bachfest Leipzig musste leider verschoben werden. „Bei der Bachbiennale Weimar 2021 ist Weimar Baroque als „Residenz-Capelle“ erstmals Artist in residence für den Zeitraum eines gesamten Festivals.“

Im Kern besteht das Ensemble Student*innen und Alumni der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar. Um sie herum versammeln sich ausgezeichnete Musikerinnen und Musiker aus verschiedenen Ländern. Die Mitglieder zeichnen sich durch weitreichende Konzert-, Wettbewerbs- und Aufnahmetätigkeit aus. Es sind unter ihnen Preisträger zahlreicher renommierter nationaler und internationaler Wettbewerbe, darunter der „Moeck/SRP Solo Recorder Competition“ in London, der „International Competition Musica Antiqua“ in Brügge, der „Biago-Marini-Wettbewerb“ in Neuburg/Donau, der „H. I. F. Biber-Wettbewerb“ St. Florian oder der „Hamamatsu International Piano Competition“ in Japan.

Das Ensemble fühlt sich der Kunstfülle Europas und im Besonderen dem Geist der in Mitteldeutschland erklungenen und erklingenden Musik verbunden. Zurzeit steht Repertoire des 17. und 18. Jahrhunderts im Mittelpunkt. Einen großen Schwerpunkt wird das Ensemble in den kommenden Jahren auch auf das 19. Jahrhundert legen.

Andreas Wolf

Der deutsche Bassbariton Andreas Wolf ist regelmäßiger Gast internationaler Opern- und Konzerthäuser und arbeitet mit Dirigenten wie William Christie, Leonardo Garcia Alarcón, Vassily Petrenko, René Jacobs, Andrea Marcon, Jérémie Rhorer, Raphaël Pichon, Maxim Emelyanychev, Peter Dijkstra, Jean-Christophe Spinosi, Alessandro De Marchi, Paul Agnew, Ton Koopman, Andreas Spering, Hans-Christoph Rademann, Ivor Bolton, Ingo Metzmacher, Ludovic Morlot, Bertrand de Billy und Sylvain Cambreling zusammen.

Zu Engagements der jüngeren Vergangenheit gehören Bach’s Johannes Passion mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France, Schuberts G-Dur Messe mit der Niederländischen Radiophilharmonie, Rocco/Fidelio mit dem Barockorchester Wroclaw, Papageno/Die Zauberflöte am Teatro Real in Madrid und am Grand Théâtre de Genève, Stravinskys Pucinella mit dem MDR Sinfonieorchester, Bachs Matthäus-Passion mit Capella Mediterranea, Beethovens Messe in C-Dur mit Het Residentie Orkest und mit Choeur Accentus in La Seine Musicale Paris, Händels Alexander’s Feast mit Concerto Köln in der Laeiszhalle Hamburg, sein Messias mit dem Orchestre National d’Auvergne und Saul mit der Bachakademie Stuttgart, Saint-Saëns’ Oratorio de Noël mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks in München, Bachs Messe in h-Moll mit dem Orchestre National de Radio France und dem Seattle Symphony Orchestra, Jupiter/Platée an der Semperoper Dresden, Leporello/Don Giovanni in der Tchaikovsky Concert Hall in Moskau, Mendelssohns Elias mit den Hamburger Sinfonikern, Falke/Die Fledermaus, Jupiter/Platée und Leporello/Don Giovanni an der Oper Stuttgart sowie diverse Produktionen an der Bayerischen Staatsoper München.

Von Andreas Wolf gibt es zahlreiche CD-Einspielungen, u.a. Berlioz‘ Messe Solennelle (Alpha), Willem Jeths‘ Requiem mit der Niederländischen Radiophilharmonie und James Gaffigan (Challenge), Haydns Jubilaeum Virtutis Palatium mit Capella Augustina, Johann Ludwigs Trauermusik, Händels Ode for the Birthday of Queen Anne, beide mit der Akademie für Alte Musik Berlin, und Bach Kantaten mit dem Freiburger Barockorchester und Carolyn Sampson, alles bei Harmonia Mundi.

Axel Wolf

Axel Wolf gilt durch sein ausdrucksvolles Spiel und seine Darstellungskunst als einer der führenden Lautenisten.
Mit Partnern wie Dorothee Oberlinger, Irvine Arditti, Valer Sabadus, Stefan Temmingh, Sebastian Hess, Sergio Azzolini, Rüdiger Lotter oder Joel Frederiksen konzertiert er weltweit, Konzertreisen führten in auf internationale Festivals wie Luzern, Brügge, Utrecht oder Edinburgh, nach Rom, Tokio, Sydney und New York, als Solist oder mit Ensembles wie der Musica Fiata, dem United Continuo Ensemble, dem Freiburger Barockorchester, dem Orchestra of the Age of Enlightenment oder The English Concert London.

Neben der historischen Aufführungspraxis widmet er sich im Duo „Flow“ gemeinsam mit dem Saxophonisten Hugo Siegmeth der Begegnung von Jazz, Barock und Renaissance sowie freier Improvisation. Diese Zusammenarbeit wurde in der gleichnamigen CD „FLOW“, in der TV-Produktion ARD Alpha Forum sowie mehreren Rundfunksendungen präsentiert. Die 2018 erschienene CD „NOW – Jazz & Renaissance – Improvisations“ wurde nominiert für den Preis der deutschen Schallplattenkritik und den Opus Klassik nominiert.

Für den Dokumentarfilm „Sonbol“ komponierte und produzierte er die Musik, als Solist und Begleiter wirkte er in diversen Fernsehproduktionen des BR, WDR sowie von Radio Bremen mit.

Die CD „Requiem for a Pink Moon“ mit Joel Frederiksen und dem Ensemble Phoenix Munich wurde mit dem Echopreis in der Kategorie Klassik ohne Grenzen ausgezeichnet. In Opern-, Konzert- und CD-Produktionen arbeitete er zusammen mit Dirigenten wie Ivor Bolton, Peter Schreier, Alan Curtis, Enoch zu Guttenberg und Joshua Rifkin.

Neben der Beteiligung an über 70 CDs als Continuospieler erschienen mehrere Soloproduktionen: Lautenmusik von Michelangelo Galilei, ebenfalls für den Opus Klassik nominiert, „Friends of the Lute“ – Solo- und Kammermusik von J.S. Bach, S.L. Weiss und J.G. Baron, „Opera for Lute“ von Johann Adolph Hasse, Lautenmusik von Johann Sebastian Bach und Werke für Laute und Chitarrone von Alessandro Piccinini, begleitet vom United Continuo Ensemble.

William Youn

Seoul, Boston, Hannover, Como, München: 1982 geboren, entdeckt William Youn in einem koreanischen Kindergarten das Klavier für sich, wechselt mit 13 Jahren auf ein Musikinternat in Boston und zieht fünf Jahre später zur Klavierlehrerlegende Karl-Heinz Kämmerling nach Hannover sowie als Stipendiat an die Piano Academy Lake Como, wo er von Künstlerpersönlichkeiten wie Dmitri Bashkirov, Andreas Staier, William Grant Naboré und Menahem Pressler geprägt wird.

Den Kosmopoliten, der inzwischen in seiner Wahlheimat München lebt, lobt die Presse als einen „echten Poeten“ mit „bravouröser Anschlagstechnik“ sowie als einen der vielversprechendsten Pianisten der jüngeren Generation. International konzertiert Youn von Berlin über Seoul bis New York mit Orchestern wie dem Cleveland Orchestra, den Münchner Philharmonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Münchner Kammerorchester, dem Belgischen Nationalorchester, dem Mariinsky Theatre oder dem Seoul Philharmonic Orchestra und auf wichtigen Podien wie Elbphilharmonie Hamburg, Pierre Boulez Saal Berlin, Konzerthaus Berlin, Prinzregenten Theater München, Konzerthaus Wien, Toppan Hall Tokyo und Seoul Arts Center.

Vermehrt tritt er inzwischen auch am Hammerflügel auf, wie z.B. bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Mozartfest Würzburg oder den Schwetzinger SWR Festspielen, und ist gern gesehener Gast bei Festivals wie der Schubertiade, dem Schleswig-Holstein Musikfestival, dem Rheingau Musik Festival, dem Heidelberger Frühling, dem MDR Musiksommer. William Youn verbindet eine enge kammermusikalische Zusammenarbeit besonders mit dem Bratschisten Nils Mönkemeyer, aber auch mit der Klarinettistin Sabine Meyer, dem Cellisten Julian Steckel und Johannes Moser, der Geigerin Veronika Eberle sowie dem Signum Streichquartett.

International liegen von ihm zahlreiche CD-Veröffentlichungen vor: Zuletzt erschien im August 2020 sein neues Doppelalbum mit Klaviersonaten von Franz Schubert, das den Beginn der Gesamteinspielung der Klaviersonaten Schuberts für Sony Classical markiert. Ein weiteres Solo Album mit Werken von Robert und Clara Schumann, Schubert, Liszt und von Zemlinsky, eine gemeinsam mit Nils Mönkemeyer eingespielte CD mit Werken von Johannes Brahms sowie die Einspielung „Mozart with friends“ mit Sabine Meyer, Julia Fischer und Nils Mönkemeyer erschienen ebenfalls bei Sony Classical. Zuvor veröffentlichte Oehms Classics seinen Mozart-Zyklus mit sämtlichen Klaviersonaten auf fünf Alben, der in der Presse hochgelobt und mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde.